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  • Mitflugzentrale: Weißenthurmer Idee startet durch

    Weißenthurm/Paris. Von Winningen mit dem Kleinflugzeug zum Shoppen nach Düsseldorf und zurück. Diese und viele andere Verbindungen vom Winninger Flugplatz aus könnten Otto-Normalpassagiere schon bald buchen - sofern sie von Privatpiloten über eine Mitflugzentrale im Internet angeboten werden.

    Der Weißenthurmer Lars Klein (Mitte) und seinen beiden französischen Geschäftspartner Emeric de Waziers (links) und Bertrand Joab-Cornu haben mit ihrer Idee von einer Mitflugzentrale Mitte 2015 in Frankreich begonnen und wollen jetzt auch auf dem deutschen Markt durchstarten.
    Der Weißenthurmer Lars Klein (Mitte) und seinen beiden französischen Geschäftspartner Emeric de Waziers (links) und Bertrand Joab-Cornu haben mit ihrer Idee von einer Mitflugzentrale Mitte 2015 in Frankreich begonnen und wollen jetzt auch auf dem deutschen Markt durchstarten.

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

    Die Idee dazu hatte der Weißenthurmer Jungunternehmer Lars Klein gemeinsam mit seinen beiden französischen Geschäftspartnern Emeric de Waziers und Bertrand Joab-Cornu. Unter dem beflügelten Namen Wingly ist das deutsch-französische Start-up-Unternehmen, das Mitte 2015 mit der Idee in Frankreich auf den Markt drängte, jetzt auch in Deutschland aktiv.

    "In den vergangenen beiden Monaten hatten wir in Deutschland mehr als 200 Buchungen, Hunderte Menschen sind bereits mit Wingly geflogen und es werden täglich mehr", berichtet Lars Klein im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 21-jährige autodidaktische Web-Programmierer hat sich schon früh als Dienstleister verstanden. Bereits mit 16 Jahren machte er sich selbstständig, war unter anderem Chefredakteur des ersten deutschen Internetmagazins und -forums, das sich mit dreidimensionaler Spieleprogrammierung befasste (die RZ berichtete). Heute versucht Klein, der selbst viel und gern reist, mit Wingly eine Marktlücke zu schließen, Piloten und Passagiere zusammenzubringen und so auch Destinationen anzubieten, die nicht durch klassische Linienflüge abgedeckt sind.

    Zwar ist die Idee der Mitflugzentrale nicht ganz neu, europaweit, aber in Deutschlang gibt es bereits Anbieter, gesteht der Weißenthurmer. Doch sein Unternehmen will insbesondere mit einem benutzerfreundlichem Internetauftritt, gängigen Zahlungsmitteln wie Kreditkarte oder Paypal, aber auch durch eine reichhaltige Informationsdatenbank punkten. Dadurch sollen potenzielle Passagiere nicht nur sicher und verbindlich Buchungen vornehmen können, sondern auch rund ums Fliegen in einem Kleinflugzeug aufgeklärt werden. "Wir wollen so transparent wie möglich sein und den Menschen die Ängste nehmen", betont Klein, der das Unternehmen mit seinen Kollegen aktuell noch von Paris aus leitet, aber schon bald eine Firmenzentrale in Deutschland eröffnen und in die Heimat zurückkehren will.

    Gestern ein toller Artikel in der Gründerszene und heute den Rekord von über 100 aktiven Flügen in Deutschland geknackt!...

    Posted by Wingly on Donnerstag, 18. Februar 2016

    In Deutschland wird Wingly nach Angaben des Unternehmens bereits von mehr als 600 Piloten und 2500 Passagieren genutzt. "Bis zum Jahresende erhoffen wir uns rund 22 500 Nutzer - davon 2500 Privatpiloten, von denen es deutschlandweit rund 40 000 gibt." Für den Erfolg der Mitflugzentrale ist die Beteiligung der Piloten entscheidend. Im Umkehrschluss bietet sie ihnen aber auch die Möglichkeit, ihrer Passion wesentlich häufiger nachzugehen.

    Denn wie Wingly vorrechnet, kann ein Pilot bis zu 75 Prozent seiner Flugkosten einsparen, wenn er Passagiere befördert. Diese Art des Reisens ist seit Anfang des Jahres nach Angaben des Luftfahrtbundesamtes problemlos möglich. Bis zu fünf Passagiere darf ein Pilot zum Selbstkostenpreis mitnehmen.

    Für Lars Klein und seine Kollegen rechnet sich die eigene Geschäftsidee indes noch nicht. "Momentan machen wir noch keinen Profit und verzichten auf die angedachte Provision von 10 Prozent pro vermitteltem Flug", berichtet der Weißenthurmer. "Irgendwann müsse sein Unternehmen aber schon Geld verdienen." Ein Indiz dafür, dass es sich bei Wingly um keine Schnapsidee handelt ist auch die Bereitschaft privater Geldgeber, in das Unternehmen zu investieren. Wie Lars Klein berichtet, soll es sich dabei um einen mittleren sechstelligen Eurobetrag handeln, den namhafte Investoren aus der europäischen Start-up-Szene einzubringen bereit sind.

    So funktioniert Wingly
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