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    VordereifelWindkraft: Vordereifel weist zusätzliche Flächen aus

    Seit September 2011 läuft das Verfahren zum Ändern des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde (VG) Vordereifel. Nun ist ein Ende in Sicht. Der Rat hat jetzt mehrheitlich den Feststellungsbeschluss gefasst, damit künftig weitere Vorranggebiete für die Windenergie im südlichen Teil der VG, also südlich der B 410, zur Verfügung stehen. Dort werden dann 455 Hektar für Windkraftanlagen ausgewiesen.

    Zwei neue Windräder entstehen derzeit zwischen Kehrig und Monreal. 530 Kubikmeter Beton werden dort in dieser Woche gegossen. Die Anlagen werden auf bereits existierenden Vorrangflächen errichtet. Die Verbandsgemeinde Vordereifel weist nun weitere Bereiche für Windenergie aus.
    Zwei neue Windräder entstehen derzeit zwischen Kehrig und Monreal. 530 Kubikmeter Beton werden dort in dieser Woche gegossen. Die Anlagen werden auf bereits existierenden Vorrangflächen errichtet. Die Verbandsgemeinde Vordereifel weist nun weitere Bereiche für Windenergie aus.
    Foto: Andreas Walz

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    Neue Flächen erlaubt der Plan zwischen Nachtsheim, Luxem und Hirten (235 Hektar) sowie nahe Boos und Münk (110 Hektar). Kleinere Vorranggebiete werden zwischen Weiler und Monreal, östlich von Monreal sowie nahe Reudelsterz ausgewiesen. Alle 27 Ortsgemeinden der Vordereifel werden nun darum gebeten, der Änderung zuzustimmen. Wenn dies mindestens die Hälfte von ihnen tut, kann der neue Teilplan Süd nach der Genehmigung durch die Kreisverwaltung im Sommer wirksam werden. Zu Beginn der jüngsten Sitzung des VG-Rats hatten die Mitglieder eine Fülle von Eingaben aus der zweiten Offenlage des Planentwurfs gewürdigt, die Mitte Februar endete.

    Bürgermeister Gerd Heilmann sagte, man habe alle Aspekte vernünftig abgewogen und gebe der Windkraft nun substanziell Raum. Er erinnerte daran, dass es das Ziel des Verfahrens gewesen sei, Wildwuchs zu vermeiden und Windkraftanlagen zu konzentrieren.

    Richard Heinz, Vorsitzender der CDU-Fraktion, bemängelte, dass es im Verfahren keine verbindlichen eindeutigen gesetzlichen Regelungen für die Windkraft gab. Kritik äußerte er in diesem Zusammenhang an der Landesregierung. Mit der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes schaffe die VG aber die Grundlage für eine geordnete Planung zum Ausbau der Windenergie und verhindere eine "Verspargelung der Landschaft", so sein Fazit.

    Herbert Keifenheim wies den Vorwurf von Heinz entschieden zurück. Der SPD-Fraktionsvorsitzende machte darauf aufmerksam, dass nicht nur die Landesregierung, sondern auch die Planungsgesellschaft Mittelrhein für Vorgaben zuständig sei. "Aber auch genauere Vorgaben hätten uns nicht vor den notwendigen Untersuchungen geschützt", sagte er im RZ-Gespräch. Und: Es sei wichtig, nicht nur Vögel vor den Anlagen zu schützen, sondern auch den Menschen.

    Kritik kam auch von den Grünen. Es sei ärgerlich, dass sich avifaunistische Prüfungen unnötigerweise wiederholt hätten, sagte Fraktionsvorsitzender Martin Schmitt. Dadurch sei es zu Verzögerungen gekommen, die deshalb bedauerlich seien, weil es ab 2017 schwierigere Bedingungen für kleinere Bürgerwindparks gibt. Schade sei es außerdem, dass es nicht gelinge, die Bürger an der Wertschöpfung der Anlagen teilhaben zu lassen wie zum Beispiel bei Bürgergenossenschaften. Die Grünen regten daher an, in der Nachbetrachtung nach den Gründen für die Unzufriedenheit zu forschen. Zu bedenken gab der Fraktionsvorsitzende zudem, dass in einigen Jahren aufgrund größerer Anlagen die Abstände zur Bebauung zu gering sein könnten. Eine Formel, die die Nabenhöhe berücksichtigt, sei daher sinnvoller. Schmitt wies jedoch auch darauf hin, dass seine Fraktion zu Beginn des Verfahrens noch nicht im VG-Rat vertreten war.

    Gegen den Feststellungsbeschluss stimmte Wolfgang Probst (FDP). Weil weit mehr als 2 Prozent des Verbandsgemeindegebietes für Windenergie übrig bleiben, müsse man aus den Potenzial- nun die Konzentrationsflächen auswählen. "Wenn wir alle Flächen, die nicht aus irgendwelchen Gründen ausgeschlossen wurden, zu Konzentrationsflächen für Windenergie erklären, dann steuern wir nicht", meinte er. Zudem sei es nicht zielführend, dass das Kriterium der Windhöffigkeit gestrichen worden sei.

    Auf der Tagesordnung stand zudem das Ändern des Flächennutzungsplans im nördlichen Teil der VG. Nach der ersten Offenlage wurde ebenfalls eine Vielzahl an Stellungnahmen gewürdigt. Dabei wurde beschlossen, dass zunächst ermittelte Flächen im Nordteil für die Windenergie auszuschließen sind - aus Gründen des Landschaftsbildes, des Landschaftsschutzes und der Kulturlandschaften. Mit weiteren Gebieten ist somit nach derzeitigem Stand nicht zu rechnen. Nun wird es für diesen Bereich eine erneute Offenlage geben. Bis zum Herbst oder spätestens Dezember soll auch das Verfahren im nördlichen Teil abgearbeitet sein.

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