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  • Lukasmarkt: Züchter zeigen ihre Tiere auf dem Schafmarkt

    Mayen. Der Lukasmarkt-Mittwoch, der sogenannte Schaftag, ist seit mehr als 600 Jahren ein wichtiger Treffpunkt für Schäfer und Schafhalter. Als einziger Schafmarkt in Rheinland-Pfalz hat die Veranstaltung einen hohen Stellenwert. Sie gilt auch heute noch als der Spiegel der Schafzucht.

    Im Mittelpunkt des Schafmarkts stand die Herdbuchschau der Landschafrassen des Landesverbands der Schaf- und Ziegenhalter und -züchter.  Foto: Elvira Bell
    Im Mittelpunkt des Schafmarkts stand die Herdbuchschau der Landschafrassen des Landesverbands der Schaf- und Ziegenhalter und -züchter.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    Jährlich wechselnd wird vom Landesverband der Schaf- und Ziegenhalter und -züchter Rheinland-Pfalz eine Gebrauchsherdenschau oder eine Herdbuchschau mit Prämierung vorgenommen. Gestern stand die Herdbuchschau der Landschafrassen an. Insgesamt elf Beschicker waren auf den Viehmarkt gekommen, um insgesamt 65 Zuchtschafe und -böcke unterschiedlicher Rassen vor den Augen Hunderter Zuschauer von der Jury begutachten zu lassen.

    Ein sehr hohes Zuchtniveau bescheinigte Diplom-Agraringenieur Rainer Wulff von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, der seit mehr als drei Jahrzehnten den Schafmarkt organisiert, dem Anschauer Züchter Klaus Engels. Engels konnte es am Mittwochnachmittag kaum fassen: Sein vor knapp drei Jahren geborenes Coburger Fuchsschaf wurde zur "Miss Mayen" gekürt. "Ich habe tatsächlich das schönste Schaf", jubelte Engels, der seit den 1990er-Jahren Coburger Fuchsschafe züchtet, eine vor Jahren fast vom Aussterben bedrohte Rasse.

    Einen hervorragenden Eindruck in punkto Körperbau, Ausstrahlung und Wolle hinterließen außer "Miss Mayen" auch weitere Tiere von Klaus Engels bei den Preisrichtern Markus Steffens, Klaus Knobloch und Marco Berweiler, den Verantwortlichen im Richtring. Neben einer Urkunde des Landesverbands konnte Engels von Bürgermeister Rolf Schumacher auch den Ehrenpreis der Stadt Mayen in Empfang nehmen. Für Engels ist es nicht die erste Auszeichnung: Manfred, einer seiner Böcke, war 2006 in Berlin im Rahmen der Grünen Woche zum Bundessieger gekürt worden.

    Den Stellenwert des Mayener Schafmarktes erläuterte Organisator Rainer Wulff: "Die Schäfer, deren wirtschaftliche Lage nicht rosig ist, nutzen diesen Tag um Erfahrungen auszutauschen." Der Berufsstand habe Nachwuchsprobleme, sagte Wulff. "Die Schäfer sind an sieben Tagen in der Woche meist zehn Stunden für wenig Lohn im Einsatz." Da bliebe unterm Strich nicht einmal der Mindestlohn übrig. Da sei die Regierung gefordert.

    Sorge bereitet dem Zuchtleiter auch die Tatsache, dass der Bestandsabbau bei Schafen alarmierend sei. Wie bedrohlich die Lage ist, untermauerte Wulff mit Zahlen: "Heute haben wir in Rheinland-Pfalz 75 000 Muttertiere, vor 15 Jahren waren es noch doppelt so viele." Stark rückläufig sind auch die Auftriebszahlen beim Mayener Schafmarkt. "In früheren Zeiten waren an diesem Tag rund um die Stadtmauer und die Genovevaburg 8000 bis 10.000 Schafe zu sehen. 1950 waren es 5500, 1964 noch 1000 und 1985 noch 300 Schafe."

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    Nina Borowski

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