40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Urbar: Politiker beantworten Fragen aus dem Netz
  • Urbar: Politiker beantworten Fragen aus dem Netz

    Urbar. Der Landtagswahlkampf läuft auf Hochtouren und das mit unterschiedlichen Methoden. Einen Polit-Chat mit Livestream veranstalteten der Landesjugendring (LJR) Rheinland-Pfalz, der Kreisjugendring (KRJ) Mayen-Koblenz und der TV Mittelrhein in dessen Urbarer Sendeanstalt.

    Im Wahl-Chat von Landesjugendring und Kreisjugendring Mayen-Koblenz beantworteten Politiker zwei Stunden lang Fragen: Ellen Demuth (CDU, links), Eveline Lemke (Grüne), Jens Guth (SPD, rechts) und Julian Theiss (Die Linke).
    Im Wahl-Chat von Landesjugendring und Kreisjugendring Mayen-Koblenz beantworteten Politiker zwei Stunden lang Fragen: Ellen Demuth (CDU, links), Eveline Lemke (Grüne), Jens Guth (SPD, rechts) und Julian Theiss (Die Linke).
    Foto: Winfried Scholz

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Fragen aus dem Netz beantworteten zwei Stunden lang Ellen Demuth, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jens Guth, Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Wirtschaftsministerin und Grünen-Spitzenkandidatin Eveline Lemke und der Landessprecher der Linksjugend Julian Theiss, der für die Linke auf Platz vier der Landesliste und in Kaiserslautern als Direktkandidat ins Rennen geht. Die qualifizierten Fragen behandelten ein breites Themenspektrum wie Flüchtlinge, Koalitionen, AfD, ÖPNV oder Drogenprobleme. Die technische Plattform wurde von der Kevag-Telekom bereitgestellt. Zwischendurch wurden die Politiker vom KRJ-Vorsitzenden Thomas Christ befragt. Die Interviews wurden auf verschiedenen Internetseiten per Livestream ausgestrahlt.

    Meike Kurtz (LJR) und Margret Sundermann (KRJ) erläuterten die Gründe für dieses Diskussionsformat, das von den Jugendverbänden bereits zum siebten Mal angewendet wurde: "Es geht uns vor allem darum, Jung- und Erstwähler anzusprechen. Damit haben sie die Möglichkeit, direkt ihre Interessen und Meinungen mit den Politikern zu teilen." Natürlich spielen Facebook, Twitter und Co. mittlerweile gerade bei jungen Leuten eine dominierende Rolle. Aber, so sagt Margret Sundermann, im Chat sind die Teilnehmer unmittelbar in Kontakt, und es kann auch nachgefragt werden. Dass dieses Format auch die Parteien ernst nehmen, zeigte die hochkarätige Besetzung der Politiker, die sehr konzentriert ihrer Sache nachgingen. Auch für sie spielen, wie zwischendurch zu erfahren war, die sozialen Netzwerke eine ganz wichtige Rolle für die Kommunikation. Ellen Demuth sagte: "Im Chat komme ich schnell auf Augenhöhe ins Gespräch." Und Jens Guth meinte, man solle keine Gelegenheit auslassen, mit jungen Leuten, die sich für Politik interessieren, zu reden.

    Eveline Lemke nutzt auch weiterhin, ähnlich wie ihre Kollegen, die klassischen Wahlkampfwerkzeuge wie Saalveranstaltungen und auch Infostände: "Da bekomme ich direkt ein Gefühl für die Leute." Dies sei auch wichtig, denn da stünden die Demokraten zusammen, um Hassparolen etwas entgegenzusetzen.

    Auf Fragen nach eventuellen Koalitionen, antwortete Guth: "Wir kämpfen für Rot-Grün, und das ist weiter drin." Lemke stimmte zu: "Ich bin überzeugt, dass es Rot-Grün schafft", meinte aber auch: "Da gibt es für mich keine Ausschließeritis." Auf die Frage, was gegen den "wiederentstandenen rechten Terror" zu tun sei, antwortete Julian Theiss: "Entschlossenen Widerstand auf der Straße leisten und soziale Politik machen, die den Menschen die Abstiegsängste nimmt." Jens Guth sagte, er stehe in erster Reihe im Kampf gegen rechts, da habe die SPD eine besondere Verantwortung. Auf den Vorwurf, Julia Klöckner würde "eine Wackelpolitik" betreiben, entgegnete Ellen Demuth, sie habe nicht den Eindruck, dass Klöckner in ihren Thesen schwanke. Zum Thema Drogen meinte Demuth, sie sei gegen eine Freigabe - außer für Alkohol und Nikotin. Die Unionspolitikerin sagte auch, sie sei für eine rasche Planung und den Bau der Mittelrheinbrücke.

    Auf die Kritik an Zeitverträgen für Lehrer antwortete Eveline Lemke, dies sei dem Budget geschuldet. Sie hätte da auch gern mehr Luft. Ein Teilnehmer äußerte Lob an die Politiker "über die interessanten und größtenteils nachvollziehbaren Antworten". Auch deren Umgang untereinander war bei dieser Veranstaltung freundlich und kollegial. Als zum Schluss der Computer der Ministerin abstürzt, schrieb Ellen Demuth: "Tschüss zusammen von Eveline Lemke und mir, bei ihr streikt die Technik."

    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Koblenz bei Facebook
    Wetter
    Dienstag

    11°C - 22°C
    Mittwoch

    13°C - 23°C
    Donnerstag

    14°C - 25°C
    Freitag

    12°C - 21°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige