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    KoblenzSogar ein Schwein ist dabei: Viele Weihnachtsgeschenke landen im Koblenzer Tierheim

    Alle Jahre wieder und allen Appellen zum Trotz landen kurz nach Weihnachten Tiere im Heim, die an den Festtagen verschenkt wurden. Auch in Koblenz - und hier ist sogar ein Schwein dabei.

    „Babe“ haben die Tierheimmitarbeiter das lustige Schweinchen getauft, das ganz schön Leben in die Bude bringt. Ausgelassen tobt es mit den Hunden durchs Gelände. Direkt nach Weihnachten wurde das Tier in einer Kiste an der Landstraße bei Kesselheim gefunden.
    „Babe“ haben die Tierheimmitarbeiter das lustige Schweinchen getauft, das ganz schön Leben in die Bude bringt. Ausgelassen tobt es mit den Hunden durchs Gelände. Direkt nach Weihnachten wurde das Tier in einer Kiste an der Landstraße bei Kesselheim gefunden.

    Ein Schweinchen mischt das Koblenzer Tierheim auf: Fröhlich tobt es mit den Hunden durchs Gelände. Was eigentlich eine lustige Geschichte ist, hat einen ernsten Hintergrund: "Babe", wie das putzige Tierchen von den Mitarbeitern getauft wurde, ist bereits einen Tag nach Weihnachten ausgesetzt worden. Das Schweinchen wurde in einer Kiste an der Landstraße bei Kesselheim gefunden. "Mit Sicherheit ist es ein Weihnachtsgeschenk, das jemandem nicht gefallen hat", so Tierheimleiterin Kirstin Höfer.

    Während Babe bei guter Gesundheit war, waren die beiden Leguane, die nur einen Tag später ebenfalls in einer Kiste auf einem Parkplatz gefunden wurden, stark unterkühlt und in einem lebensbedrohlichen Zustand. "Wir sind richtig wütend und fragen uns, warum die Menschen nicht die Courage haben, die Tiere ins Tierheim und damit in sichere Hände zu geben." Vor allem die Hunde sind oft regelrecht traumatisiert, wenn sie ausgesetzt werden - auch in diesem Jahr sind wieder zwei Molosserrüden mit Maulkorb aufgefunden worden, außerdem mehrere Katzen. "In den letzten Jahren war es um Weihnachten herum immer erträglich. Wir haben schon gehofft, die Menschen hätten dazugelernt. Aber in diesem Jahr ist es wieder eine richtige Aussetz-Welle", so Höfer.

    Unterdessen rennt Babe munter durchs Tierheim. Dass das Minischwein ausgesetzt wurde, ist insofern recht erstaunlich, weil es eigentlich ziemlich teure Tiere sind, wundert sich die Tierheimleiterin. Vor ein paar Jahren gab es mal eine regelrechte Modewelle, und viele Menschen wollten ein solches Schweinchen haben. Allerdings stellen die sehr intelligenten Tiere ihre Halter vor einige Herausforderungen. Denn sie sollten entweder mit einem Artgenossen oder in sehr engem Verbund mit einem Hund oder einem Menschen leben. Sie brauchen viel Auslauf, Zuwendung und einen Garten, den sie umbuddeln dürfen.

    Während Babe im Tierheim zurzeit einigermaßen gut untergebracht ist, ist es für die Leguane nur eine provisorische Lösung. Denn das alte Heim ist auf die exotischen Tiere überhaupt nicht eingestellt. Aber auch der Zoo Neuwied, der bei Schlangen beispielsweise aushilft, kann die Exoten nicht beherbergen, erklärt Kirstin Höfer. Im Neubau wird es einen Platz für solche Tiere geben. Aber bis zum Baubeginn gibt es jetzt doch noch einige Verzögerungen, so Gisela Kroppenberg, Vorsitzende des Tierschutzvereins. "Wir haben jetzt bei der Stadt das Nachtragsgesuch eingereicht, das aufgrund von Vorgaben aus der Baugenehmigung nötig war", sagt sie. Parallel dazu laufen im Moment die Planungen unter anderem für Heizung, Sanitär und Strom. Erst dann können die Gewerke ausgeschrieben werden. "Es wird also noch einige Zeit dauern, ehe der erste Spatenstich erfolgen kann", so Kroppenberg.

    Umso wichtiger ist es, dass die Tiere bald in gute Hände abgegeben werden. Wer sich für Babe oder die anderen Tiere interessiert, kann sie zum Beispiel heute und morgen zu den normalen Öffnungszeiten (14 bis 17 Uhr) besuchen.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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