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  • Mülheim-KärlichMülheim-Kärlich: Kein Alkohol bei Möhnenumzug

    Seit zwei Jahren ist das Glasverbot fester Bestandteil im traditionellen Möhnenumzug in Mülheim-Kärlich. Seitdem ist die Zahl an Schnittverletzungen durch Stürze stark zurückgegangen.

    Mülheim-Kärlich greift durch: Alkohol darf nicht mehr zum Möhnenumzug mitgebracht werden.
    Mülheim-Kärlich greift durch: Alkohol darf nicht mehr zum Möhnenumzug mitgebracht werden.
    Foto: Damian Morcinek

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

    Geblieben sind aber nach wie vor verbale Übergriffe sowie Schlägereien und Körperverletzungen. Denn dem übermäßigen Alkoholkonsum, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, hat das Verbot keinen Abbruch getan. Aus diesem Grund greift die Stadt an diesem Schwerdonnerstag nun erstmals härter durch und verhängt ein zusätzliches Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen im Veranstaltungsbereich.

    "Bislang haben wir es mit Prävention versucht, aber jetzt werden wir offensiver. Gerade im Bereich rund um das Rathaus konsumieren Jugendliche seit Jahren sehr viel Alkohol, und dem wollen wir jetzt Einhalt gebieten", betont Stadtbürgermeister Uli Klöckner im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Entscheidung für die Ausweitung des bisherigen Glasverbotes ist daher einvernehmlich mit allen Verantwortlichen, der Stadt, dem Möhnenclub 1950 Mülheim sowie der Polizei und dem Ordnungsamt der VG Weißenthurm, gefallen.

    Von von 8 bis 22 Uhr ist es am 27. Februar laut Verwaltung in einem weiträumigen Bereich rund um den Kapellenplatz verboten, alkoholhaltige Getränke sowie Glas-, Keramik- oder Porzellanbehälter mit sich zu führen. Insgesamt wird es laut Stadtchef Klöckner sieben Kontrollstellen geben, über die die Zuggäste Zugang zum besagten Bereich haben. Von dem Alkoholverbot ausgenommen sind im Übrigen sämtliche Gaststätten und im Rahmen des Umzugs genehmigte Ausschankstellen in der Zone.

    Aus Sicht von Ralf Schomisch, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Andernach, ist das Verbot ein richtiger Schritt, um den aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum überdurchschnittlich vielen Straftaten an Schwerdonnerstag vorzubeugen. "Wir erhoffen uns eine Verbesserung. Wissen, ob es was bringt, werden wir es aber erst am Tag selbst", betont Ralf Schomisch, dessen Kollegen erneut an den Kontrollstellen eingebunden sein werden.

    Die Vorsitzende des Möhnen-klubs rechnet aufgrund der neuen Regelung zwar mit viel Kritik, überzeugt davon ist sie aber dennoch. "Schließlich geht es im Karneval ja nicht ums Komasaufen, sondern um die Brauchtumspflege", sagt Erika Pörtner, die hofft, dass nun auch die Karnevalfans zurückkommen, die den Umzug wegen der Begleiterscheinungen zuletzt gemieden haben. Der Stadtbürgermeister ist jedenfalls zuversichtlich, dass sich das Alkohol- und Glasverbot positiv auf das Karnevalstreiben in Mülheim-Kärlich auswirken wird. "Auch mit verantwortungsbewussten Alkoholkonsum kann man im Karneval eine Menge Spaß haben", betont Uli Klöckner.

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