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    Andernach: Verlegung bringt Energiemesse mehr Besucher

    Andernach. Noch vor einem halben Jahr präsentierte sich die Messe „Bauen, Wohnen und Energietage“ im Schatten des Michelsmarktes – damals zeigte sich Veranstalter Jürgen Bürschel enttäuscht angesichts der Besucherzahlen. Nun sollte es mit der neuen Auflage der Veranstaltung am Wochenende in der Mittelrheinhalle nicht nur ein neuer Termin richten: Mit den Andernacher Stadtwerken als neuem Partner setzt Bürschel verstärkt auf Energiethemen und erhofft sich auf diese Weise neuen Aufwind.

    Alexa Schuth möchte gerne unabhängig Strom selbst produzieren können. Installateur Richard Nehmke empfiehlt ihr eine Brennstoffzellenheizung: sauber und effizient, aber teuer.  Foto: Raphael Markert
    Alexa Schuth möchte gerne unabhängig Strom selbst produzieren können. Installateur Richard Nehmke empfiehlt ihr eine Brennstoffzellenheizung: sauber und effizient, aber teuer.
    Foto: Raphael Markert

    So haben sich die Stadtwerke für mindestens die nächsten drei Jahre verpflichtet, die Messe verstärkt in Marketing und Planung zu unterstützen. „Wir versprechen uns durch die Partnerschaft natürlich ein Zusatzgeschäft“, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Lars Hörnig, auf RZ-Nachfrage. Und auch Bürschel glaubt, mit dem Rückenwind durch die Partnerschaft mehr Besucher denn je auf die Messe locken zu können. „Energiethemen bewegen die Menschen aktuell sowieso – gerade in Zeiten ständig steigender Strompreise“, ist er sich sicher.

    Kein Wunder also, dass gerade Lösungen zur eigenen Stromerzeugung der Trend der Messe waren. „Ich will einfach unabhängiger von Stromanbietern sein“, erzählt die Weißenthurmerin Alexa Schuth. Am Stand des Breisiger Installateurs Richard Nehmke und seiner Frau Andrea informierte sich die Hausbesitzerin über eine Brennstoffzellenheizung fürs Eigenheim. 30.000 Euro kostet eine solche Anlage in der Anschaffung. Der Kauf wird vom Bund jedoch noch subventioniert, die Anlage soll sauber und effizient sein. „Das einzige Abfallprodukt des Gerätes ist Wasser“, sagt Andrea Nehmke. Sie glaubt, dass die Technik auf lange Sicht den Energiemarkt revolutionieren wird. „Den Kunden ist schlussendlich der Kostenfaktor aber immer noch wichtiger als der Aspekt der Nachhaltigkeit“, meint die Unternehmerin und hofft darauf, dass die Technik in Zukunft günstiger werden wird. Seit September hat ihr Mann zwei dieser Heizungen in privaten Haushalten verbaut. Mit einem Zusatzgerät soll die Brennstoffzelle auch E-Autos laden können. Alexa Schuth glaubt jedenfalls, dass sich die Investition in eine solche Heizung lohnen könnte.

    Auch Andreas Schwerter, Verkäufer von Fotovoltaikanlagen und Stromspeichern, hat bemerkt, dass sich Verbraucher immer mehr für eigene Stromproduktion interessieren. Aber der Koblenzer weiß auch: „Viele Kunden meinen, dass sich Fotovoltaik nicht mehr lohnt und technisch nicht ausgereift ist.“ Seinen Kunden versucht er dann Wege aufzuzeigen, wie sich der Strom vom eigenen Dach auf Dauer rechnen kann. „Technologisch wird sich bei den Solarpanels nicht mehr viel tun, preislich aber schon“, glaubt der Experte.

    Auch Gabi und Robert Goltsche interessieren sich für Energiespeicherung – die Mittelrheinhalle durchquerten sie auf der Suche nach einem Wärme speichernden Heizofen. „Es ist gar nicht so einfach, da das Richtige zu finden“, meint das Ehepaar aus Bell. Dass die Messe nun erstmals im Frühjahr stattfand, kommt den beiden entgegen: „Um diese Jahreszeit packt man ja eher noch etwas im Haus an als im Herbst“, meint Gabi Goltsche.

    Veranstalter Bürschel zog am Sonntag ein positives Fazit angesichts eines Besucherzuwachses. „Die Rechnung, die Messe zu verschieben, ist voll aufgegangen.“ Im kommenden Jahr würde er gerne verstärkt die Sicherheit von Eigenheimen in den Blick nehmen, führt aber auch an, dass die Kapazitätsgrenze der Mittelrheinhalle eigentlich schon erreicht sei.

    Von unserem Mitarbeiter Raphael Markert

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