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    Mendig/Kreis MYKMendiger Flüchtlingsheim: Entscheidung fällt erst im Januar

    Die Entscheidung über die Unterbringung von Flüchtlingen in Mendig ist vertagt worden. Das hat die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mitgeteilt. Vertreter des Landes, des Kreises, der Verbandsgemeinde und der Stadt Mendig hatten sich am Mittwochvormittag im Kreishaus getroffen, um verschiedene Varianten für eine Erstaufnahmeeinrichtung in Mendig zu besprechen. Zu einem konkreten Ergebnis sind die Beteiligten dabei aber nicht gekommen.

    Die ehemalige Bundeswehrsiedlung "Yellowtown" in Mendig ist als möglicher Standort für eine Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.
    Die ehemalige Bundeswehrsiedlung "Yellowtown" in Mendig ist als möglicher Standort für eine Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.
    Foto: Andreas Walz

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Das Land ist auf der Suche nach Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende. Der Standort Mendig ist schon seit längerem im Gespräch, um "eine größere Anzahl Flüchtlinge" unterzubringen, wie es in einer Pressemitteilung des Kreises Mayen-Koblenz heißt. Und auch der Kreis MYK sucht derzeit nach Möglichkeiten, um Flüchtlinge vorübergehend und zeitlich begrenzt unterzubringen. Mit Blick auf Mendig hat der Kreis daher mit dem Land bereits besprochen, dass 100 bis 150 Plätze dem Landkreis zur Verfügung gestellt werden, falls eine Erstaufnahmeeinrichtung in Mendig entsteht. So könnten nach Informationen unserer Zeitung bis zu 1000 Flüchtlinge nach Mendig kommen.

    Um sie unterzubringen, stehen nach RZ-Informationen drei Alternativen zur Debatte. Dabei geht es zum einen um die Unterbringung in bereits vorhandenen Immobilien. Infrage kommen die ehemalige Bundeswehrsiedlung "Yellowtown" am Drosselweg in Niedermendig sowie Gebäude auf dem Flugplatz Mendig. Beide Standorte hat sich das Land bereits näher angesehen. Zum anderen haben die Mendiger eine eigene Alternative ins Gespräch gebracht: die Unterbringung von Flüchtlingen in günstigen Holzblockhäusern, die an mehreren Standorten errichtet werden könnten.

    Eine Ideallösung gibt es offenbar nicht. Für jede der drei Varianten lassen sich Gegenargumente finden. Bei einer Unterbringung von mehreren Hundert Flüchtlingen in "Yellowtown" beziehungsweise auf dem Flugplatz befürchten die Mendiger eine Gettobildung. Sie möchten die Flüchtlinge lieber weiterhin dezentral unterbringen. Hinzu kommt, dass die fraglichen Gebäude zum Teil schon seit Jahren leer stehen und instand gesetzt werden müssten. Geklärt werden müsste zudem, ob eine Unterkunft auf dem Flugplatz, der als Gewerbegebiet ausgewiesen ist, überhaupt möglich ist.

    Eine dezentrale Unterbringung in neuen Blockhäusern würde zwar eine Gettobildung verhindern. Allerdings wäre der Bau der Häuser mit Kosten verbunden, die vermutlich die Mendiger tragen müssten. Die Verbandsgemeinde Mendig hat in ihren Etatentwurf für das kommende Jahr bereits einen vorsorglichen Betrag von 900.000 Euro für den Bau oder den Ankauf von Flüchtlingsunterkünften eingestellt. Ob dieser Betrag ausreicht, ist offen.

    Zum aktuellen Stand der Beratungen machte die Kreisverwaltung gestern keine näheren Angaben. Ob eine der Varianten bereits aus dem Rennen ist oder ob weitere Alternativen geprüft werden, teilte der Kreis nicht mit. Vielmehr hieß es, dass Varianten nun ergebnisoffen über den Jahreswechsel geprüft werden. "Im Januar will man sich erneut treffen, um dann zu entscheiden", heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

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