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    Koblenz"Torty, bau uns eine Seilbahn": Idee wird zum Schlager [mit Video]

    Die Idee, in Koblenz ein Seilbahnnetz zu bauen, ist noch gar nicht so alt – da bekommt der Vorschlag des OB-Kandidaten Torsten Schupp (FDP) musikalische Flügel: Ein Vallendarer Schlagerproduzent hat das Lied „Torty, bau uns eine Seilbahn“ geschrieben und es bei Facebook hochgeladen. Dort läuft es ziemlich gut; einige sprechen ihm Ohrwurm-Qualitäten zu. Bis gestern wurde der Song 48-mal weiterverbreitet, 4200 Menschen lauschten bereits den Zeilen. Doch wie kam es zu dem Stück, das in die Zeit des bevorstehenden Oberbürgermeister-Wahlkampfes von Koblenz fällt?

    Foto: wfs

    Hier eine kurze Kostprobe:

    „Torty, bau uns eine Seilbahn, die uns auf jeden Gipfel bringt. Dann können wir jeden Tag fahren, und Kowelenz und Mosel sehen. ... Torty träumt mit uns so gerne, Romantik-Tour durchs Heimatland – und er schaut dann in die Ferne, in das Rhein- und Moselland ...“

     

    Schlagersänger Klöckner und Schupp sind Freunde, haben sich einst im Koblenzer Karneval kennengelernt. Schupp ist selbst in der Unterhaltungsbranche tätig und als Torty de Banana unterwegs. Zurzeit weilt er als eben jener in Bulgarien. Ob ihm der Seilbahnsong helfen wird, im OB-Wahlkampf ein ernsteres Image aufzubauen, ist fraglich. Produzent Klöckner betont: „Ich habe mir keine Gedanken gemacht, dass das Lied auch als Lachnummer rüberkommen könnte.“ Bisher sei die Resonanz ausschließlich positiv. Auch Torsten Schupp selbst meldet sich begeistert auf Facebook zu Wort: „Vielen Dank, lieber Guido. Tolles Lied.“

    Doch wie kam es zu dem Lied? Guido Klöckner hat anfangs herzhaft gelacht, als er im April von der Vision eines Seilbahnnetzes hörte. Der 52-jährige erzählt: „Aber wenn man darüber nachdenkt, könnte die Vision des Seilbahnnetzes Bestand haben.“ Und weil Klöckner aktuell an Titeln für die Koblenzer Karnevals-CD „Olau 2017“ schreibt, dachte er: Aus dem Thema macht er einen unterhaltsamen Song. Dass dieser auch eine politische Dimension hat, sei ihm nicht klar gewesen. „Ich will damit kein Statement abgeben, ob Schupp die OB-Sache gut machen würde oder nicht.“ Als Vallendarer wählt er ja eh nicht mit. Es sei ein Schmunzelthema, das aus dem Zeitgeschehen gegriffen ist. Mehr nicht.

    Schupp produziert übrigens die „Olau“-CDs, zu denen Klöckner jährlich eine Handvoll Titel beisteuert. Im Januar hat er bereits mit dem Koblenzer Urgestein Manfred Gniffke das Lied „Mein Herz schlieht für Kowelenz“ aufgenommen, das auf Facebook 448 weiterverbreitet und knapp 24.000 Mal gehört wurde – und wohl auch auf der Olau landen wird. Am jüngsten Song hat Klöckner übrigens 30 Minuten geschrieben und 30 Minuten komponiert. Die gesangliche Vertonung dauerte wenige Tage – und der Song war im Internet platziert. Verdienen wird der hauptberuflich in Mayen als Kaufmann tätige Klöckner daran nichts, sagt er.

    Von unserer Redakteurin Katrin Steinert

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