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    Kreis MYKMayen legt zu, Andernach speckt ab

    Mayen zählt zu den Gewinnern der Bundeswehrstrukturreform. In der Gelneral-Delius-Kaserne werden künftig noch mehr Soldaten ihren Dienst verrichten, die Zahl der Dienstposten steigt von 570 auf insgesamt 1040. In Andernach hingegen werden Stellen abgebaut.

    Flaggenappelle wird es weiterhin in der General-Delius-Kaserne geben - der Standort bleibt erhalten und wird sogar aufgewertet.
Foto: Andreas Walz
    Flaggenappelle wird es weiterhin in der General-Delius-Kaserne geben - der Standort bleibt erhalten und wird sogar aufgewertet.
    Foto: Andreas Walz

    Kreis MYK - Mayen zählt zu den Gewinnern der Bundeswehrstrukturreform. In der Gelneral-Delius-Kaserne werden künftig noch mehr Soldaten ihren Dienst verrichten, die Zahl der Dienstposten steigt von 570 auf insgesamt 1040. Zum Zentrum Operative Information (ZOPInfo) und dem Bundeswehrdienstleistungszentrum wird die Regionale Sanitätsversorgung ihren neuen Standort in der Osteifel finden. Dagegen muss der Standort Andernach abspecken. In der Krahnenberg-Kaserne, Wiege der Bundeswehr, gibt es statt wie bisher 190 nur noch 150 Dienstposten.

    Das Gros des Zuwachses in Mayen geht aufs Konto des bisher in der Koblenzer Falckenstein-Kaserne stationierten Bataillons 950 für Operative Information: Es zieht in die General-Delius-Kaserne um. Deren Stellvertretender Kommandeur, Oberst Horst Schallenberg, freut sich: "Damit ist Bundesverteidigungsminister Thomas de Mazière unserem Vorschlag gefolgt." Immerhin spart die Bundeswehr mit der Fusion auch ein paar Führungskräfte ein. Denn die zusammengelegte Einheit braucht dann zum Beispiel nur noch einen Presseoffizier und eine Stelle für militärische Sicherheit. Folge der Umstrukturierung ist jedoch auch, dass zukünftig wohl mehr Soldaten aus Mayen nach Afghanistan und in den Kosovo gehen. Denn das Bataillon 950 ist für mobile Medien im Einsatz zuständig.

    Neue Ausrichtung

    Gleichzeitig will das ZOPInfo sich neu ausrichten, kündigt Schallenberg an: Statt nur einseitig Informationen an Zielgruppen in Einsatzländern herauszugeben, wird man sich stärker auf (beidseitige) Kommunikation konzentrieren und sich in ZOPKom umbenennen. Wie Bundeswehrinformationen in der afghanischen oder kosovarischen Bevölkerung aufgenommen werden - und warum vielleicht nicht so, wie die Bundeswehr sich das wünscht - , soll wissenschaftlich untersucht werden. Ob es klassische Informationsprodukte wie Broschüren oder doch eher persönliche Gespräche mit Multiplikatoren sind, mit denen sich "das Umfeld eines Einsatzes positiv gestalten lässt": Das soll die psychologische Analyse herausstellen, sagt der Stellvertretende Kommandeur.

    Mit dem Umzug des Koblenzer Bataillons rechnet er aber erst 2014: Vorher müssen in Mayen noch drei 1962 errichtete Gebäude grundsaniert werden. Sie wurden in den vergangenen Jahren nicht gebraucht. Für die rund 930 militärischen und 120 zivilen Beschäftigten, die dann in der General-Delius-Kaserne Dienst tun, kommen auch eine eine neue Sporthalle und ein Lehrgangsgebäude hinzu.

    Was geschieht in Andernach?

    Anders als in Mayen ist über die neue Ausrichtung der Truppe in Andernach noch nichts bekannt. Das in der Krahnenberg-Kaserne untergebrachte Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen wird in Institut für Präventivmedizin umbenannt. Die Bundeswehr konnte auf RZ-Anfrage allerdings nicht erklären, für welche Aufgaben das neue Institut zuständig ist und inwiefern die Reduzierung der Truppe die Arbeit in Andernach beeinflusst. Nähere Informationen werden erst im Laufe der Woche bekannt.

    "Wir sind froh, dass der Standort Andernach erhalten bleibt", erklärt Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten. Allerdings bedauert er, dass die Bundeswehr vorraussichtlich 40 Stellen abbaut. "Das muss sozialverträglich passieren. Niemand darf seinen Arbeitsplatz verlieren."

    Von Dorothea Müth, Christian Weihrauch und Thomas Brost

    Mayen-Andernach
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