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    AndernachUngewöhnliche Premiere bei Rhein-Vokal in Namedy

    Auch wenn Musik von Gustav Mahler, dessen Todestag sich im Mai zum 100. Mal jährte, in Namedy schon des Öfteren auf dem Programm stand, so erlebten die Zuhörer im Spiegelsaal von Burg Namedy beim jüngsten Konzert von Rhein-Vokal - nicht nur was die Interpretation angeht - eine Premiere. Denn statt der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und des Wiener Ensembles Amarcord - wie eigentlich vorgesehen - erwarteten Gerhild Romberger (Mezzosopran) und Gerold Huber (Klavier) die überraschten Musikliebhaber. Ein Künstlerpaar, das noch nie gemeinsam aufgetreten war. Deren bereitwilliges Einspringen machte zwar eine Programmänderung notwendig, doch diese stellte sich als absoluter Glücksfall heraus.

    Andernach - Auch wenn Musik von Gustav Mahler, dessen Todestag sich im Mai zum 100. Mal jährte, in Namedy schon des Öfteren auf dem Programm stand, so erlebten die Zuhörer im Spiegelsaal von Burg Namedy beim jüngsten Konzert von Rhein-Vokal - nicht nur was die Interpretation angeht - eine Premiere. Denn statt der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und des Wiener Ensembles Amarcord - wie eigentlich vorgesehen - erwarteten Gerhild Romberger (Mezzosopran) und Gerold Huber (Klavier) die überraschten Musikliebhaber. Ein Künstlerpaar, das noch nie gemeinsam aufgetreten war. Deren bereitwilliges Einspringen machte zwar eine Programmänderung notwendig, doch diese stellte sich als absoluter Glücksfall heraus.

    Nichts war’s also mit "Mahler beim Heurigen", stattdessen richtete sich die ursprüngliche Neugier ganz auf das unerwartete Ereignis. Immerhin blieb es beim angekündigten Komponisten Mahler. Enttäuschung, sofern überhaupt vorhanden, war bereits nach dem ersten der vier "Lieder eines fahrenden Gesellen" verflogen. An der Schwelle zur "neuen Musik" angelangt, lässt Mahler in diesen Liedern, ungewohnte Wege beschreitend, die überschäumende Gefühlswelt der Romantik in ihrer ganzen Fülle erblühen.

    Nicht fehlen durften Beispiele der kongenialen, sehr eigentümlichen Vertonung von Versen der Romantiker Clemens Brentano und Achim von Arnim. "Aus des Knaben Wunderhorn" machten Gerhild Romberger, kraftvoll mit außerordentlichem Feingefühl, und Gerold Huber, souverän korrespondierend mit nuancierendem Anschlag, ein wahres Füllhorn romantischer Impression.

    In dieser Musik sind alle großen Themen des Lebens enthalten, und sie kamen durch kunstvoll bezaubernde Interpretationen überzeugend zum Ausdruck: Naturempfindung, Liebe und Leid, Sehnsucht und Erfüllung, Abschied und Wiedersehen, Hoffnung und Verzicht, Verzweiflung und Tod. Und über vielem, vor allem in den "Kindertotenliedern", lag der Schleier der Melancholie.

    Norbert Jahn

    Mayen-Andernach
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