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  • VG Vallendar: Flüchtlinge und Helfer genießen Schiffsfahrt auf Rhein und Mosel

    VG Vallendar. 260 Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer aus der Verbandsgemeinde (VG) Vallendar haben ein paar entspannte Stunden bei einer Schiffsffahrt an Rhein und Mosel erleben dürfen. Die Initiative dazu ging von VG-Bürgermeister Fred Pretz aus. Unterstützt wurden sowohl Fahrt als auch Verköstigung auf dem Gilles-Schiff "MS Namedy" von der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN.

    Auf Einladung von VG-Bürgermeister Fred Pretz (hinten, 3. von links) und mit Unterstützung der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN nahmen rund 260 Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer an einer Schiffsfahrt auf Rhein und Mosel teil. Neben dem Vergnügen mit Gaumenfreuden, Musik und Tanz war es eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch.
    Auf Einladung von VG-Bürgermeister Fred Pretz (hinten, 3. von links) und mit Unterstützung der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN nahmen rund 260 Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer an einer Schiffsfahrt auf Rhein und Mosel teil. Neben dem Vergnügen mit Gaumenfreuden, Musik und Tanz war es eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch.
    Foto: Winfried Scholz

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in der VG Vallendar mit rund 60 Helfern wird von dem Arbeitskreis "Willkommen in Vallendar" sowie den christlichen Kirchen und Gemeinschaften getragen. Die waren durch die Pfarrer Gerd Götz, Rüdiger Kiefer und Pater Franz Widmaier von der Schönstattbewegung vertreten. Mit an Bord war auch ein Dutzend Helfer der kürzlich in Vallendar gegründeten Tafel. Die Politik wurde neben dem VG-Chef von Landrat Alexander Saftig sowie den Ortsbürgermeistern Gerd Jung (Vallendar), Karin Küsel-Ferber (Urbar) und Jochen Währ (Weitersburg), Beigeordneten und Ratsmitgliedern repräsentiert. Die Atmosphäre an Bord drückte Pfarrer Gerd Götz so aus: "Wenn ich sehe, wie viel Menschen sich für andere einsetzen, wenn ich in so viele fröhliche Gesichter blicke, von Menschen, die ihre Heimat verloren haben und auch uns bereichern, dann ist das ein Stück deutsche Gesellschaft, auf das ich stolz bin."

    Neben dem Vergnügen mit Gaumenfreuden und musikalischer Begleitung durch die multikulturelle Koblenzer Gruppe Tonspuren - zum Schluss wurde fröhlich getanzt - bot die Schiffsfahrt auch Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch. Maria Rascop, die mit ihrem Mann Helmut seit vergangenem November eine fünfköpfige syrische Familie in Alltagsangelegenheiten unterstützt, sagte: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen ein großes Bedürfnis haben, gute Gesprächspartner zu finden." Wichtig sei auch die Vernetzung unter den Helfern. Hierbei leiste der hauptamtliche Flüchtlingskoordinator bei der VG, Christian Ebling, eine wichtige Arbeit. Landrat Alexander Saftig erklärte, 2015 seien im Landkreis 1766 Flüchtlinge aufgenommen worden. In diesem Jahr seien es rund 500. Die wöchentliche Zahl von 80 bis 90 sei ab März auf 10 bis 15 zurückgegangen. Saftig schätzt, dass rund die Hälfte aller Asylsuchenden ein Bleiberecht erhält. Diese Menschen zu integrieren, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im Kreis gebe es keine gravierenden Probleme. Ein wichtiger Grund dafür sei auch die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Nach Auskunft von Fred Pretz leben in der VG Vallendar rund 170 Flüchtlinge und dies - darüber freut er sich besonders - dezentral in Privatwohnungen. Ein Schwerpunkt sei die individuell ausgerichtete Sprachausbildung. Die Vallendarer Konrad-Adenauer-Schule hat ein Netzwerk gegründet, an dem sich laut Pretz alle Schulen der VG beteiligen. Die Kinder und Jugendlichen würden dann entsprechend ihren Fähigkeiten auf die verschiedenen Schularten und Klassen verteilt. Zweimal in der Woche gibt es einen Intensivtag mit einer Fachlehrerin.

    Die Syrer Issa Alkhatib und Ahmad Kreij (beide 24) sprechen schon sehr gut Deutsch. Kreij, der noch auf seine Anerkennung wartet, belegt einen Deutschkurs in Koblenz. Alkhatib, der in seiner Heimat Vermessungstechnik studiert hat, macht eine Schreinerlehre, wie zuvor sein Vater und Großvater. Er hat schon in anderen Städten gewohnt und lobt die Freundlichkeit der Menschen im Rheinland. Seine Erfahrung ist: "Wenn ich gut Deutsch spreche, bekomme ich Respekt von den Leuten, auch bei Behörden."

    Das nächste Treffen des Helfer-Arbeitskreises findet am Sonntag, 20. März, ab 14 Uhr in Haus Wasserburg statt.

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    Nina Borowski

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