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  • „Ro-Mo-Zuch“ wird zum „Ro-So-Zuch“: Koblenzer Karnevalisten optimistisch vor Nachholtermin

    Koblenz. Hinter den Kulissen wird geackert und geschuftet - der erste "Rosensonntagszuch" in der Koblenzer Karnevalsgeschichte soll zum Erfolg werden. Doch noch ist vor dem 28. Februar einiges zu tun.

    Von unserer RedakteurinDoris Schneider

    Die Karnevalisten sind optimistisch: „Wir halten es für möglich, dass wir ähnlich viele Zuschauer haben wie sonst beim Rosenmontagszug“, sagt Ernst Knopp, bei der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Denn beim Nachholtermin, der für Sonntag, 28. Februar, 13.11 Uhr, angesetzt ist (die RZ berichtete), ist Koblenz ja quasi konkurrenzlos: Auch Narren aus dem Umland könnten also gut nach Koblenz kommen. Ob aber tatsächlich zwischen 100.000 oder 150.000 Zuschauer an den Straßen und Plätzen stehen und feiern, das wird man erst am Sonntag in einer Woche wissen.

    Schon jetzt sind andere Faktoren aber klar: Die Rückmeldung von den Vereinen ist sehr positiv, sagt Zugmarschall Olav Kullak. Von den 72 möglichen Vereinen und Gruppen gibt es bisher nur acht definitive Absagen. Und auch die nicht, weil die Karnevalisten grundsätzlich etwas gegen den Nachhol-Zug haben, sondern weil viele Aktive nach Fastnacht Urlaub planen – und genau jetzt unterwegs sind. Auch etliche andere Gruppen werden deshalb mit geringerer Teilnehmerzahl im Zug marschieren.

    Um möglichst vielen die Teilnahme und den Besuch zu ermöglichen, ist der Zug extra auf einen Sonntag gelegt worden. Allerdings kann da trotzdem nicht jeder, weiß Olav Kullak. „Einige Vereine haben uns berichtet, dass sie viele Mitglieder aus Hotels und Gastronomie oder aus Pflegeberufen haben.“ Den Rosenmontag haben diese bei der Urlaubs- und Dienstplanung natürlich auf dem Schirm, aber den Nachholtermin konnte ja nun wirklich niemand ahnen.

    Obwohl: Für solche Zwecke hat der Verein AKK immer schon ein finanzielles Polster behalten, berichtet der Zugmarschall. „Oft ist schon diskutiert worden, ob man nicht was anschaffen möchte für das Geld, aber wir haben immer gesagt, wenn der Zug mal ausfällt und nachgeholt werden soll, dann muss das bezahlbar sein.“ Die genauen Kosten sind im Moment noch nicht zu ermitteln, weil in vielen Fällen noch nicht ganz klar ist, ob Sponsoren beispielsweise ihr Geld zurückfordern oder alle Musikkapellen trotz des Ausfalls bezahlt werden müssen. „Zwei haben schon gesagt, wir haben ja nichts geleistet, da wollen wir auch kein Geld“, freut sich Kullak. Dennoch geht er von einem Betrag von rund 70 000 Euro für den ausgefallenen und den anstehenden Zug aus.

    Noch stehen nicht alle Teilnehmer für den Nachhol-Zug fest, gerade bei Musikkapellen ist die AKK noch auf der Suche. Der Rahmen aber ist längst festgelegt, in sehr guten Gesprächen mit allen Zuständigen, so der Zugmarschall. So wurde die Zugstrecke so verkürzt und neu festgelegt, dass sie zum Beispiel für die Busse der EVM und das Evangelische Stift weniger Probleme mit sich bringt. Zudem muss der Friedrich-Ebert-Ring nur einmal überquert und deshalb nicht so lange gesperrt werden.

    Auf diese neuen Bedingungen muss die Polizei noch im Detail ihre Planungen abstimmen, sagt Manuel Wehrmann, Leiter der unter anderem für die Innenstadt zuständigen Polizeiinspektion 1. Klar ist aber jetzt schon: „Selbst wenn wirklich viele Zuschauer kommen, wird die Veranstaltung einen anderen Charakter haben, eher ein Familienkarneval sein.“ Die Polizei rechnet mit „deutlich weniger Saufgelagen“, schon allein deshalb, weil die Veranstaltung an einem Sonntag ist und die wenigsten den Montag freinehmen können. Entsprechend werden die Feiern vermutlich auch deutlich früher zu Ende sein. Die Polizei reagiert darauf und reduziert gegenüber den Plänen für Rosenmontag ihr Personal. „Deutlich präsent und ansprechbar werden wir aber sein“, so Wehrmann. Und auch die geplante Videoüberwachung mit Körperkameras bei Polizisten und einer Kamera am Zentralplatz, an dem die Hauptparty nach dem Zug stattfindet, ist geplant.

    AKK bittet um Spenden

    Wer mit Spenden den Nachhol-Zug unterstützen möchte, kann auf eins der beiden Konten der AKK einzahlen: Bei der Sparkasse Koblenz auf DE25 5705 0120 0000 0471 67 und bei der Raiffeisenbank Mittelrhein auf das Konto mit der IBAN DE59 5746 1759 0602 0146 50.

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