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  • Finanzen Erhebliche Mittel im aktuellen Etat

    Mittel im Haushalt 2017 eingestellt: Herresbach lässt viele Straßenleuchten umrüsten

    Herresbach. Das Thema Straßenleuchten dominiert die finanzielle Situation von Herresbach in diesem Jahr. Den Haushaltsplan 2017 hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig verabschiedet. Das Zahlenwerk sieht ein Minus im sechsstelligen Bereich vor.

    Alte Straßenleuchten (im Bild links) sollen in Herresbach unter anderem in der Hauptstraße umgerüstet werden. Dafür wurden Mittel in den Etat eingestellt, der nun vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurde. Foto: Elvira Bell
    Alte Straßenleuchten (im Bild links) sollen in Herresbach unter anderem in der Hauptstraße umgerüstet werden. Dafür wurden Mittel in den Etat eingestellt, der nun vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurde.
    Foto: Elvira Bell

    Insgesamt 70.000 Euro sind für Investitionen eingeplant. Sie werden ausschließlich für das Erneuern der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße verwendet. Das Umrüsten auf LED-Technik war ursprünglich schon für das vergangene Jahr angedacht, hat sich aber verzögert. Einkalkuliert sind für diese Maßnahme allerdings auch Ausbaubeiträge. Sie werden mit 45.000 Euro im aktuellen Etat berücksichtigt.

    Auch außerhalb der Hauptstraße sollen alte Leuchtköpfe ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich um Peitschenlampen, die ebenfalls auf LED-Technik umgestellt werden. Nicht betroffen sind neuere Modelle wie beispielsweise im Birkenweg, erläuterte Ortsbürgermeister Hermann-Josef Schäfer. Für das Umrüsten sind 55.000 Euro veranschlagt. Allerdings erhält die Ortsgemeinde aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0, einer Initiative des Bundes, einen Zuschuss in Höhe von 19.300 Euro. Die Jagdgenossenschaft steuert außerdem 30.000 Euro bei. Mindestens 44 Leuchtköpfe sollen ausgewechselt werden. Der Ortschef hofft jedoch, dass das Budget sogar noch ausreicht, um 30 weitere Lampen umzurüsten, sodass am Ende alle Peitschenleuchten mit der neuen Technik betrieben werden.

    Das Umstellen soll voraussichtlich im Mai beginnen. In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Gemeinderat die dafür notwendigen Installationsarbeiten für fast 5200 Euro an eine Firma aus Adenau vergeben. Darüber hinaus hat das Gremium den Ortschef ermächtigt, den Auftrag für die Lieferung der Leuchten an einen Anbieter zu erteilen. Das neue Modell kann gedimmt werden. Ob es trotz dieser Option künftig beim Abschalten der Straßenlampen zwischen Mitternacht und 5 Uhr an Wochentagen bleibt, hält sich der Gemeinderat noch offen. Dieser Schritt, den das Gremium aus Kosten- und Energiespargründen beschlossen hatte, hatte vor rund einem Jahr Kritik ausgelöst, weil sich einige Anwohner unter anderem in ihrer Sicherheit beeinträchtigt fühlen.

    Ein weiterer Haushaltsansatz wurde für Arbeiten an der Kapelle in Herresbach berücksichtigt. Deren Dachstuhl ist sanierungsbedürftig. Insgesamt wird mit Kosten von rund 300.000 Euro gerechnet, an denen sich die Ortsgemeinde mit 10.000 Euro beteiligen will. Ob dieses Geld in diesem Jahr ausgezahlt wird, steht aber noch nicht fest. Die Pfarrgemeinde benötigt nämlich auch einen Zuschuss des Bistums Trier, der vor Kurzem beantragt wurde. Derzeit dauert die Prüfung jedoch an, sodass es noch keinen Zeitplan für die Arbeiten gibt.

    Schon vor drei Jahren hatte der Gemeinderat das Erstellen eines Dorferneuerungskonzepts beschlossen. Hierfür wurde nun ein Ansatz in Höhe von 9000 Euro im Etat reserviert. Mit den Einwohnern sollen in diesem Zusammenhang Ideen gesammelt werden, zum Beispiel für die Teichanlage in Döttingen, auf der sich keine Tiere mehr befinden. Wie Schäfer anmerkte, könnte es jedoch schwierig werden, die Anregungen umzusetzen, da der Gemeinde nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

    Ohnehin ist es um die Haushaltslage von Herresbach nicht gut bestellt. „Uns fehlen wichtige Einnahmequellen, aus denen wir positive Werte zur Finanzierung unsere notwendigen kommunalen Aufgaben schöpfen können. Sparen alleine kann nicht zur Weiterentwicklung beitragen“, sagte der Ortsbürgermeister. Das Eigenkapital schrumpfe von Jahr zu Jahr. Für 2017 wird mit einem Fehlbetrag in Höhe von 158.970 Euro gerechnet, der mit neuen Krediten gedeckt werden müsste. Auf diese konnte die Gemeinde 2016 verzichten, weil die Rücklage noch ausreichte, um das Minus aufzufangen.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    Haushalt 2017 in Kürze

    Ergebnishaushalt Erträge: 519.440 Euro Aufwendungen: 705.440 Euro Fehlbetrag: 186.000 Euro

    • Finanzhaushalt Ordentliche Einzahlungen: 487.540 Euro Ordentliche Auszahlungen: 593.800 Euro Saldo: -106.260 Euro
    • Einnahmen durch Zuwendungen (Bund, Land): 115.070 Euro durch Steuern und ähnliche Abgaben: 305.620 Euro
    • Abgaben durch die Kreisumlage: 164.000 Euro durch die VG-Umlage: 109.000 Euro
    • Geplante Kredite Liquiditätskredit: 133.970 Euro Investitionskredit: 25.000 Euro
    • Schuldenstand (Anfang 2017): 531.951 Euro
    • Voraussichtliches Eigenkapital (Ende 2017): 3.675.944 Euro
    Online regional
    Nina Borowski

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