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  • Andernach: Stadt drückt bei Freibadsanierung aufs Tempo - Fahndung nach Pinguinen

    Andernach. In Sachen Freibadsanierung drückt die Stadt Andernach weiterhin aufs Tempo: Der Stadtrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung wie vom Haupt- und Finanzausschuss empfohlen einstimmig für das Großprojekt aus und vergab darüber hinaus bereits den Planungsauftrag an die Rengsdorfer Firma Monte Mare, die ein Angebot mit einer Summe von circa 130 000 Euro vorgelegt hatte. Die geschätzten Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf fast 3,4 Millionen Euro einschließlich Baunebenkosten (die RZ berichtete).

     

    Hoch im Kurs steht "Ons Schwemmbad" bei den Andernachern. Vor der 60-Jahr-Feier will OB Achim Hütten es fit für die Zukunft machen.  Foto: Andreas Walz
    Hoch im Kurs steht "Ons Schwemmbad" bei den Andernachern. Vor der 60-Jahr-Feier will OB Achim Hütten es fit für die Zukunft machen.
    Foto: Andreas Walz

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Ob es bei diesem Kostenrahmen bleibt, erscheint allerdings noch nicht klar. Denn die CDU wünscht sich über die Sanierung des Beckens und der technischen Einrichtungen hinaus eine weitere Attraktivierung, wie Bärbel Schäfgen als Sprecherin ihrer Fraktion betonte: "Das sind zwar wichtige Einrichtungen, aber diese Dinge sieht der Besucher nicht." Wichtig sei es beispielsweise, das Bad für junge Familien attraktiv zu gestalten und hier gebe es in Andernach Nachholbedarf.

    So sei es im Freibad nicht möglich, gleichzeitig ein Kleinkind im Planschbecken zu beaufsichtigen und zugleich ein älteres Kind im Nichtschwimmerbecken im Auge zu behalten. Ein attraktiveres Bad, das beispielsweise auch eine Fläche zum Toben für Kinder ohne Störung anderer Badegäste bieten sollte, wäre aus ihrer Sicht auch ein Anziehungspunkt für die Nutzer der umliegenden Freiflächen wie Pfadfinder- oder Jugendfeuerwehrcamps.

    Sprecher der anderen Fraktionen sprachen sich ebenfalls für die Sanierung aus, aber Schäfgen entgegen, man solle zunächst eine Förderzusage abwarten, um dann zu entscheiden, was über die Sanierung hinaus realisierbar sei. Jens Groh (SPD) wies darauf hin, dass die Herstellung eines Sichtkontakts zwischen Nichtschwimmer- und Planschbecken nur durch die mit erheblichen Mehrkosten verbundene Verlagerung des letzteren hergestellt werden könne.

    Eine Bemerkung Schäfgens, die eine Figurengruppe mit Pinguinen am Kleinkinder als Beispiel für den nostalgischen Charme des Schwimmbads genannt hatte, rief Christoph Henrichsen (Grüne) mit einer Nachfrage auf den Plan. Denn tatsächlich sind die Pinguine seit einigen Jahren nicht mehr an ihrem Platz. "Wo sind sie geblieben?", wollte Henrichsen wissen. "Wir recherchieren das", versprach der Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten, der die Frage ebenso wie seine Verwaltungsmitarbeiter nicht direkt beantworten konnte. Die Figurengruppe sei aber bestimmt noch auffindbar und solle nach Abschluss der Sanierung nach Möglichkeit wieder aufgestellt werden.

    Foto: -

    Als nächsten Schritt im Sanierungsprozess kündigte Hütten an, das Gespräch mit der Aufsichtsbehörde suchen zu wollen. Erfahrungsgemäß würden sich dabei hilfreiche Hinweise ergeben, was die Definierung der förderfähigen Kosten angeht.

    Auf die Suche nach der Herkunft der Figurengruppe mit fünf Pinguinen, die einst ihren Platz am Planschbecken im Freibad hatte, begab sich Christoph Henrichsen und fand einen Hinweis in einem CDU-Organ von 1958, dem Baujahr des Bades. Darin heißt es, dass die Pinguine vom Koblenzer Künstler Hans Roßbach geschaffen wurden – und ihre Verwandten aus Fleisch und Blut als Tiere mit besonders ausgeprägtem Familiensinn gelten würden. „Sinnbildlich soll wohl damit gesagt sein, dass unser Andernacher Freibad ein rechtes Familienbad werden möge (...)“, wird weiter ausgeführt. „Wenn es etwas originelles in Andernach gibt, etwas, mit dem sich das Profil der Stadt von anderen Kleinstädten abhebt, dann verdient es Beachtung und oft auch Schutz“, meint Henrichsen gegenüber der RZ. Dazu gehöre die Gruppe der Pinguine. Die Grünen würden nun erwägen, „(...) eine Vermisstenanzeige aufzugeben und für sachdienliche Hinweise eine Jahreskarte des Freibades auszuloben.“ mif

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