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  • MaifeldBürgermeisterwahl auf dem Maifeld: Horst Mahncke - Einzelbewerber kritisiert unnötige Ausgaben

    Schon einmal hat Horst Mahncke Anlauf genommen, nun will er es erneut wissen: Der 61-jährige Parteilose mit Wohnsitz in Pillig kandidiert über die „offene Liste“ der Wählerinitiative „Ich tu's“ für die Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Maifeld am 19. März.

    Horst Mahncke tritt bei der Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters auf dem Maifeld am 19. März zum zweiten Mal als Kandidat an.  Foto: Anne Fuhrmann
    Horst Mahncke tritt bei der Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters auf dem Maifeld am 19. März zum zweiten Mal als Kandidat an.
    Foto: Anne Fuhrmann

    Gebürtig aus Gelsenkirchen, ist der Vater dreier Töchter und Großvater zweier Enkel in Trimbs aufgewachsen. Nach der Lehre und seinem Wehrdienst war Mahncke zwischen 1977 und 1988 als Vorrichter in der Industrie-Montage in diversen Atomkraftwerken tätig. 1984 zog der gelernte Steuergehilfe und Bilanzbuchhalter nach Naunheim, wo er zwei Jahre später mit seiner Frau den Flugplatz für Ultraleichtflugzeuge und den Maifelder Aero-Club gründete. Seit 1989 arbeitet er dort als Fluglehrer und Ausbildungsleiter. 1992 kaufte das Paar in Pillig einen ehemaligen Bauernhof. Das jüngste Projekt der beiden: Seit dem vergangenen Jahr sind sie dabei, ein früheres Café in Münstermaifeld zu einer Begegnungsstätte und einem Bürgerbüro umzubauen.

    Das politische Engagement Mahnckes begann Anfang der 2000er-Jahre. „Damals habe ich die SPD im Wahlkampf unterstützt“, sagt er. 2009 entschied er sich, selbst als Kandidat anzutreten. „Ich wollte damit die Mehrheit der CDU blockieren“, erklärt er. Als Einzelbewerber bei der Wahl des Bürgermeisters auf dem Maifeld holte er im ersten Wahlgang 8,2 Prozent der Stimmen. Im zweiten Wahlgang konnte sich Maximilian Mumm (SPD) gegen Amtsinhaberin Anette Moesta (CDU) durchsetzen. „Dass damals ein Wechsel stattgefunden hat, hat das Maifeld auch mir zu verdanken“, sagt Mahncke.

    Nun geht der 61-Jährige wieder ins Rennen. „Maximilian Mumm ist ein guter Bürgermeister“, meint er. Allerdings gibt es einiges, das er anders machen würde als der Amtsinhaber, erklärt Mahncke. Daher wirbt er mit Unterstützung der Wählerinitiative „Ich tu's“, bei der er kein Mitglied ist, um Stimmen. Durch seine Parteilosigkeit habe er keine Interessenskonflikte.

    „Ich stehe für ein lebendiges und liebenswertes Maifeld“, betont er. Ein Anliegen ist es ihm, mehr Transparenz zu schaffen. Er wolle erreichen, dass wieder mehr Menschen die Ratssitzungen besuchen und stärker Einfluss nehmen können als bislang. „Die Bürger sollen sich wahrgenommen und eingebunden in ihrem Maifeld fühlen“, fasst er zusammen. Die von der Landesregierung gewünschte Bürgerbeteiligung müsse konsequent umgesetzt werden. Daher schlägt Mahncke vor, die Ratssitzungen per Livestream im Internet zu übertragen und – soweit möglich – zu vermeiden, dass Tagesordnungspunkte nicht öffentlich beraten werden. So könne sich jeder, ob von Zuhause oder am Ort, ein eigenes Bild von den Meinungen und Entscheidungen der Vertreter im Verbandsgemeinderat machen.

    Mahncke kritisiert „völlig unnötige und bürgerferne Ausgaben“ in der Verbandsgemeinde, die er gerne unterbinden wolle. Stattdessen müsse vielmehr in notwendigere Infrastrukturen des Maifeldes investiert werden. Als Beispiel für falsche Ausgaben nennt er die geplante Erweiterung des Radwegs von Ochtendung nach Bassenheim auf der alten Bahntrasse. Dieses Vorhaben hält Mahncke nicht nur für zu teuer und überflüssig, sondern auch für kontraproduktiv. Der Erhalt der Gleisanbindung ist für Ochtendung wichtiger, meint er.

    Außerdem prangert Mahncke die Stromnetzgesellschaft an, die die Verbandsgemeinde Maifeld mit dem Energieversorger RWE gegründet hat. „Es ist nicht sinnvoll, sich als Global Player einzubringen. Das ist pure Geldverschwendung“, betont er. Als hoch verschuldete Verbandsgemeinde habe das Maifeld ganz andere Probleme. Weitere solcher Beteiligungen müssen verhindert werden, sagt der Kandidat. Stattdessen sei es besser, das Geld in die Renovierung von Kindergärten und Schulen zu stecken und die Vereine finanziell zu unterstützen.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    RZ-Wahlfragebogen: Horst Mahncke antwortet

    Bei welchem Ereignis der Weltgeschichte wären Sie gerne dabei gewesen? Als Martin Luther seine Thesen an die Tür genagelt hat.

    Mit welcher bekannten Persönlichkeit würden Sie gerne ein Bier oder einen Wein trinken? Konrad Adenauer. Er war wohl ein sehr gescheiter Mann und hat es verstanden, auch seine Gegner mit ins Boot zu nehmen.

    Welcher Ihrer Angewohnheiten geht Familie oder Freunden am meisten auf die Nerven? Dass ich ein Tausendprozentiger bin und alles sehr genau nehme.

    Ich bin „süchtig“ nach... nach dem Fliegen im Ultraleichtflugzeug. Das Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey sagt alles.

    Mich bringt zur Weißglut... Missbrauch in jeglicher Form. Deshalb setze ich mich gerne für andere ein. afu

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