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  • MiesenheimAuch in Miesenheim brennen Strohballen: Brandstiftung wahrscheinlich

    Jetzt haben auch in Miesenheim Strohballen gebrannt. Gegen 6 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Feuerwehr von der Polizei informiert. 150 Rundballen waren auf einem Feldweg parallel zum Kräwerweg zusammengestellt, ein Teil von ihnen brannte lichterloh, teilt die Andernacher Feuerwehr auf RZ-Anfrage mit.

    Mit zwei Traktoren separierten die Landwirte schnell die brennenden von den nicht brennenden Strohballen. Personen oder Gebäude waren nicht in Gefahr. Das Stroh ließen die Kräfte kontrolliert abbrennen, denn Löschen macht bei den stark gepressten Ballen mit vielen Glutnestern nach Angaben der Feuerwehr keinen Sinn. Zunächst waren die Miesenheimer Wehr mit zwei Fahrzeugen und die Kernstadtwehr mit dem Fahrzeug mit Wassertank und 15 Kräften vor Ort. Da das kontrollierte Abbrennen stundenlang dauert, wurde später das Personal etwas reduziert. Fünf Stunden nach Ausbruch loderten die Flammen immer noch aus dem Stroh.

    Nach Angaben der Feuerwehr ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Stroh morgens um 6 Uhr nach inzwischen leicht feuchten Nächten, selbst entzündet hat, auch eine achtlos weggeworfene Kippe reicht demnach nicht, um so einen Brand auszulösen. Beweise gibt es zwar nicht, aber natürlich spekulieren alle Beteiligten über einen Zusammenhang mit den zahlreichen Strohballenbränden in den vergangenen Tagen unter anderem in Kretz, Thür, Wassenach und der Grafschaft.

    Auch der Pellenzer Feuerwehrchef Detlev Leersch betont mit Blick auf den Strohballenbrand am Montag bei Kretz: "Die Strohballen fangen nicht von alleine an zu brennen." Aus seiner Sicht ist eine Person, die rundfährt, wahrscheinlicher, als fünf Personen, die unabhängig voneinander die Feuer gelegt haben. Leersch betont, dass für den jeweiligen Landwirt durchaus ein nicht unbeträchtlicher finanzieller Schaden entsteht, wenn Hunderte Ballen im Wert von jeweils rund 20 Euro abbrennen.

    Die Andernacher Polizei hat die Ermittlungen an die Kriminalinspektion Mayen abgeben, sagt Polizeichef Björn Neureuter im RZ-Gespräch. Dort laufen jetzt die Fäden für die Untersuchung mehrerer Brände zusammen. Dort laufen jetzt die Fäden für die Untersuchung der Brände in Kretz, Thür, Wassenach und Miesenheim zusammen, denn es sieht auch aus Polizeisicht alles nach einer Serie aus. Mehr zu den Ermittlungen wollte die Kriminalinspektion auf RZ-Anfrage nicht sagen. Hinweise nimmt die Polizei Andernach unter Tel. 02632/9210 entgegen.

    Seit Montag brannten Strohballen in Kretz, Wassenach, Thür, Birresdorf, Niederich, Niederbreitbach und Malberg. Lahnstein hat ebenfalls mit Bränden zu kämpfen. Seit Wochen treibt ein Feuerteufel im Stadtwald sein Unwesen. Alle Artikel dazu gibt es hier.

    ys/nbo

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