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    Kandidatenporträt Wahlkreis 11: Clemens Hoch tritt für SPD an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Clemens Hoch kandidiert für die SPD.

    Vor den Ehrenamtlichen des Andernacher Reparatur-Cafés möchte Clemens Hoch fotografiert werden. Er will das Ehrenamt stärken.  Foto: Yvonne Stock
    Vor den Ehrenamtlichen des Andernacher Reparatur-Cafés möchte Clemens Hoch fotografiert werden. Er will das Ehrenamt stärken.
    Foto: Yvonne Stock

    Von unserer Redakteurin Yvonne Stock

    Andernach. Politische Karriere kann man nicht planen, davon ist Clemens Hoch überzeugt. Dass er heute mit 38 Jahren als Chef der Staatskanzlei in Mainz antritt, um den Wahlkreis 11 zurückzugewinnen, sei einer Mischung zu verdanken, erzählt der Jurist: "Wenn ich etwas mache, dann richtig". Und man müsse zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und Glück haben. Dass er sich mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer gut versteht, schadet sicherlich auch nicht.

    Wie seine Chefin ist er im Wahlkampfmodus und trotz gegenteiliger Umfragen davon überzeugt, dass die SPD stärkste Kraft wird. Falls die CDU gewinnt, wäre er seinen Job los. Dank Listenplatz 16 hat er ein Mandat sicher, in einer Großen Koalition gehört er zu denen, an die gedacht wird. Das Organisieren der Schaltzentrale der Macht in Mainz ist sein Ding, beteiligt an allen wichtigen Entscheidungen, kaum repräsentative Aufgaben. "Das ist die Krönung einer politischen Karriere." Hoch ist 36, als sie beginnt. Er hat noch Zeit für Höheres, aber: "Ich habe keine Ambitionen, weiter zu denken", sagt der Mann, der schon als Jugendlicher lieber in der Politik mitmischte anstatt nur zu diskutieren.

    Außerdem ist da ja noch seine Frau, Ingenieurin, und drei Kinder. Hoch versucht alle jeden Tag einmal wach zu erleben und pendelt. "Weil ich gefahren werde, sind das drei Stunden gewonnene Arbeitszeit." Die Bäckerjungenstadt zu verlassen, kommt für den gebürtigen Andernacher, der in einer Juristenfamilie aufgewachsen ist, nicht in Frage: "Das ist mein Zuhause, ich bin kein Großstadtmensch."

    "Schweren Herzens" habe er sein Stadtratsmandat aufgegeben. Die Sitzungen um 18 Uhr sind nicht zu schaffen für jemanden, der abends zu Hause weiterarbeitet. Wie er den Stress aushält? "Man steht so unter Strom, dass es kein Stress ist", sagt Hoch, dessen Hände während des Gesprächs nie ruhig auf der Tischplatte ruhen und alle paar Minuten zum Smartphone greifen. Nur die Kreistagstermine hat er geblockt: "Ich will wissen, wie die Kommunalpolitik denkt." Zu einem Kämpfer fürs Ehrenamt passt so ein Mandat ja auch ganz gut - im Reparatur-Café wäre er keine große Hilfe, gibt Hoch zu.

    RZ-Wahlfragebogen: Clemens Hoch antwortet

    Das Ehrenamt ist einer von drei Punkten, bei denen er in der rot-grünen Landespolitik Verbesserungsbedarf sieht. Das Projekt "Ich bin dabei" will er institutionalisieren. Ansprechpartner beim Land sollen die Koordinatoren unterstützen. Und Hoch will mehr Menschen fürs Ehrenamt begeistern.

    Kommen Kitakinder in die Schule, tut sich da manches Mal für Eltern, die Beruf und Familie vereinbaren wollen, ein Loch auf. "Wir müssen daran arbeiten, dass die Eltern ihre Kinder mit Hilfe des Staates verlässlich betreut wissen." Hoch hätte gerne eine Betreuungsgarantie. "Das wird nicht sofort klappen." Er will es schrittweise angehen. Auf die Frage angesprochen, ob beim Kita-Ausbau manchmal Quantität vor Qualität gegangen ist, sagt Hoch, dass bei ihm keine massenhaften Beschwerden angekommen seien.

    Der dritte Punkt des Politikers, ist zu organisieren, dass Menschen wie gewünscht alt werden können. Und dass berufstätige Eltern Hilfe bekommen bei der Organisation der Pflege ihrer Eltern. Die Einführung eines Pflegemanagers, angedockt an die Pflegestützpunkte, sei dazu der Vorschlag der SPD.

    80 Prozent aller Bürgeranfragen an ihn drehten sich aber um Flüchtlinge. Hoch verkneift sich während des Gesprächs, seine Chefin extrem zu loben. Bei ihrer Abschiebepraxis und der Registrierung der Flüchtlinge macht er eine Ausnahme. "Man muss den Bürgern die Angst nehmen und zeigen, dass der Staat handlungsfähig ist", sagt der 38-Jährige. Deutschland müsse in Syrien mit für Frieden sorgen und die Flüchtlinge befähigen, ihr Land wieder aufzubauen. Dieses Mal gehe es bei der Wahl auch um die Frage, ob der gesellschaftliche Frieden erhalten bleiben soll, so Hoch, der ein knappes Rennen um das Direktmandant erwartet.

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