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    MendigHeeresmusiker stimmen in Mendig auf Weihnachten ein

    Das Heeresmusikkorps Koblenz hat in der in der Mendiger Pfarrkirche St. Cyriakus ein Benefizkonzert zugunsten der Aktion Regenbogen gegeben. Rund 200 Zuhörer verfolgten voller Begeisterung das Adventskonzert unter der Leitung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe.

    Seit Juli 2014 wird das Musikkorps von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe, die auch durch das Programm führte, geleitet.
    Seit Juli 2014 wird das Musikkorps von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe, die auch durch das Programm führte, geleitet.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    Das Heeresmusikkorps brachte mit seiner neu aufgestellten Blechbläserbesetzung, dem Saxofonquartett und dem großen Blasorchester mit unglaublicher Präzision und Spielfreude ein breites Spektrum klassischer, geistlicher und weihnachtlicher Musik zu Gehör. Die Stadt Mendig, die Pfarreiengemeinschaft Mendig und das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr hatten zu dem Konzert eingeladen.

    Weihnachtliche Eröffnungsmusik trug dazu bei, dass die Zuhörer sich zurücklehnen und das glanzvolle musikalische Ereignis einfach genießen konnten. Oberstleutnant Schütz-Knospe ging in ihrer Moderation auf die Werke und deren Besonderheiten ein, die die Berufsmusiker meisterhaft interpretierten. Den musikalischen Bogen spannte das Heeresmusikkorps von Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in c-Moll über vier Sätze der "Pastorale de Provence" von Franco Cesarini, ein Klarinettensolo von Hauptfeldwebel Michael Eder aus der Musik zum Film "Schindlers Liste" bis hin zu Karel Svobodas "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" aus dem gleichnamigen Film. Der gemeinsam gesungene Choral "Macht hoch die Tür" krönte den außergewöhnlichen Musikgenuss. Das Publikum war begeistert, applaudierte minutenlang und honorierte beim Verlassen der Kirche die Leistungen der Musiker mit Spenden.

    Zu Beginn des Konzertabends hatte Oberst Christian Bader ein Grußwort an die Besucher gerichtet. Der Kommandeur des Zentrums Operative Kommunikation ging auf die Begrenzung der globalen Klimaerwärmung, auf die Flüchtlingssituation und auf die Bundeswehreinsätze ein. "Bis zu 10 000 Flüchtlinge suchen täglich Schutz in unserem Land, und die Bundeswehr bereitet sich auf einen neuen Einsatz zur Unterstützung des Kampfes gegen den sogenannten Islamischen Staat vor." Es sei eine unfriedliche Welt, sagte Bader und fragte: "Müssen wir uns anstecken lassen von dem Unfrieden um uns herum? Dürfen wir nicht mehr unsere Feste feiern?" Genau das Gegenteil sei der Fall, betonte Bader. "Wir brauchen das Innehalten, das Nachdenken und auch die Besinnung, um vielleicht mit anderen Augen auf die Weihnachtsbotschaft zu blicken."

    Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, lenkte den Blick der Zuhörer auf das Jahr 1957: Damals wurde das Heeresmusikkorps von Idar-Oberstein nach Koblenz verlegt, und im selben Jahr schlug die Geburtstagsstunde der Heeresflieger in Mendig. "Viele ehemalige Soldaten, die in Mendig stationiert waren, sind heute hier", stellte Lempertz fest. Mendigs Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für den kulturellen Höhepunkt zu danken. Und Pastor Ralf Birkenheier erinnerte daran, dass zur Zeit mehrere Hundert deutsche Soldaten unterwegs sind, um für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit im Vorderen Orient nicht nur einzutreten, sondern im Äußersten auch ihr Leben einzusetzen. Der Hausherr von St. Cyriakus dankte den Soldaten und zollte ihnen Respekt und Ehrfurcht. "Es ist ein Dienst gegen höllische Aggression und menschenverachtendes Handeln", sagte Birkenheier. Der Geistliche wird am kommenden Montag über den Truppenbetreuungssender Radio Andernach persönliche Worte an die Bundeswehr-Soldaten im Einsatz richten.

    Aktion Regenbogen leistet unbürokratisch Hilfe

    Der Erlös des Benefizkonzertes sowie der Erlös aus dem anschließenden Glühweinverkauf kommt der Aktion Regenbogen zugute, die die Pfarreiengemeinschaft Mendig 2011 gegründet hat. Die Initiative unterstützt sozial schwache Familien und Bedürftige unbürokratisch mit Geld- und Sachspenden sowie kostenloser Beratung. Zusätzlich beteiligt sich das Projekt an der Flüchtlingshilfe. Die Spendensumme steht noch nicht fest. ef

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