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    KruftB 256: Kruft diskutiert kontrovers

    Es ging heiß her im voll besetzten Frankensaal der Vulkanhalle in Kruft. Die Bürger nutzen die Gelegenheit, ihre Meinung zum geplanten Rückbau der Bundesstraße 256 mitten durch den Ort loszuwerden.

    Wie die Kreuzung von der ab Dienstag ehemaligen Bundesstraße mit der Bahnhofstraße in Kruft in Zukunft aussehen soll, darüber gingen bei einer Bürgerversammlung die Meinungen auseinander. Bauingenieurin Claudia Ruzanski (links) von der Verbandsgemeinde Pellenz stellte zwei Varianten vor, die genaue Planung erfolge aber erst nach der Verkehrszählung im Herbst.
    Wie die Kreuzung von der ab Dienstag ehemaligen Bundesstraße mit der Bahnhofstraße in Kruft in Zukunft aussehen soll, darüber gingen bei einer Bürgerversammlung die Meinungen auseinander. Bauingenieurin Claudia Ruzanski (links) von der Verbandsgemeinde Pellenz stellte zwei Varianten vor, die genaue Planung erfolge aber erst nach der Verkehrszählung im Herbst.
    Foto: Yvonne Stock

    Von unserer Mitarbeiterin Yvonne Stock

    Dabei wurde deutlich, wie es der Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Pellenz, Berthold Junglas, treffend ausdrückte: "Wir werden nicht alle zu 100 Prozent beglücken können". Dazu gingen die Meinungen einfach zu stark auseinander.

    Einige Krufter kritisierten, dass trotz der Verringerung der Straßenbreite um 2 bis 2,50 Meter kein Fahrradweg angelegt werden soll. Stattdessen dürfen Kinder und gemütlich fahrende Radfahrer den Fußweg benutzen, und sportliche Fahrer sollen die Straße nehmen. Für einen separaten Fahrradweg sei zu wenig Platz, so Junglas.

    Die große Frage bei den Anwohnern war, ob die Prognose stimmt, dass nach der Eröffnung der kompletten Ortsumgehung am Dienstag der Verkehr auf der dann ehemaligen Bundesstraße wirklich um 84 Prozent zurückgehe. Die Planer betonten, dass sich das erst einmal einige Monate einspielen und die Änderung in den Navigationsgeräten angekommen sein müsse. Dann sei eine Verkehrszählung geplant, auch um zu überlegen, wie die Kreuzung mit der Bahnhofstraße passend gestaltet werden könne.

    "Prüft das jemand, dass da dann wirklich nur noch Anliegerverkehr ist?", fragt ein Bürger. "Nein, wir können die Leute nur animieren, dort nicht mehr durchzufahren", antwortete Junglas. Den Vorschlag eines Anwohners, gegebenenfalls ein Schild aufzustellen, dass dort nur Anlieger-Lkw-Verkehr erlaubt ist, notierten die Planer.Ob an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße ein Kreisel benötigt wird, ob die Kreuzung so bleiben soll oder ob gar die Ampeln abmontiert werden sollen, dazu gingen die Meinungen weit auseinander. "Lasst uns die Verkehrszählung abwarten und dann noch einmal diskutieren", meinte Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel (CDU).

    Große Diskussionen entbrannten auch über die Unterführung vor der Grundschule. Bauingenieurin Claudia Ruzanski von der Verbandsgemeinde Pellenz geht davon aus, dass bei deutlich reduziertem Verkehr die Kinder diese nicht mehr nutzen. Das Bauwerk gehe in das Eigentum von Kruft über und verursache hohe Unterhaltungskosten. "Der Sicherheitsaspekt gehört an die erste Stelle", protestierte ein Krufter. Da dürften die Kosten keine Rolle spielen. Ein anderer konterte, wenn die Eltern nicht mehr mit dem Auto auf den Schulhof fahren würden, um morgens ihre Kinder rauszulassen, dann wäre auch schon viel Sicherheit gewonnen. Ein Dritter schlug eine bedarfsgeschaltete Fußgängerampel vor der Schule anstelle der Unterführung vor. Schneichel schloss sich dem Vorschlag an, auch hier in einigen Monaten die Nutzung zu überprüfen und dann zu entscheiden.

    Die Kosten interessierten die Bürger auch, ein passionierter Autofahrer meinte gar, man solle die Straße einfach so lassen. Er erntete scharfen Protest der Anwohner, dass vor ihren Häusern gerast werde. Deswegen soll die Straße künftig in Bogen um wechselseitige Parkbuchten und Bäume herumgeführt werden. Junglas schätzt die Kosten grob auf 1,6 bis 1,8 Millionen Euro. Die Hälfte zahle jeder Krufter Grundstücksbesitzer über die Straßenabgabe. Ziel sei, dass 66 Prozent der übrigen 50 Prozent von einem neuen Förderungsprogramm übernommen werden. Den Rest müsse Kruft tragen.

    "Wir haben schon durch die laufenden Kosten ein Defizit", betonte Schneichel. "Wenn wir das nicht machen, geht es uns auch nicht besser." Er geht davon aus, dass frühestens im Sommer 2015 die Bagger anrücken können. Über die Frage, wie die Bundesstraße in Zukunft heißen soll, habe er sich noch keine Gedanken gemacht.

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