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  • Andernach: Hundeköder verbreiten Schrecken

    Andernach/Region. Hundehalter aus Andernach sind besorgt. Zurzeit machen Geschichten von schrecklichen Szenarien die Runde: Auf den Feldern vor dem Hochkreuz bei Eich sollen Leberwürste ausliegen, deren Inhalt zum Tode führen kann. Ein Hund habe davon gefressen, und die versteckten Rasierklingen haben seine Zunge zerschnitten. Ein anderer Vierbeiner soll Wurststücke samt Klingen runtergeschluckt haben und durch die Magenschnitte verendet sein.

    Foto: Verbandsgemeinde

    Andernach/Region - Hundehalter aus Andernach sind besorgt. Zurzeit machen Geschichten von schrecklichen Szenarien die Runde: Auf den Feldern vor dem Hochkreuz bei Eich sollen Leberwürste ausliegen, deren Inhalt zum Tode führen kann. Ein Hund habe davon gefressen, und die versteckten Rasierklingen haben seine Zunge zerschnitten. Ein anderer Vierbeiner soll Wurststücke samt Klingen runtergeschluckt haben und durch die Magenschnitte verendet sein. Doch damit nicht genug: An der Nette nahe Weißenthurm soll Hackfleisch ausgelegt worden sein, in dem Nägel versteckt waren. Mindestens ein Hund soll sich daran den Gaumen verletzt haben.

    Auf Nachfrage bei den örtlichen Polizeidienststellen in Andernach und Mayen heißt es, dass dort in jüngster Zeit keine Fälle registriert worden sind. Andernachs Polizeisprecher berichtet, dass es vor einigen Jahren solche Meldungen von der Nette bei Weißenthurm gegeben hat. Zuletzt wurde vor einigen Monaten Alarm geschlagen, weil vermeintliche Giftköder zwischen Miesenheim und Plaidt ausgelegt wurden. Polizeisprecher Heinrich Köster erklärt: "Das war nichts. Da war älteres Fleisch weggeworfen worden." Die Mayener Polizei bestätigt, dass es immer mal wieder Fälle von Hundeködern gebe. "Aber das sind Einzelfälle", sagt ein Mitarbeiter.

    Die Geschichten über die Andernacher Hundeköder haben mittlerweile auch die Tierarztpraxis Dr. Klumpp und Kilzer erreicht. Allerdings wurden dort aktuell keine Fälle behandelt, berichtet eine Mitarbeiterin. Auch die Tierkliniken in Neuwied und in Mayen haben zuletzt keine entsprechenden Notfälle aufgenommen. Dr. Rainer Schneichel, Leiter der Mayener Klinik, erläutert, dass es nicht immer tödlich enden muss, wenn Hunde Rasierklingen, Nägel oder Gift gefressen haben. Wenn sie Metall herunterschlucken, muss man sie röntgen oder eine Magenspiegelung machen - und die Gegenstände operativ oder mit einer Greifvorrichtung entfernen. Bei der Aufnahme von Gift kann man die Hunde erbrechen lassen. Schneichel betont: "Halter sollten immer aufpassen, was die Hunde sich schnappen. Dann ist das Risiko geringer."

    Am Freitag hat das Pellenzer Ordnungsamt eine Pressemitteilung verschickt, worin Zeugen gesucht werden. Die Behörde berichtet, dass Köder aus Hackfleisch und gebratenem Fleisch in Saffig am Feldweg Alter Mühlenweg von Saffig nach Plaidt ausgelegt worden sind - rund 100 Meter vor dem Parkplatz Pellenzbad im Wäldchen. Die Köder sollen am Donnerstag, 11. April, und am Mittwoch, 17. April, verteilt worden sein. Dies habe man dem Ordnungsamt mitgeteilt. Auf Nachfrage, ob denn Gefahr von den Fleischstücken ausgehe, konnten keine Angaben gemacht werden. Das Fleisch sei weder untersucht noch beseitigt worden. Zeugen können sich, gern vertraulich, melden: Telefon 02632/299 310.

    Dass die Köder auf Feldern ausgelegt werden, lässt die Frage aufkommen: Könnten es Bauern sein, die etwas gegen Hunde haben? Kreisbauernchef Rudolf Schneichel schließt das aus. "Ich denke, es sind irgendwelche Hundehasser." Dennoch ist klar: Ein einziger Hundehaufen im ganzen Feld kann für einen Landwirt richtig ärgerlich und teuer werden. Wenn der Kot mit Bandwürmern infiziert ist und beim Mähen von Gras, Klee oder Futterroggen aufgenommen wird, fressen es später die Rinder. Ihre Leber nimmt Schaden, und sie können nicht mehr verzehrt werden. Von unserer Redakteurin Katrin Franzen

     

    Wenn Sie aus Andernach oder der Region stammen und ihr Hund einen Köder gefressen hat, melden Sie sich in der Redaktion.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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