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    St. Johann„Dichtung und Wahrheit“ auf Schloss Bürresheim: Grandioses Finale mit Peter Nüesch

    Mit einem Auftritt von Burgfestspiel-Intendant Peter Nüesch ist die Veranstaltungsreihe "Dichtung und Wahrheit" auf Schloss Bürresheim zu Ende gegangen.

    Zeigte sich in Schloss Bürresheim in seinem Element: Peter Nüesch erteilte seinem Publikum eine Lektion in Sachen Lebensweisheiten.
    Zeigte sich in Schloss Bürresheim in seinem Element: Peter Nüesch erteilte seinem Publikum eine Lektion in Sachen Lebensweisheiten.
    Foto: Patrick Grosse

    Über mehrere Monate hinweg hatten Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz und Initiator Dieter Dierkes sechs Abende mit informativen und unterhaltsamen Inhalten organisiert. Und traditionell hat Peter Nüesch wieder die letzte Veranstaltung mit Leben gefüllt. Der präsentierte die szenische Lesung "Brauchen Sie Hilfe? Dumme Frage! Wer nicht?" und gab den zahlreichen Gästen viele unterhaltsame Ratschläge für ihr Leben mit auf den Weg.

    "Wir beginnen nun unser Kurzseminar", leitete der Intendant ein, "Sie sind ja alle da, da Sie zugegeben haben, dass Sie Probleme haben." Jede Person aus dem Publikum könne gerne auf der Bühne Platz nehmen und mögliche Probleme bereden. "Man sieht ja, dass Ihnen was wehtut", wandte sich der Schauspieler an das Publikum und zog es in seine Lesung ein. Direkt zu Beginn waren einige Lacher garantiert.

    Zunächst sprach er das Problem des Älterwerdens an. Vor allem das eigene Aussehen leide unter dem "Verfall". "Aus Wangen werden Backen, und das Kinn hat ein Brüderchen bekommen", seufzte Peter Nüesch.

    Ein weiteres großes Thema des gestellten Seminars war die Erziehung von Kindern. In gekonnter Weise kritisierte der Schauspieler heutige Erziehungsmaßnahmen und moderne Erscheinungen. Im Vergleich zu seiner Kindheit machte er Unterschiede deutlich und trieb sie auf die Spitze: "Wir hatten keinen Fernseher oder Computer, wir hatten Freunde, und zwar nicht auf Facebook." Auch hätte die frühere Generation nicht getwittert, sondern schlicht miteinander gesprochen. "Erstaunlich dass wir damals dennoch so weit gekommen sind", zog er Bilanz.

    Im Laufe seiner Vorstellung zog Nüesch einige Prominente durch den Kakao und traf damit sichtlich den Nerv des Publikums. Nicht nur die katholische Kirche und Nichtraucher bekamen ihr Fett weg, sondern auch Komödianten wie Mario Barth oder Oliver Pocher. Auch die beiden Geschlechter analysierte Nüesch adäquat: "Frauen zwischen 50 und 60 sind wie Russland: sehr weit, sehr ruhig, und das frostige Klima hält die Leute fern." Die folgende Definition des Mannes konnte dies noch einmal übertreffen: "Männer zwischen 14 und 84 sind wie Syrien: regiert von einem kleinen dummen Dödel."

    Mit seinem Schauspiel und seiner Ausdrucksweise überzeugte Peter Nüesch einmal mehr sein Publikum. "Heute Abend hat nichts gefehlt", resümierte Initiator Dieter Dierkes, "Wir hatten einen großen Künstler und große Kunst."

    Dierkes zieht zum Abschluss der diesjährigen Saison eine gute Bilanz: "Es war ein voller Erfolg. Wir hatten wunderbare Abende mit einer großen Vielfalt." Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist bereits fest eingeplant.

    Patrick Grosse

    Mayen-Andernach
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