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  • Unternehmen soll helfen: Stadthalle Vallendar noch ohne Betreiber

    Vallendar. Der Bau der Stadt- und Kongresshalle schreitet voran. Und eigentlich hätte die Vermarktung schon längst begonnen haben müssen. Was aber noch immer fehlt, ist ein Betreiber.

    Baulich geht es voran mit der Stadt- und Kongresshalle in Vallendar. Keinen Fortschritt gibt es dagegen bei der Suche nach einem Betreiber für die Halle. Ist ein Interimsbetreiber die Lösung?
    Baulich geht es voran mit der Stadt- und Kongresshalle in Vallendar. Keinen Fortschritt gibt es dagegen bei der Suche nach einem Betreiber für die Halle. Ist ein Interimsbetreiber die Lösung?
    Foto: Katrin Franzen

    Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

    Ein Interimsbetreiber soll nun in den kommenden Wochen die verlorene Zeit aufholen. In einer Sondersitzung beschlossen die Vallendarer Stadtratsmitglieder einstimmig, dass das Unternehmen Bulwiengesa in Zusammenarbeit mit der Verwaltung einen externen Dienstleister suchen und parallel klären soll, was diese Zwischenlösung die Stadt kosten könnte.

    Bereits im Januar war der Entschluss gefallen, dass die Stadt die neue Halle nicht in Eigenregie betreiben, sondern einen externen Dienstleister hinzuziehen möchte. Die Betriebsführung war ausgeschrieben worden (die RZ berichtete). Andreas Ziegler von der Anwaltskanzlei Allen & Overy hatte jedoch eine schlechte Nachricht für die Ratsmitglieder: "Die Ausschreibung ist beendet. Es hat sich kein Interessent gefunden." Jetzt könnte das Unternehmen auf potenzielle Betreiber direkt zugehen und im Rahmen der Möglichkeiten nachverhandeln. "Dieser Prozess läuft gerade", sagte Ziegler. Wenn sich schließlich niemand finden würde, müsste die Stadt die Halle selbst betreiben. Ursprünglich war wohl damit gerechnet worden, dass der Bendorfer Geschäftsmann Nikolaus Schär sich um das Hallenmanagement bewirbt. Dieser plant ein 50 Meter hohes Hotel mit Restaurant und Büros in unmittelbarer Nachbarschaft.

    Die neue Halle soll im Juli des kommenden Jahres bereits eröffnet werden. Dass dringend Handlungsbedarf besteht, hatte Volker Jauch, ein Experte in der Hallenvermarktung, betont: "Bereits bei einem halben Jahr Vorlauf gibt es schon Buchungsschwierigkeiten." Es müsse auch für die Vereine klar werden, wie und zu welchen Konditionen die Halle gemietet werden könnte. Dies unterstützte Dirk Freitag vom Beratungs- und Immobilienvermarktungsunternehmen Bulwiengesa. In den kommenden zwei Monaten müssten neben den letzten Entscheidungen im Bereich Technik und Raumausstattung möglichst schnell Werbematerialien entworfen und Mietpreise festgelegt sowie mit Vermarktungsgespräche begonnen werden. Über die Zeit der Anlaufphase bestimme der Rat. Es könnten zwei Monate oder länger sein. "Sie brauchen einen Könner, der sich mit Technik und Vermarktung auskennt", betonte der Immobilienberater.

    Während alle Stadtratsmitgliedern den Zeitdruck erkannten - "Es ist fünf vor zwölf", mahnte zum Beispiel Stadtbürgermeister Gerd Jung - waren sie uneinig darüber, schon Verfügungen für den Fall zu treffen, dass kein Interimsbetreiber gefunden würde.

    Mit zwölf Stimmen (CDU und FDP) gegen zehn Stimmen (SPD, ULV) entschieden sie sich gegen den Vorschlag, die Stellen eines Veranstaltungsmanagers und eines Technikers auszuschreiben und Personalkosten im kommenden Haushalt zu veranschlagen, wenn kein Betriebsführungsvertrag für die neue Halle zustande kommt.

    Mit einem Vorratsbeschluss für zwei Stellen könnte man sich Flexibilität schaffen, hatte Andreas Ziegler empfohlen. Dieser Ansicht war ebenso SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Heitmann: "Wir wollen keinen Eigenbetrieb." Für den Fall, dass sich kein Fremdbetrieb ergibt, könnte jedoch ein Vorratsbeschluss getroffen werden. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Borreck wandte sich dagegen, vor den Beratungen zum Haushalt des kommenden Jahres eine Entscheidung über Stellen zu treffen: "Das hilft uns in der jetzigen Situation keinen Schritt weiter." Für einen Eigenbetrieb genüge es ohnehin nicht, allein zwei Stellen auszuweisen. Er bemängelte auch, dass kein verantwortlicher Vertreter der Verbandsgemeinde bei der Sitzung anwesend war.

    Marian Künzel (CDU) ergänzte, dass nach der Vorstellung der CDU nicht städtische Mitarbeiter, sondern eine Betreibergesellschaft die richtige Lösung sei. Auch Gerhard Gareis (FDP) war der Ansicht, dass städtische Angestellte eine Halle nicht wirtschaftlich betreiben könnten. ULV-Fraktionssprecher Joachim Karbach kritisierte, dass der Tagungsordnungspunkt über eine alternative Personalausstattung nach einem bereits getroffenen Beschluss nun noch einmal beraten würde.

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