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    VallendarVallendar muss Geld in die alte Stadthalle stecken

    Nach langer und zäher Vorgeschichte ist das 10,5-Millionenprojekt "Neubau einer Stadt- und Kongresshalle" in Vallendar auf Kurs. Die ersten Gewerke wurden bereits vergeben. Die Frage, ob in die alte Stadthalle noch einmal 70 000 Euro für die Sanierung der Lüftung investiert werden müssen, sorgte nun jedoch für längere Diskussionen in der jüngsten Stadtratssitzung.

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Nach Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung hatte der TÜV bei seiner jüngsten Überprüfung die Lüftungsanlage bemängelt. Knapp 70 000 Euro lautet das günstigste Angebot für die notwendigen Lüftungsarbeiten.

    Für die Ratsmitglieder ist das Problem nicht ganz neu. CDU-Fraktionschef Wolfgang Borreck betonte: "Schweren Herzens hat der Stadtrat bei den Etatberatungen entsprechende Haushaltsmittel eingeplant." Borreck und andere Ratsmitglieder wollten jedoch wissen, welche Konsequenzen es habe, wenn der Stadtrat sich länger Zeit nähme, um über eine Realisierung dieser Investition nachzudenken. Denn Aufsichtsbehörde sei die Kreisverwaltung, in deren Auftrag der TÜV als Gutachter fungiert. SPD-Ratsmitglied Wolfgang Heitmann hob einen anderen Aspekt hervor: "Ich kann heute nicht einer Ausgabe von 70 000 Euro zustimmen, wenn nicht klar geregelt ist, ob der Betrieb der Stadthalle im Sinne der Vereine bis zur Eröffnung der neuen Halle (voraussichtlich im Frühjahr 2017) geregelt ist." Ratsmitglied Lutz Haushahn von der Unabhängigen Liste Vallendar (ULV) wollte wissen, wer für die laufenden Betriebskosten aufkommt und ob es hierfür Mittel im Haushalt gibt.

    Das bisherige Pächterehepaar Hoffmann führt den Betrieb im bisherigen Rahmen nur noch bis zum 30. April 2015 fort. Bürgermeister Gerd Jung stellte klar: "Bis zur Eröffnung der Kongresshalle steht die alte Stadthalle ausschließlich den Vereinen kostenlos für Veranstaltungen, Proben und Versammlungen zur Verfügung. Der bisherige Pächter hat sich bereit erklärt, für diese Veranstaltungen im Rahmen einer neuen, noch im Detail zu vereinbarenden vertraglichen Regelung, auch den gastronomischen Betreib weiter zu führen." Für die laufenden Betriebskosten kommt die Stadt auf.

    Dies sei das wesentliche Ergebnis einer Besprechung, die sein Amtsvorgänger Günther Hahn und Verbandsgemeindebürgermeister Fred Pretz mit den Pächtern sowie Vertretern der Vereine am 31. März geführt habe. "Wir sind froh, dass Uwe Hoffmann weiter für den Betrieb der Halle sogt. Im Gegenzug müssen wir dafür sorgen, dass die Halle auch technisch weiter betrieben werden kann", erklärte Jung im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Eine endgültige Entscheidung will der Rat voraussichtlich in der nächsten Sitzung treffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, darauf hinzuwirken, dass die Ausschlussfrist bei der Submission verlängert wird, bei der Kreisverwaltung nachzufragen, ob der Hallenbetrieb auch ohne sanierte Lüftung weiter geführt werden kann und im nächsten Etat Mittel für laufende Betriebskosten einzustellen.

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