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    AndernachMenschenraub: Staatsanwalt fordert Haft

    Die Drogenparty in einer Andernacher Wohnung endete im Januar 2011 mit mehreren Verbrechen. Zwei der vier Angeklagten sollen sich der schweren räuberischen Erpressung und Nötigung schuldig gemacht haben.

    Foto: picture-alliance

    Davon ging am Donnerstag der Staatsanwalt aus. Er forderte vor der Neunten Großen Strafkammer des Koblenzer Landgerichts, gegen den einen der Angeklagten eine Freiheitsstrafe von acht und gegen den anderen von vier Jahren zu verhängen. Die beiden Verteidiger plädierten auf Freispruch.

    Ursprünglich waren es vier Angeklagte. Einer von ihnen legte gleich zu Prozessbeginn im Dezember ein Geständnis ab. Er wurde unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, schwerer Körperverletzung und Geiselnahme zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Taten ereigneten sich an verschiedenen Tagen. Die jetzt zur Verurteilung anstehenden Taten wurden im Januar 2011 verübt.

    Während der Party war es zu einem Streit um Geld gekommen. Der bereits Verurteilte bedrohte einen Kumpel mit dem Hals einer abgeschlagenen Glasflasche und forderte Wertsachen. Alle Männer verließen die Wohnung mit zwei Computern, einem Flachbildschirm, einem Handy und einer Armbanduhr. Nach Auffassung des Staatsanwalts waren die beiden Männer (24), um die es gestern ging, Mittäter, die sich der versuchten schweren räuberischen Erpressung und der Nötigung schuldig gemacht haben. Einer habe sein Opfer zusammengeschlagen und ein gefährliches Werkzeug eingesetzt. Die beiden Angeklagten hätten im Sucht- und Drogenrausch ein unbeherrschtes Verhalten gezeigt. Vier beziehungsweise acht Jahre Freiheitsstrafe seien angemessen. Die Verteidiger quittierten dies mit Unverständnis. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum der Staatsanwalt den wenig glaubwürdigen Zeugen mehr Glauben schenke als ihren Mandanten. "Mein Mandant hat sich rechtzeitig aus der Wohnung entfernt und von dem eigentlichen Geschehen nichts mitbekommen", sagte ein Verteidiger. Das habe er immer betont. Die Aussage sei von seiner Freundin bestätigt worden, an deren Glaubwürdigkeit nicht gezweifelt werde. Der zweite Verteidiger fragte, warum die räuberische Erpressung erst ein Jahr später angezeigt wurde? Sein Mandant habe das Opfer nicht attackiert, er sei lediglich dazwischengegangen, um die beiden auseinanderzubringen. Beide Verteidiger meinen, ihre Mandanten sind freizusprechen. "Ich stehe zum ersten Mal zu Unrecht vor Gericht", betonte einer der beiden Angeklagten. Der andere schloss sich den Ausführungen seines Verteidigers an. Die Urteile werden am 7. Mai verkündet.

    Von unserer Mitarbeiterin Renate Holbach

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