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    KoblenzSchlechte Luft in Koblenz: Helfen "City Trees"?

    Die Luft in Koblenz ist schmutzig, seit Jahren schon blasen vor allem Autos und Busse zu viele Stickstoffdioxide in die Atmosphäre. Dagegen regt sich nun wieder einmal Widerstand, nachdem die jüngsten Messergebnisse veröffentlicht wurden – und vielen stellt sich die Frage: Was kann getan werden gegen die Luftverschmutzung, die schlecht für die Umwelt, aber auch für die Gesundheit ist?

    Auch in der norwegischen Hauptstadt Oslo stehen „City Trees“, die die Luftqualität verbessern sollen.
    Auch in der norwegischen Hauptstadt Oslo stehen „City Trees“, die die Luftqualität verbessern sollen.
    Foto: Oslophototour

    Die BIZ-Fraktion hat jetzt eine Idee geäußert, wie die Luft in der Stadt zumindest ein bisschen besser werden könnte: mit sogenannten „City Trees“, Pflanzenwänden, die Kohlendioxid binden und laut BIZ auch in Koblenz aufgestellt werden könnten. „Sie sind kein Ersatz für Bäume oder für eine andere Verkehrspolitik, aber sie sind ein Teil der Lösung für eine bessere Stadtluft“, schreibt die Fraktion in einer Pressemitteilung.

    In mehreren europäischen Städten stehen diese „City Trees“ bereits: in Paris, in London, Oslo und in verschiedenen deutschen Städten. Hinter dem Konzept steht das deutsche Start-up Green City Solutions. Dieses hat das Begrünungssystem entwickelt, das konkret aus vier Meter hohen Pflanzenwänden besteht, die pro Jahr bis zu zwölf Kilo Feinstaub und bis zu 240 Tonnen an CO2 binden sollen – so viel, wie sonst rund 275 Bäume. schaffen. Die Umgebungsluft wird außerdem durch Wasserverdunstung gekühlt.

    Während des Deutschen Städtetages in Nürnberg präsentierte ein Aussteller nun den „City Tree“ den Vertretern der Kommunen, schreibt die BIZ. Bei der Tagung war ohnehin ein wichtiges Thema, wie eine veränderte, nachhaltige Verkehrspolitik in den deutschen Städten aussehen könnte. Klar ist: Diese ist entscheidend für die Luftqualität, die an vielen Orten ein Problem ist. Ein emissionsarmer öffentlicher Personennahverkehr etwa soll den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Zu viele Stickstoffdioxide gemessen

    Jahr für Jahr werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxide an der Messstelle in der Hohenfelder Straße schräg gegenüber dem Löhr-Center überschritten. Am sehr verkehrsreichen Friedrich-Ebert-Ring hingegen wurde der von der EU festgelegte Grenzwert in den vergangenen Jahren nur einmal überschritten - und dieser Unterschied dürfte vor allem am Busbahnhof am Löhr-Center liegen, wo täglich 1500 Busse ein- und ausfahren.

    Mit einem neuen Luftreinhalteplan will die Stadt hier gegensteuern, die Umrüstung auf E- oder Hybridbusse soll laut Stadt und EVM aber „wirtschaftlich nicht darstellbar“ sein, hatte der BUND kürzlich kritisiert (die RZ berichtete).

    Koblenz
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