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  • Ankara/Kaifenheim/ThürVerrückte Rallye: Ein Steak aus dem Motorraum gefällig?

    „Halbzeit“ für Martins Simons aus Kaifenheim und seine Kopilotin Kathrin Wingender aus Thür bei der Allgäu-Orient-Rallye: Auf dem 4000 Kilometer langen Weg vom bayerischen Oberstaufen bis nach Jordanien hat das Rallyeteam die ersten knackigen Prüfungen hinter sich. Der erste Preis, ein Kamel, ist jedoch in weite Ferne gerückt …

    Noch sehr entspannt: Martin Simons am Beginn der aufregenden Rallye mit seinem Volvo irgendwo in Bayern.
    Noch sehr entspannt: Martin Simons am Beginn der aufregenden Rallye mit seinem Volvo irgendwo in Bayern.
    Foto: Kathrin Wingender

    Zurzeit manövrieren die beiden ihren mehr als 20 Jahre alten Volvo irgendwo in den türkischen Bergen – unterwegs mussten sie, vom Veranstalter vorgeschrieben, skurrile Aufgaben lösen. Zum Beispiel ein „Carbecue“: Im heißen Motorraum bereiteten sie sich eine Fleischmahlzeit zu. „Was wir in den letzten Tagen alles gesehen und erlebt haben, ist nicht in Worte zu fassen“, berichtet Martin Simons in seinem Tagebuch.

    Ereignisreich sind alle Tage auf der Benefiz-Rallye gewesen, seit vorvergangenen Sonntag düsen die beiden mit 50 anderen Teams abseits von Autobahnen und Mautpisten herum – und völlig ohne Navigationssystem. Auch das sind Bedingungen der außergewöhnlichen Tour. Folge der „Navilosigkeit“: „Nach drei Stunden Irrfahrt durch Istanbul schafften wir es leider nicht mehr, uns mit der gesamten Gruppe am Treffpunkt zu treffen.“ Aber: Der 33-Jährige und seine Partnerin und Freundin (25) packten es zu einem Fußballspiel: Dort trafen ein „Allgäu-Orient-Team“ auf ehemalige türkische Nationalspieler. So sehen Fahrpausen aus. Machbar sind sie, weil die Rallye auch Tausende von Euros in Hilfsprojekte in der Türkei gesteckt hat.

    Apropos Fußball: Vor einer Woche übernachteten Simons/Wingender in ihrer improvisierten Schlafkoje auf einem Fußballgelände – pure Notwendigkeit, da sie keine Schlafmöglichkeit unter 11,11 Euro – auch das ist eine Bedingung – entdeckt hatten. In Istanbul gab es auf dem Weg zur Blauen Moschee Verblüffendes. „Was uns da erwartete, war der absolute Wahnsinn. Extra für uns war kilometerweit die Straße von Polizisten abgesperrt und bewacht, am Straßenrand standen unzählige Menschen, um uns zu begrüßen“, rekapituliert Martin Simons. Auf einer Bühne mitten unter Rallyefans erhielten die Teams die nächste Aufgabe: Sie mussten einen Rosenstock in einem besonderen Garten pflanzen. Zu diesem Zweck hatte jeder einen Rosenstock im Gepäck. In einem Rallye-Park übergaben die Teams ihre mitgeführten Kinderfahrzeuge und Verkehrsschilder – als Grundstock zum Aufbau einer Verkehrsübungsstrecke für Kinder. Danach galt es, in einer 700 Kilometer entfernten Burgruine in Bogazkale eine Schlafstätte zu finden, nach 13 Stunden kamen Simons und Wingender erschöpft dort an. Weiter in Richtung Ankara: Eine Offroad-Prüfung stand ebenso auf dem Tagesplan wie ein „Le Mans“-Start. Alles heil überstanden, mailte Martin Simons in die Eifel. Im Klassement liegen die beiden Eifeler auf dem achten Platz. Das war am Mittwoch um 16.18 Uhr in Denizli.

    Wer die beiden im Internet verfolgen will, kann dies über einen GPS-Tracker unter https://event.gps-live-tracking.com tun. Simons/Wingender sind das Team mit der Nummer 25: „KA(r)MA“.

    Von unserem Redakteur Thomas Brost

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