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  • Kreisnarrentreffen: 800 Narren bejubeln den Kreiswackesträger in Kottenheim

    Kottenheim. Das 100-jährige Bestehen der Karnevalsgesellschaft Kottenheim wurde im Bürgerhaus durch das traditionelle Kreisnarrentreffen gekrönt. Winfried Erbar erhält die höchste närrische Auszeichnung des Landkreises.

    Landrat Alexander Saftig (links), Elfi Erbar (2. von links), die Gattin des neuen Kreiswackesträgers, sowie die Jurymitglieder Peter Schmitz-Hellwing (4. von links) und Lea Bales von der Kreisverwaltung (rechts) freuten sich gemeinsam mit Winfried Erbar (Bildmitte) über die Trophäe.
    Landrat Alexander Saftig (links), Elfi Erbar (2. von links), die Gattin des neuen Kreiswackesträgers, sowie die Jurymitglieder Peter Schmitz-Hellwing (4. von links) und Lea Bales von der Kreisverwaltung (rechts) freuten sich gemeinsam mit Winfried Erbar (Bildmitte) über die Trophäe.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    Nicht nur bei ihren vielen Sitzungen, auch bei dieser Großveranstaltung erwiesen sich die Kottenheimer Karnevalisten als hervorragende Gastgeber.

    Eine Heerschar von Karnevalisten war der Einladung von Landrat Alexander Saftig und RKK-Präsident Peter Schmitz-Hellwing gefolgt. Von Stunde zu Stunde stieg unter den potenziellen Anwärtern aus dem MYK-Land die Spannung: Welcher verdiente Karnevalist wird dieses Mal das aus Basalt geformte Narrengesicht erhalten und sich in die Schar der Kreiswackesträger im Kreis Mayen-Koblenz einreihen? Nach einem wahren Marathon von Ordensverleihungen und hochkarätigen Tanzdarbietungen begann Kreischef Saftig mit der Verleihungszeremonie. Peu à peu, wohl dosiert gab er Details zum närrischen Wirken des Preisträgers preis und heizte die Spannung weiter an. Die gut 800 Narren aus 91 verschiedenen Karnevalsvereinen wurden zunehmend unruhiger - wer würde es denn wohl sein?

    Die vierköpfige Jury mit Landrat Saftig, dem neuen RKK-Präsidenten Schmitz-Hellwing, Peter Burger, stellvertretender Chefredakteur der Rhein-Zeitung, und Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, hatte einen Mann auserkoren. "Nachdem wir im letzten Jahr mit Marga Distelkamp eine Persönlichkeit von der schäl Sick aus Bendorf-Mülhofen geehrt haben, ist die Wahl in diesem Jahr auf eine Person gefallen, die linksrheinisch zu Hause ist", verriet der Landrat in seiner Laudatio weiter. Der neue Würdenträger sei einer, bei dem karnevalistisches Blut in den Adern fließt und der sämtliche karnevalistischen Gene von seiner Mutter, einer Urmöhn im Karneval, geerbt habe. Weitere Mosaiksteinchen wie etwa die Anspielung auf seine Körpergröße, die ihm den Ruf als "der kleine Prinz" einbrachten, sowie seine Tätigkeit beim RKK als engagierter Tanzturnierleiter folgten. Bis Saftig endlich den erlösenden Satz "Es ist Winfried Erbar" in den Saal rief.

    Der wurde dann sogleich unter dem Jubel der Prinz-Ludwig- und der Rot-Weiss-Garde der Mülheimer Karnevalsgesellschaft auf die Bühne geleitet. "Eigentlich wollte ich ja, nachdem ich am Samstag nach 17 Jahren als Präsident der Mülheimer Karnevalsgesellschaft aufgehört habe, etwas kürzertreten", schilderte der sichtlich gerührte Karnevalist. Der 62-Jährige fügte jedoch strahlend hinzu: "Ich glaube, das wird nun dann doch etwas anders werden, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte."

    Als der Landrat die Laudatio gehalten hatte, habe er zuerst gedacht: "Manches kommt mir irgendwie bekannt vor. Oh, es muss ja noch so einen Verrückten wie dich geben", verriet Erbar im Gespräch mit unserer Zeitung. "Es ist einfach ganz, ganz toll."

    Das närrische Schmuckstück bekommt einen Ehrenplatz am Kamin der Erbars. Als erste Gratulantin hieß Kreiswackesträgerin Liesel Krings aus Mülheim-Kärlich den Neuen im Kreise der Kreiswackenträger willkommen. Auch Uli Klöckner gratulierte zu dieser besonderen Trophäe. Der Stadtbürgermeister von Mülheim-Kärlich hat spontan für den kommenden Dienstag zu Ehren von Winfried Erbar zu einem Empfang ins Vereinshaus eingeladen.

    Allen Grund, stolz zu sein, hatte auch Albert Berg-Winters. Der Landrat a. D. hatte 1997 gemeinsam mit dem damaligen RKK-Chef Peter Schmorleiz das Kreisnarrentreffen ins Leben gerufen: "Ich bin froh und glücklich, dass diese Veranstaltung sich ungebrochener Beliebtheit erfreut und fortlebt." Bisher wurden 13 Männer und fünf Frauen, davon ein Ehepaar, mit dem Kreiswackes ausgezeichnet.

    Durch den Abend hatten Marc Bell-Schäfgen, der Vorsitzende, und Rudolf Weiler, der Sitzungspräsident der KKG, geführt. Sie zeigten sich vor allem erfreut, dass die Organisation der Großveranstaltung so gut geklappt hat.

    Kottenheimer empfingen die Kreisnarrenschaft
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