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    AndernachAndernach: Chöre und Solisten entführen in die Opernwelt

    Bei diesem Anblick und Hörgenuss hätte wohl auch Giuseppe Verdi seine Freude gehabt: Der Männerprojektchor Klangwerk im Andernacher Liederkranz hatte zum großen Opernkonzert geladen.

    Ein ganz schön schwieriges Unterfangen: Beim Chorkonzert des Männerprojektchors Klangwerk dirigiert Barbara Nöst-Butz drei Ensembles mit rund 100 Aktiven. Mit dabei sind auch drei Solisten Anita Reuter, Marko Reinhäckel und Michael Eube (im Vordergrund).
    Ein ganz schön schwieriges Unterfangen: Beim Chorkonzert des Männerprojektchors Klangwerk dirigiert Barbara Nöst-Butz drei Ensembles mit rund 100 Aktiven. Mit dabei sind auch drei Solisten Anita Reuter, Marko Reinhäckel und Michael Eube (im Vordergrund).
    Foto: Silvin Müller

    Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

    Mit diesem Thema hatten die Gemeinschaft der Sangesbrüder sowie die befreundeten Ensembles Vokal Vital im Liederkranz und SoprAlto ins Schwarze getroffen: Alle Sitzplätze waren belegt. Dies ist auch kein Wunder, denn auf dem Programm standen die großen Komponisten und viele bekannte Stücke: "Die Männer vom Klangwerk wollten einfach einmal die berühmten Opern singen", erläuterte Barbara Nöst-Butz, wie es zur Auswahl der Stücke gekommen sei - kein leichtes Unterfangen. Doch da an diesen Liedern - wie die Kreis-Chorleiterin im RZ-Interview schilderte - auch ihr Herz hängt, gab es von beiden Seiten ein großes Interesse und eine hohe Leistungsbereitschaft. Rund ein Jahr bereiteten sich die Aktiven auf ihren großen Einsatz vor.

    Klangwerk ist ein Projektchor, der sich zu etwa 50 Prozent aus Mitgliedern des Liederkranz zusammensetzt. Der Zugang ist jedoch für alle Sänger der Region offen. Das gemischte Ensemble Vokal begann vital mit der "Chorprobe" aus Albert Lortzings Werk "Zar und Zimmermann". Weiter ging es mit verschiedenen Szenen aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Zauberflöte. So präsentierte Klangwerk zur Freude der Zuschauer mit Bravour das Stück "O Isis und Osiris" des Chores der Priester. Auch die drei Solisten kamen mit Arien exzellent zur Geltung.

    Tenor Marko Reinhäckel, ein Schüler der Kreis-Chorleiterin, schlüpfte in die Rolle des Tamino, und Bassbariton Michael Eube mimte den Sarastro, während die Sopranistin Anita Reuter sich als Pamina gab. Ein interessanter Einfall war, die Sängerinnen von SoprAlto als Knaben fungieren zu lassen, die Mozarts Pamina mit ihrem Gesang vom Selbstmord abbringen. Das besonders gute harmonische Miteinander von Chor und Solistin honorierte das Publikum mit einem längeren Zwischenapplaus.

    Besonders beeindruckte, dass die rund 100 Musiker als ein großer Chor gemeinsam "Heil sei euch Geweihten" sangen. Ebenso abwechslungsreich ging es nach der Pause weiter. Klangwerk brillierte etwa mit dem "Chor der Gefangenen" aus Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio", wobei Kurt Heidrich und Toni Knieper mit kleineren Solostücken hervortreten konnten. Zu dem "Lied der Spinnerinnen" aus Richard Wagners "Fliegendem Holländer" hatte sich SoprAlto etwas Spezielles ausgedacht: Die Tochter von Anita Reuter gab sich als Handwerkerin und trat mit einem echten Spinnrad auf. Ihre Mutter demonstrierte ihr Können vortrefflich bei der Arie der Elisabeth aus Wagners "Tannhäuser" sowie der Arie der Leonore aus Giuseppe Verdis "Macht des Schicksals", während Klangwerk den Pilgerchor vortrug.

    Den wirkungsvollen Einsatz des großen Chors konnten die Zuschauer abschließend noch bei der Szene "Du kehrst zurück" von Lortzings "Undine" erleben. Dass der Pianist Hanns-Jürgen Eimer schon länger mit den Chören zusammenarbeitet, war an seiner gefühlvollen Begleitung zu erkennen. Zum Erfolg trug auch bei, dass Walter Butz als Moderator humorvoll Hinweise zu den Opern gab. Das Publikum war begeistert. So hob zum Beispiel Monika Mintgen aus Niederfell hervor, wie engagiert die Chorleiterin sei, und lobte die Aktiven: "Die Sänger haben die Stücke locker und leicht präsentiert. Es war ein sehr gelungener Abend."

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