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    KoblenzMehr Geld für die Entwicklung der Stadt Koblenz

    Unverhoffter Geldsegen für die Stadt: Weil der Bund seine Mittel für die Städtebauförderung erhöht hat, kann Koblenz nun diverse Großprojekte angehen.

    Unter anderem in der Großsiedlung Neuendorf sollen Projekte realisiert werden, für die hohe öffentliche Zuschüsse fließen. Aber auch die Stadt muss viel Geld in die Hand nehmen. Foto: Hoppen
    Unter anderem in der Großsiedlung Neuendorf sollen Projekte realisiert werden, für die hohe öffentliche Zuschüsse fließen. Aber auch die Stadt muss viel Geld in die Hand nehmen.
    Foto: Hoppen

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Neben dem bereits ausgewiesenen Fördergebiet Lützel soll nun vor allem das Programm "Aktive Innenstadt" zügig angegangen werden, neu angemeldet wurden zudem die Fördergebiete Fritsch-Kaserne, Neuendorf und Rauentaler Moselbogen. Wenn die Stadt hier genügend Teilprojekte umsetzt, erhält sie bis 2017 Fördermittel in Höhe von insgesamt bis zu 16 Millionen Euro.

    Das Land hat die Förderquote für die fünf rheinland-pfälzischen Oberzentren auf 90 Prozent erhöht. Eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen will, da sind sich die Stadtspitze und die Fraktionen weitgehend einig. Bis auf die Linken - mal ein Mitglied der Fraktion, mal beide - hat der Stadtrat am Freitag den Projekten einstimmig zugestimmt. Das allerdings nicht ohne Bedenken, denn es ist klar: Für die Projekte muss die Stadt mit dem Eckwertebeschluss und dem selbst auferlegten Gebot, keine neuen Maßnahmen auf den Weg zu bringen, brechen.

    Und es geht um viel Geld bei dem Investitionsprogramm: Mit 90 Prozent werden allein die förderfähigen Kosten von rund 18 Millionen Euro bezuschusst, insgesamt schätzt die Stadt die Kosten aber auf rund 65 Millionen Euro, wobei das neue Hallenbad enthalten ist. Die Stadt selbst muss also ebenfalls tief in die Tasche greifen, will sie den Städtebau voranbringen. Neben der Förderung der angemeldeten Schwerpunktgebiete dürfte in den nächsten Jahren also nicht viel Geld für andere Projekte da sein - eine schwerwiegende Entscheidung also.

    Der Stadtrat hat dem Programm deshalb zwar grundsätzlich zugestimmt, sodass die Planung jetzt vorangetrieben werden kann. Den konkreten Projekten und ihrer Finanzierung aber werden die Fraktionen noch gesondert zustimmen müssen, bevor etwas umgesetzt wird. Die Grünen etwa fordern eine Deckelung der Mittel, um die Kontrolle über die Ausgaben nicht zu verlieren. Die CDU betonte, dass man der Verwaltung keinen "Blankoscheck" ausstellen will und die Gesamtkosten im Auge behalten muss. Die SPD und die FDP erinnerten zudem daran, dass es sich bei allen Projekten um Vorhaben handelt, die die Stadt in den nächsten Jahren ohnehin hätte umsetzen müssen oder wollen. Die FBG kritisierte zwar den Zeitdruck, unter dem man nun handeln muss, ist sich grundsätzlich aber mit der BIZ und den anderen Fraktionen einig: "Es ist eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen sollten."

    Und darum geht es in den Fördergebieten:

    1. "Aktive Innenstadt": Bei diesem bereits laufenden Programm geht es vor allem um den Ausbau der Straßen rund um den Zentralplatz. Dieser war ohnehin geplant, soll jetzt aber beschleunigt werden, sodass die Fördermittel bis 2017 genutzt werden können. Es geht um den Lückenschluss zwischen dem Zentralplatz und den angrenzenden Innenstadtquartieren. Außerdem sollen die Weißer Gasse und die "Grünachse Südallee" entwickelt werden. Die Gesamtausgaben werden auf 5,8 Millionen Euro geschätzt.

    2. Fritsch-Kaserne: Zunächst der mittlere Bereich der Fritsch-Kaserne soll gekauft und zu einem riesigen Wohnquartier entwickelt werden (die RZ berichtete). Die Gesamtausgaben für Kauf, Planung und Erschließung werden auf 15,5 Millionen Euro geschätzt, wobei sich zumindest ein Teil später refinanzieren soll, wenn das Areal vermarktet wird.

    3. Neuendorf: Vor allem die Großsiedlung Neuendorf, ein sozialer Brennpunkt in der Stadt, soll weiterentwickelt und aufgewertet werden, konkret der Gebäudebestand der Wohnbau, die Straßen und Grünflächen. Öffentliche Aufenthaltsräume sollen sicher und angstfrei genutzt werden können, ein Stadtteilbegegnungszentrum und ein Jugendtreff sollen entstehen und mehr. Die Kosten werden auf insgesamt rund 11,9 Millionen Euro geschätzt.

    4. Rauentaler Moselbogen: Initialprojekt zur Entwicklung des Gebiets soll der Bau des neuen Hallenbads sein, aber auch darüber hinaus soll das Areal als Wohn-, Dienstleistungs- und Gewerbestandort gestärkt werden. Mehr als bisher soll es eine Nutzungsdurchmischung geben, das Wohn- und Arbeitsklima attraktiver werden. Der Finanzbedarf kann erst dann beziffert werden, wenn die Kostenschätzung für das Hallenbad vorliegt.

    16 Millionen Euro an Fördermitteln können bis 2017 an die Stadt fließen, wenn diese genügend städtebauliche Projekte umsetzt.

    Koblenz
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