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  • Mülheim-KärlichMülheim-Kärlichs lebendige Stadtmitte soll weiter wachsen

    Gerade an Tagen, an denen die Sonne scheint und es warm ist, zeigt sich, dass der Kolpingplatz in Mülheim-Kärlich ein beliebter Anlaufpunkt für alle Generationen ist. Die Erholungsmöglichkeiten des Geländes zwischen Bachstraße und Koblenzer Straße sind vielfältig: ein Eis essen, eine Runde im Bücherschrank stöbern, am Brunnen spielen oder einfach nur Ausruhen ist dort alles möglich. In Zukunft sogar noch mehr, wenn es nach dem Stadtrat geht, denn der Kolpingplatz soll in Richtung Osten erweitert werden.

    Ein entsprechendes Konzept stellte Clemens Künster vom Ingenieurbüro Künster aus Reutlingen in der jüngsten Stadtratssitzung vor. In einem Wettbewerb setzte sich das Planungsbüro von der schwäbischen Alb gegen vier Mitbewerber durch. „Das ist eine Idee, die wir als besten Vorschlag bewertet haben. Es ist allerdings noch kein endgültiges Konzept“, sagte Stadtbürgermeister Uli Klöckner in Richtung der Ratsfraktionen. Vielmehr sollen die Bürger sich aktiv nun an einem möglichen Nutzungskonzept beteiligen. Schließlich stehen die Mülheim-Kärlicher bei den Überlegungen zur Umgestaltung und zur zukünftigen Nutzung im Mittelpunkt.

    „Wir wollen die Aufenthaltsqualität erhalten und gleichzeitig stärken“, hob Stadtplaner Clemens Künster die wichtigsten Ziele für das zukünftige Aussehen des Kolpingplatzes hervor. Die drei Gebäude Koblenzer Straße 2, 4a und 6 hat die Stadt bereits zwischen 2010 und 2016 erworben. Diese sollen zunächst abgerissen werden, damit der Kolpingplatz in Richtung Neustraße erweitert werden kann. Optischer Mittelpunkt des neuen Platzes, der auch mit Sitzbänken und Spielgeräten versehen werden soll, sind gleich mehrere Bäume, an die im Osten eine neu geschaffene Fläche angrenzt. Dieses gepflasterte Areal kann in den Augen der Planer für Feste, Ausstellungen, Märkte und weitere Veranstaltungen genutzt werden. Gleichzeitig soll diese Fläche auch als Parkplatz für Autos und Fahrräder dienen – Ladestationen für E-Bikes und Elektrofahrzeuge inklusive. Auf Höhe der jetzigen Koblenzer Straße 2 sehen die Planungen außerdem eine Bushaltestelle vor. Eine Grünfläche mit einer Baumreihe soll zudem die Hausnummern 8 und 10 vom erweiterten Kolpingplatz abgrenzen.

    Eine zentrale Rolle könnte dem Gebäude Koblenzer Straße 2a zukommen, wenn sich die Eigentümer in Zukunft dazu entscheiden, dieses zu verkaufen. Die Stadt Mülheim-Kärlich besitzt nach Angaben von Uli Klöckner für das Haus ein Vorkaufsrecht, sodass nach einem Kauf und anschließenden Abriss des Gebäudes hier eine Freilichtbühne mit Sitzstufen entstehen könnte. Theateraufführungen, Open-Air-Kino-Vorführungen, Kleinkunst und Konzerte wären dadurch ebenfalls im Herzen von Mülheim-Kärlich denkbar. Das ist allerdings Zukunftsmusik, da das Haus in der Koblenzer Straße 2a derzeit in Privatbesitz ist. Für die Erweiterung des Kolpingplatzes spielt das allerdings kaum eine Rolle. Das Ingenieurbüro Künster hat hierfür einen Vorschlag erarbeitet, wie das Gebäude in das neue Konzept eingearbeitet wird.

    Kosten für Kolpingplatz

    Insgesamt 300.000 Euro sind für die Umgestaltung des Kolpingplatzes in den Haushalt 2017 der Stadt Mülheim-Kärlich eingestellt worden. Hinzu kommen 500.000 Euro an Verpflichtungsermächtigungen aus den Vorjahren.

    Alle drei Stadtratsfraktionen begrüßten das Konzept zur Erweiterung des Kolpingsplatzes. „Das ist ein toller Vorschlag“, erklärte der SPD-Fraktionssprecher Achim Bermel, während Ralf Schmorleiz (FWG) betonte: „Für die Stadt Mülheim-Kärlich ist der Kolpingplatz ein sehr, sehr wichtiger Platz.“ Gleichzeitig forderte er, „dass die Bürger mit eingespannt werden“ bei der Detailplanung. Nach den Worten von Uli Klöckner wird diese Forderung auch umgesetzt: Die Detailpläne liegen noch bis Ende Juni zur Einsicht im Rathaus aus, bevor anschließend über die Kolpingplatz-Erweiterung erneut beraten wird. 2018 sollen die Planungen dann umgesetzt werden. Bereits vorher werden auf einen einstimmig angenommenen CDU-Antrag hin die Häuser Koblenzer Straße 2, 4a und 6 abgerissen, um vorübergehende Parkplätze zu schaffen, bis es zur Erweiterung kommt.

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf
     
     

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