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    MendigSpringmaus findet in Mendig wahre Helden

    Ein wahres Feuerwerk an Schlagfertigkeit, Spontaneität, Ideenreichtum und Fantasie hat die deutschlandweit bekannte Improvisationstheatergruppe Springmaus in der Laacher-See-Halle in Mendig entfacht. Dort brachte das Bonner Improvisationstheater sein brandneues Programm mit dem Titel "Die Welt steckt voller Helden" auf die Bühne.

    Mit Musik geht vieles leichter - das beherzigt auch die Springmaus in ihrem neuen Programm. 
Foto: Elvira Bell
    Mit Musik geht vieles leichter - das beherzigt auch die Springmaus in ihrem neuen Programm.
    Foto: Elvira Bell - ef

    Augenzwinkernd verriet Gilly Alfeo - ein stolzer Sohn Siziliens -, dass das Ensemble sparen und deshalb während der Show mit einem Praktikanten, der allerdings die Gebärdensprache beherrscht, arbeiten müsse. Zunächst bestand jedoch die besondere Schwierigkeit darin, geeignete Kandidaten aus den Reihen des Publikums als "Helden des Alltags" zu rekrutieren. "Wir können nicht eher anfangen, ehe wir fünf geeignete Personen auf der Bühne haben", betonte Gilly Alfeo unmittelbar nach Beginn der Veranstaltung. "Wir zwingen ja niemanden, es muss alles ganz freiwillig sein!"

    Einen begeisterten, redlich verdienten Applaus heimsten anschließend die Büroangestellte Elfi Priess aus Polch, die Schülerin Marcella Krings aus Thür, der Bankangestellte Gunnar Marschke aus Andernach, die Friseurmeisterin und zweifache Mutter Irene Weidenbach aus Oberdürenbach und der Entsorger Eric Hammerschmid aus Ettringen ein. Sie hatten sich zum Vergnügen der übrigen Zuschauer spontan auf die Bühne begeben, sich mitreißen lassen und den Akteuren mit nur wenigen Stichpunkten (Name, Wohnort, Beruf) den nötigen Stoff für ihre Storys geliefert. Aus dem Stegreif heraus entwickelten Vera Passy, Gilly Alfeo, Norbert Frieling und Alexis Kara ohne jegliche Vorbereitung die tollsten Geschichten über die soeben auserkorenen fünf "Helden des Alltags". Die recht wenigen biografischen Daten setzten sie mit den Instrumenten Klavier und Akkordeon sowie gesanglich und schauspielerisch in verschiedenen Rollen und Charakteren blitzschnell und professionell in Szene. Das Publikum hatte seine helle Freude daran, von den Akteuren zu erfahren, dass Eric Hammerschmid - frei nach dem Motto "Ich räume da auf, wo andere eine Sauerei hinterlassen haben" - Messi-Haushalte entsorgt und dabei schon einmal auf vergoldete Zähne gestoßen war. Die gefundenen "Goldies" kamen allem Anschein nach der "zahnlosen" Schauspielerin Vera Passy gerade recht.

    Als "beste Friseurin der Welt" zeichneten die Improvisationskünstler die Hundebesitzerin Irene Weidenbach aus, die mit ihrem Twingo als Mobile Friseurin unterwegs ist, während sie Marcella Krings, die später einmal Kamerafrau werden möchte, in ihrem Lied versprachen: "Du wirst die erste prämierte Kamerafrau sein." Absolut sehens- beziehungsweise hörenswert war auch der umgetextete Song "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen, den die Springmäuse Elfi Priess widmeten. Dieses "schöne Akkordeonlied", wie Gilly Alfeo den Song bezeichnete, ging den Besuchern förmlich unter die Haut. Im Laufe des Abends wurde dem Publikum vermittelt, dass jedermann ein Held des Alltags sein kann. Um das in Erfahrung zu bringen, muss man eben tiefgründig und feinfühlig vorgehen.

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

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