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  • Ortsgemeinde Burgen investiert in den "Oberbergweg"

    Burgen. Große Sprünge machen kann Burgen nicht. Rund 1,55 Millionen Euro Schulden verzeichnete die Moselgemeinde zum Ende des Jahres 2015. Mit größeren Einkünften aus der Gewerbesteuer kann sie auch nicht planen. Laut dem gerade bei einer Enthaltung verabschiedeten Haushaltsplan gelingt es der Gemeinde jedoch, den Schuldenstand bis zum Ende des Jahres um etwa 100 000 Euro zu reduzieren und trotzdem einige nötige Investitionen durchzuführen.

    Der sogenannte Oberbergweg in Burgen ist sanierungsbedürftig. Um die Straße vor dem Abrutschen zu schützen, will die Moselgemeinde 2016 viel Geld investieren. Von den rund 280 000 Euro wird wegen diverser Zuwendungen letztlich aber nicht viel an der Gemeinde hängen bleiben.
    Der sogenannte Oberbergweg in Burgen ist sanierungsbedürftig. Um die Straße vor dem Abrutschen zu schützen, will die Moselgemeinde 2016 viel Geld investieren. Von den rund 280 000 Euro wird wegen diverser Zuwendungen letztlich aber nicht viel an der Gemeinde hängen bleiben.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Redakteur Volker Schmidt

    Das gelingt unter anderem deshalb, weil bei den größten Investitionen nur wenige Kosten an der Gemeinde hängen bleiben. Beispiel: der sogenannte Oberbergweg, der vom Ortskern zu einem Aussiedlerhof führt. Der abzurutschen drohende Weg wird nicht nur von Besuchern des Hofs, sondern auch von Jägern und Mitarbeitern des Forstamts genutzt, erklärt Bürgermeister Fritz Martin Bär. Kosten für die Teilsanierung: etwa 280 000 Euro. "Fördermittel dafür sind beantragt", erklärt Bär. Er rechnet demnach damit, dass mindestens 65 Prozent davon vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) übernommen werden. "Weitere 70 000 Euro hat die Jagdgenossenschaft zugesagt", so Bär. Im Haushaltsplan ist die Summe der Zuwendung für die Sanierung mit 279 870 Euro angesetzt. Demnach blieben an der Gemeinde gerade mal 130 Euro hängen.

    Für den Ausbau der Vorstadtstraße müssen laut Gemeindesatzung zu 65 Prozent die Anwohner aufkommen. Im Haushalt 2016 sind die Ausbaubeiträge mit 60 000 Euro angesetzt, die Kosten mit insgesamt 70 000 Euro. Bei letztgenanntem Betrag handelt es sich allerdings nur um einen Anlaufbetrag. Denn insgesamt rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 170 000 Euro für den Ausbau, so Bär. Der Restbetrag kommt somit erst im Haushalt 2017 zum tragen.

    Verworfen hat die Gemeinde inzwischen die Sanierung der "Alten Moselstraße". Ein Posten, der in den vergangenen Jahren immer im Haushalt zu finden war, nun aber fehlt. Rund 70 000 Euro waren dafür geplant. Inzwischen habe man sich aber mit Baufachleuten zusammengesetzt. Bär fasst seine Einschätzung zu der Beratung augenzwinkernd so zusammen: "Schlechter als schlecht kann sie nicht werden." Die Straße werde nicht mehr viel befahren. "Und wir haben Straßen, die deutlich mehr Bedarf haben", so Bär. Zum Beispiel die erwähnte Vorstadtstraße. Mit fast 28 000 Euro schlägt 2016 noch einmal die DSL-Anbindung zu Buche. So hoch ist nämlich die Schlussrate, die Burgen an die RWE zu bezahlen hat. Fritz Martin Bär blickt nicht ohne Stolz auf den Ausbau. "Wir haben das ganz ohne Fördermittel geschafft", sagt er.

    Weil im Haushalt zum Beispiel auch noch der Verkauf von gemeindeeigenen Baugrundstücken geplant ist, wird mit einem positiven Investitionssaldo in Höhe von etwa 135 000 Euro gerechnet. Dieser sorgt wiederum dafür, dass das Minus von rund 50 000 Euro im Finanzhaushalt ausgeglichen werden kann. Der Ergebnishaushalt schließt allerdings mit einem Jahresfehlbetrag von etwa 110 000 Euro. "Eine Abdeckung aus Jahresüberschüssen der fünf Haushaltsvorjahre durch Verrechnung mit den Ergebnisvorträgen scheidet als Haushaltsausgleich aus", heißt es in dem Zahlenwerk.

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