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    UrmitzPostklau in Urmitz: Verdächtige sind überführt

    Sie sollen Briefe, Postkarten und Geldsendungen gestohlen haben, jetzt wurden sie überführt: Zwei Briefkastenleerer, die ihr Unwesen vor allem in Urmitz getrieben haben sollen, sind den Sicherheitsexperten der Post ins Netz gegangen.

    Die erwischten Postdiebe waren keine Mitarbeiter der Urmitzer Filiale.
    Die erwischten Postdiebe waren keine Mitarbeiter der Urmitzer Filiale.
    Foto: Damian Morcinek

    Bereits im Januar dieses Jahres hatte unsere Zeitung über verloren gegangene Sendungen und Beschwerden, die bei der Post im Sande verlaufen waren, berichtet. "Unsere Konzernsicherheit ist der Sache nachgegangen, als sich in den darauf folgenden Monaten weitere Bürger über verloren gegangene Sendungen beschwert hatten", teilt Post-Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek jetzt auf Anfrage der RZ mit.

    Bereits im Juni konnten die beiden Mitarbeiter durch verschiedene Methoden, auf die Thomeczek nicht näher eingehen will, geschnappt werden. "Wir haben sie in flagranti erwischt, bei der Polizei angezeigt und ihre Arbeitsverträge aufgelöst", so der Sprecher weiter. Die Polizei hat die Untersuchungen abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft Koblenz übergeben.

    Dort liegt unter anderem auch ein Strafantrag von Klaus Lachmann aus Urmitz vor. Er und mehr als 20 weitere Betroffene, vorwiegend aus Urmitz, aber auch aus St. Sebastian, Koblenz und Kaltenengers, hatten sich bei unserer Zeitung gemeldet, weil deren Post teilweise nicht beim Empfänger angekommen war. Lachmann hatte die Angelegenheit schließlich in die Hand genommen und stellte im Mai den besagten Strafantrag gegen die Deutsche Post. Und zwar wegen Diebstahls, Verletzung des Postgeheimnisses und Unterschlagung. Ihm waren unter anderem eine DVD und eine SD-Karte mit sensiblen persönlichen Daten abhanden gekommen.

    Nachdem Lachmann und ein weiterer Betroffener Anfang August noch einmal zu den verloren gegangenen Sendungen befragt worden waren, hängte die Polizei Andernach in der Poststelle Urmitz Fotos von sichergestellten Glückwunschkarten aus. Darunter die Bitte, dass die Bürger sie möglicherweise als ihre Sendungen identifizieren sollten. "Gut, dass da tatsächlich etwas getan wurde, nachdem wir den Strafantrag gestellt hatten", sagt Lachmann. Denn bei der Reklamationsstelle der Post in Marburg konnte man ihm und auch den anderen Betroffenen offensichtlich nicht weiterhelfen.

    "In der Regel übernimmt die Ermittlungsarbeiten die Konzernsicherheit und übergibt den Fall mitsamt der Beweisführung anschließend an die Polizei", erklärt Thomeczek. Danach erreichen die Unterlagen die Staatsanwaltschaft. Heinrich Köster von der Polizei in Andernach bestätigt diese Vorgehensweise und auch, dass der Fall bereits an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden ist.

    Doch was ist jetzt mit den verloren gegangenen beziehungsweise gestohlenen Briefen und Geldsendungen? Thomeczek kann den Kunden nur bedingt Hoffnung machen: "Wenn die Polizei die Post bei den mutmaßlichen Tätern gefunden und sichergestellt hat, händigt sie diese, sobald sie kein Beweismittel mehr darstellt, an uns aus. Wir stellen sie dann ordnungsgemäß zu", erklärt er. Er weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Postkunden kein Geld mit einem normalen Brief verschicken sollten. "Denn die Geschäftsbedingungen der Post verbieten das, und diese Sendungen bleiben im Fall Urmitz vermutlich für immer verschwunden." Ein sogenannter Expressbrief ist zwar deutlich teurer, kann aber genau nachverfolgt werden.

    Jennifer de Luca

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    Koblenz
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