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    RiedenGesundheitsminister Daniel Bahr besucht Klinik in Rieden

    Daniel Bahr hat wenig Zeit. Genau eine Stunde ist im Zeitplan des Gesundheitsministers für den Besuch der Klinik am Waldsee in Rieden vorgesehen. Bahr (FDP) ist auf Wahlkampftour in der Region.

    Gesundheitsminister Daniel Bahr (4. von links) hat sich in der Klinik am Riedener Waldsee über die Therapie von Suchtkranken informiert. Chefarzt Dr. Frank Tuchtenhagen (5. von links) begrüßte den Gast.
    Gesundheitsminister Daniel Bahr (4. von links) hat sich in der Klinik am Riedener Waldsee über die Therapie von Suchtkranken informiert. Chefarzt Dr. Frank Tuchtenhagen (5. von links) begrüßte den Gast.
    Foto: Hilko Röttgers

    Nach Rieden ist er auf Einladung der FDP-Kreisvorsitzenden aus den Landkreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz, Ulrich van Bebber und Oliver Engels, und ihres Direktkandidaten für den Wahlkreis 199, Michael Salzmann, gekommen. In der Klinik werden Suchtkranke mit einer sogenannten Doppeldiagnose therapiert: Die Patienten leiden nicht nur an ihrer Sucht, sondern haben zudem eine psychische Erkrankung. Wie ihnen in Rieden geholfen wird und vor welchen Problemen Klinik und Patienten stehen, das möchte der Minister erfahren - innerhalb von 60 Minuten.

    Dass die Beteiligten tatsächlich nach so kurzer Zeit einen Erkenntnisgewinn verbuchen können, ist einer guten Vorbereitung zu verdanken. Zum einen geben Chefarzt Dr. Frank Tuchtenhagen und sein Klinik-Team dem Minister einen guten Einblick in ihre Arbeit. Zum anderen berichtet ein Patient der Klinik über seine Suchtkarriere und die Therapie, die er in Rieden erhält. Schließlich liegt es aber auch an der Professionalität des Ministers. Bahr wirkt zu keinem Zeitpunkt so, als würde er bloß einen weiteren Routine-Termin abspulen. Der Gesundheitsminister fragt immer wieder interessiert nach und steigt mit seinen Gesprächspartnern auch in fachliche Diskussionen ein. "Das müssen Sie mir mal erklären", ist ein Satz, den Bahr in dieser Stunde häufiger sagt.

    Und so erklärt Chefarzt Tuchtenhagen etwa, dass den Patienten in der Klinik ein enger Rahmen vorgegeben wird, der ihren Alltag strukturiert. Dazu gehört auch eine Arbeitstherapie. Bahr fragt nach der Erfolgsquote der Klinik und erfährt, dass sie bei 57 Prozent liegt. "Das ist weit über dem Durchschnitt", sagt der Minister anerkennend. Und als ein Patient der Klinik über seine Sucht erzählt, hakt Bahr nach: "Wo war der Einstieg?" Die Antwort: "Es fängt immer mit dem Alkohol an, weil der legal ist. Und nach und nach verliert man die Hemmungen gegenüber anderen Drogen."

    Es geht aber auch um das Leben nach der Therapie. Als der Wunsch geäußert wird, die Politik solle Betrieben finanzielle Anreize dafür bieten, dass sie ehemalige Patienten eine Berufsausbildung bieten, muss Bahr bremsen. Das sei Arbeitsmarktpolitik und daher nicht sein Ressort. Dass es solche Programme bereits gibt, weiß Direktkandidat Salzmann, der im Jobcenter arbeitet, zu berichten. Und dafür, dass für die Rehabilitation der Patienten mehr Geld fließt, sei Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zuständig. Bahr verspricht aber: "Ich werde sie mal schütteln."

    Hilko Röttgers

    Mayen-Andernach
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