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  • Vallendar: Baugrube wirbelt nach wie vor viel Staub auf

    Vallendar. Die Baustelle für die neue Stadt- und Kongresshalle Vallendar wirbelt nach wie vor viel Staub auf: Die Baugrube ist einen Meter tiefer ausgehoben worden als ursprünglich geplant. Dies sei jedoch kein Baufehler, der Bauablauf werde dadurch optimiert, erklärte Architekt Guido Fries, dessen Büro vom Stuttgarter Planungsbüro Drei Architekten mit der Bauleitung beauftragt wurde, im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Auf der Baustelle für die neue Stadthalle werden die Schalungen für die später mit den Bohrpfählen zu verbindenden Fundamente angebracht.
    Auf der Baustelle für die neue Stadthalle werden die Schalungen für die später mit den Bohrpfählen zu verbindenden Fundamente angebracht.
    Foto: Winfried Scholz

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Fries stellte klar: "Aus bautechnischen Gründen haben wir diese Entscheidung bewusst getroffen." Verbandsgemeindebürgermeister Fred Pretz hatte den Stadtbürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden am 22. Januar darüber informiert, dass die Baugrube tiefer ausgehoben worden ist.

    Bei der jüngsten Stadtratssitzung kam es erneut zum Streit über die Stadthalle. Die SPD-Fraktion hatte einen "Bericht über die aktuelle Situation des Baufortschritts der Stadt- und Kongresshalle" beantragt. In der Debatte wurde auch Kritik an Stadtbürgermeister Gerd Jung (CDU) laut.

    In einem Artikel unserer Zeitung hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Borreck kritisiert, es sei zu "gravierenden Baufehlern" gekommen, die den Rohbau verzögerten. Die Baugrube sei gut einen Meter zu tief ausgehoben worden. Grund dafür sei, dass es die VG-Verwaltung versäumt habe, rechtzeitig Leistungen für einen Projektsteuerer auszuschreiben, der die Leistungsstufen vier (Projektausführung) und fünf (Projektabschluss) betreuen soll. Im gleichen Artikel hatte Stadtbürgermeister Jung (CDU) bemängelt, was die Baugrube angehe, seien Pläne falsch gelesen worden. Zur Projektausführung hatte er bemerkt: "Man hat in der Tat zu spät daran gedacht, die Leistungsstufen vier und fünf zu vergeben." Später hatte Jung dann präzisiert, diese Kritik richte sich an den Stadtrat.

    Im Rat stellte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Heitmann fest: "Es gibt keine gravierende Baufehler." Die gewählte Gründungsvariante sei aus bautechnischen Gründen, die er im Detail erklärte, so gewählt worden. Sie habe für den Zeitplan nur Vorteile. Eventuell anfallende Mehrkosten müssten nicht von der Stadt getragen werden. Heitmann und sein Fraktionskollege Peter Stäblein hatten sich an Ort und Stelle beim Bauleiter über den Stand der Dinge informiert. Heitmann wies Kritik an der VG-Verwaltung zurück: "Die machen bei der Stadthalle einen Riesenjob." Bezüglich des inzwischen beauftragten Projektsteuerers sagte er: "Dessen Aufgabe ist es nicht, mit der Messlatte auf der Baustelle rumzulaufen."

    CDU-Fraktionssprecher Borreck blieb bei seiner Kritik, die Baugrube sei zu tief ausgehoben worden. Das sei auch auf der Besprechung mit Bürgermeister Pretz so gesagt worden. Der Fehler sei passiert, als es noch keinen Projektsteuerer gegeben habe. Die Verwaltung sei mit der Abwicklung eines solchen Projekts überfordert. Michael Helbach (CDU) sprach den Stadtchef an: "Herr Bürgermeister, ich hätte erwartet, dass Sie uns informieren und nicht Wolfgang Heitmann." Jung sagte dazu, dies habe er mit Heitmann so vereinbart. Diese Äußerung führte zu Verwunderung in den Reihen des Stadtrats. Helbach sagte weiter, er habe sich "fürchterlich darüber aufgeregt", in der RZ lesen zu müssen, der Stadtrat hätte Fehler gemacht. Jung erwiderte, seine Äußerungen gegenüber der RZ seien aus dem Zusammenhang gerissen. ULV-Sprecher Joachim Karbach betonte: "Die ständigen Angriffe von Herrn Borreck gegen die Verwaltung sind schädlich für die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung."

    Zur Einhaltung des Terminplans erläutert Architekt Fries gegenüber der RZ, es hätte vier Wochen Verzögerung beim Herstellen der Pfahlgründung gegeben, aus Krankheitsgründen bei der Bohrfirma und weil die Bohrgeräte verspätet zur Baustelle kamen. Durch die gewählte Gründungsvariante für das Fundament habe man aber zwei Wochen wieder aufgeholt. Fries zeigt sich zuversichtlich: "Wenn es keine größeren Verzögerungen, etwa durch Wetter oder Firmeninsolvenzen gibt, können wir den Fertigstellungstermin Mitte 2017 einhalten."

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