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  • Studie: So viel haben die Menschen in der Tasche

    Kreis MYK/Koblenz. Wer im Kreis Mayen-Koblenz wohnt, hat in der Regel mehr Geld zur Verfügung als ein Nachbar aus der Stadt Koblenz. Und das verfügbare Einkommen ist im Kreis zuletzt auch noch mal gestiegen – anders als in der Stadt.

    Foto: dpa

    Und doch schneiden beide, Kreis und Stadt, im Landesvergleich eher mittelmäßig ab. Das zeigt eine aktuelle Studie des Statistischen Landesamts, für die die Werte des Jahres 2014 in den 24 Kreisen und 12 kreisfreien Städten analysiert wurden. Kurz zur Begriffsklärung: Um das verfügbare Einkommen zu ermitteln, werden alle Erwerbs- und Vermögenseinkommen zusammengerechnet, einschließlich Rente und Arbeitslosengeld. Abgezogen werden laufende Übertragungen, also Steuern und Sozialbeiträge. Bleibt das Geld, das die Menschen ausgeben oder sparen können.
    20 254 Euro: So viel hatten demnach die Koblenzer im Schnitt unter dem Strich. Damit liegt Koblenz knapp über dem Mittelwert der kreisfreien Städte von 20 240 Euro und landet auf Platz fünf von zwölf. Zu Spitzenreiter Neustadt (24 580 Euro) ist der Abstand aber doch recht groß. Und: Anders als andere Kommunen konnte sich Koblenz im Vergleich zum Vorjahr (20 282 Euro) nicht verbessern.

    Kreis im unteren Mittelfeld
    Das war im Landkreis Mayen-Koblenz anders: 21 559 Euro hatte dort jeder Einwohner im Schnitt in der Tasche – also etwas mehr als 2013 (21 273 Euro) und rund 1300 Euro mehr als in Koblenz. Im Vergleich der Landkreise insgesamt reicht das aber nur für einen Platz im unteren Mittelfeld, bei einem Schnitt der Kreise von 22 318 Euro. In allen Nachbarkreisen – vom Kreis Vulkaneifel abgesehen – haben die Bürger letztlich im Durchschnitt mehr Geld in der Tasche als in Mayen-Koblenz. So beträgt das verfügbare Einkommen beispielsweise im Kreis Neuwied 22 447 Euro. Spitzenreiter im Land ist der Landkreis Mainz-Bingen mit 26 177 Euro.
    Betrachtet man den Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens in den Landkreisen zwischen den Jahren 2000 und 2014, so schneidet MYK noch schlechter ab. Hier legte das Einkommen um 37 Prozent zu: Nur vier Landkreise weisen einen noch schlechteren Wert auf. Im Mittel stieg das Pro-Kopf-Einkommen in den Landkreisen um 40 Prozent. Die Nachbarkreise Cochem-Zell und Rhein-Hunsrück verzeichneten mit einem Plus von 46,2 Prozent einen weit größeren Anstieg als Mayen-Koblenz. Den höchsten Zuwachs beim Pro-Kopf-Einkommen unter den Landkreisen erzielten Bernkastel-Wittlich und der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit einem Plus von mehr als 52 Prozent.

    Und wie schneidet Koblenz im Vergleich mit den anderen kreisfreien Städten ab? Zunächst: Das verfügbare Einkommen der Haushalte in Koblenz ist zwischen 2000 und 2014 vergleichsweise nur gering angestiegen. Es legte um 23,1 Prozent zu. Nur die Landeshauptstadt Mainz weist mit plus 21,5 Prozent einen noch geringeren Anstieg auf. Den stärksten Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens gegenüber dem Jahr 2000 verzeichnete unter den Städten Speyer mit 43 Prozent, gefolgt von Trier mit 38 Prozent.

    Faktor Zweitwohnsitzsteuer
    Ein Grund für den vergleichsweise geringen Anstieg in Mainz und auch in Koblenz könnte die Einführung der Zweitwohnsitzabgabe sein. In Mainz wurde sie 2005, in Koblenz 2012 eingeführt. Vor allem Studenten wandelten danach ihren Nebenwohnsitz in einen Hauptwohnsitz um. Sie brachten in der Regel zwar kein größeres Einkommen in beide Städte, erhöhten aber deren Einwohnerzahl. Und verschlechterten damit das Bild in der Statistik. atk/is

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