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    Kreis MYKJagd nach günstigem Heizöl in vollem Gange

    Die Scheichs ärgert's, die Verbraucher freuen sich: Die Heizölpreise schonen die Portemonnaies, denn diese sind momentan so günstig wie schon lange nicht mehr.

    Artur Bauer vom Mineralölhandel Schmitt hat derzeit, wie seine Kollegen, alle Hände voll zu tun.  Foto: Elvira Bell
    Artur Bauer vom Mineralölhandel Schmitt hat derzeit, wie seine Kollegen, alle Hände voll zu tun.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    Anders als der Benzinpreis richtet sich der Ölpreis fast ausschließlich nach dem Ergebnis, das an der Börse erzielt wird. Und dort erlebt das schwarze Gold nach einem kräftigen Preisrutsch im Sommer einen kontinuierlichen Preisverfall. "In der dritten Kalenderwoche war das Heizöl in diesem Jahr bisher am billigsten: bei einer Abnahme von 2000 Liter kostete es rund 38 Cent inklusive Mehrwertsteuer", erklärt Artur Bauer, Leiter des Tagesgeschäfts bei dem Unternehmen Peter Schmitt. Am gleichen Tag des Vorjahres mussten seine Kunden 60 Cent pro Liter hinblättern. Am 12. Februar war der Ölpreis leicht gestiegen. Der Liter kostete 39,90 Cent, und am gleichen Tag des Vorjahres 65 Cent.

    "Momentan wird richtig viel bestellt. Die Menschen decken sich ein und lassen ihre Tanks im Gegensatz zu den Jahren, in denen das Heizöl wesentlich teurer war, bis zum Rand auffüllen", beobachtet Bauer. Vor den Preissenkungen hätten die Kunden, zumeist turnusmäßig vor dem Wintereinbruch ihrem Geldbeutel entsprechend, oft nur 500 oder 1000 Liter geordert, oder zusammen mit den Nachbarn bestellt. Heute wird locker die doppelte Menge an Heizöl geordert - je nach Tankgröße. Der niedrige Heizölpreis führt allerdings dazu, dass die Kunden momentan bis zu zwei Wochen auf ihre Lieferung warten müssen. "Wenn es dringend ist, liefern wir natürlich am gleichen Tag", sagt Bauer, dessen Kundenkreis sich von der Eifel bis Koblenz und Cochem erstreckt.

    Obwohl viele Ölheizungsbesitzer schon vor der eigentlichen Heizperiode ihre Tanks gefüllt haben und der Winter bisher zudem recht mild war, ist derzeit auch bei der Firma Knauber die Nachfrage hoch, sagt Erwin Kuhlen, Vertriebsleiter der Knauber Mineralöl GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn, das in Mayen bis vor einigen Jahren mit einem großen Hobbymarkt ansässig war, liefert im Umkreis von etwa 100 Kilometern. Dem Eindruck von Erwin Kuhlen nach bestellen auch Kunden, deren Tanks jetzt noch gut gefüllt sind, wegen des günstigen Heizölpreises. "Die Leute können sich bei uns einen günstigen Tagespreis sichern und die Lieferung erfolgt an einem späteren Wunschtermin. Eine nachträgliche Preiskorrektur ist allerdings nicht mehr möglich. Wie lange die Preise so günstig bleiben, ist schwer zu sagen."

    Zwar könne der Literpreis beim Heizöl noch um ein, oder zwei Cent fallen, das mache bei einem Durchschnittshaushalt und einer Tankfüllung von 2000 bis 3000 Liter aber nur ein paar Euro aus, meint der Vertriebsleiter.

    Einen historischen Höchststand in der Bevorratung sieht aktuell Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte. Die niedrigen Preise der vergangenen Monate seien von vielen Verbrauchern genutzt worden. Es lohne sich für die Kunden auch weiter, den eigenen Heizöl-Vorrat zu kontrollieren und bei Bedarf aufzufüllen. "Wir haben den preislichen Bodensatz erreicht und der wird voraussichtlich nicht mehr deutlich unterboten werden". Dass der Preis in absehbarer Zeit deutlich nach oben schnellen wird, damit ist nach Aussage von Funke auch nicht zu rechnen. "Dafür ist die Versorgungslage von der Angebotsseite her zu gut. Tendenziell - mit gewissen kleineren Schwankungen - wird sich an der Lage voraussichtlich so schnell nichts ändern".

    Die Heizöllieferanten freut natürlich, dass viele Verbraucher gegenüber Ölheizungssystemen nun durchaus wieder positiv eingestellt sind. "Als Folge der günstigen Heizölpreise wurden im vergangenen Jahr 30 Prozent mehr an neuen Brennwertheizungen, oft in Verbindung mit Solaranlagen, verkauft ", so Funke.

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