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    WeißenthurmManege frei: Kinder in Weißenthurm lernen von echten Artisten

    Noch sind nur wenige der großen Scheinwerfer an. Doch in der Manege des gelbblauen Zeltes ist der Trubel schon groß. 102 Kinder nehmen seit Montag an der Zirkuswoche der VG Weißenthurm teil.

    Trapezkünstler Alfons Casselly macht aus den Kindern kleine Nachwuchsakrobaten. Mit viel Spaß schnuppern die Kinder in den einzelnen Kursen echte Zirkusluft.
    Trapezkünstler Alfons Casselly macht aus den Kindern kleine Nachwuchsakrobaten. Mit viel Spaß schnuppern die Kinder in den einzelnen Kursen echte Zirkusluft.
    Foto: Nina Borowski

    In Kleingruppen studieren sie mit den Artisten des Circus Jonny Casselly ein Showprogramm ein, was am Wochenende in zwei großen Galavorstellungen dem Publikum gezeigt wird.

    Während in der Manege die Seiltänzer noch ihre Choreografie einstudieren, sitzt Clown Antonio mit seiner Gruppe am Rand auf der Tribüne und studiert eine Clownsnummer ein. Gebannt schauen die anderen Kinder Anna-Sophie zu, die sich als Clown versucht. Kursteilnehmer Björn mag besonders die Vielfältigkeit am Clowndasein: "Man macht viele lustige Witze, ist aber auch ein Akrobat." Später würde er selbst auch gern auf der Bühne stehen. Aber ein Zirkusleben kommt für ihn dabei nicht infrage: "Ich stelle es mir komisch vor, nur unterwegs zu sein." Für Clown Antonio macht aber genau das den Reiz an seiner Arbeit aus. "Ich bin ein Zirkuskind, ich kenne es nicht anders und kann mir auch nicht vorstellen, länger als zwei Wochen an einem Ort zu sein", sagt der Clown.

    Seiltänzerin Carola möchte die Talente der Kinder fördern: "Viele werden durch die Kurse stärker, haben nach dieser Woche mehr Selbstvertrauen." Die Erfahrung hat auch die kommunale Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Weißenthurm gemacht, die das Ferienprogramm veranstaltet. Das Zirkusprojekt gab es bereits in den vergangenen Jahren schon in Urmitz und Mülheim-Kärlich.

    Spielerisch sollen die Kinder in der Woche an das Zirkuszelt und die Atmosphäre gewöhnt werden. Auch wenn jetzt noch die Kostüme fehlen und die Zuschauerbänke leer sind, so gibt die Zeltatmosphäre doch schon mal einen kleinen Vorgeschmack. "Es ist wichtig, dass sie nicht bei der Galavorstellung zum ersten Mal hier stehen. Sie sollen sich schon an all das hier gewöhnen", sagt Seiltänzerin Carola weiter.

    Das Seil wird abgebaut, und die Manege ist frei für das Trapez. "Heute geht es bis auf 2,30 Meter", sagt Trapezkünstler Alfons. Bis zum Ende der Woche geht es jeden Tag ein bisschen höher hinaus. Am Ende sind 4,30 Meter möglich. Fünf Mädchen und ein Junge stehen am Rand der Manege und hören Alfons konzentriert zu. Er bespricht mit ihnen den Ablauf. Und dann kann es losgehen. Die sechsjährige Finja ist die jüngste in der Gruppe und macht den Anfang. Sie setzt sich auf das Trapez und nimmt Haltung an. Dabei ist ihr Gesichtsausdruck schon wie der einer richtig großen Akrobatin. Das Trapez surrt in die Höhe. Sachte schwingt die junge Künstlerin in der Mitte der Manege, während die anderen gebannt nach oben schauen. Auf Alfons' Kommando stellt sie sich hin und macht hoch oben in der Luft einen Spagat zwischen den beiden Trapezseilen. Nachdem sie einen Moment in dieser Stellung geblieben ist, surrt das Trapez wieder nach unten und Finja strahlt bis über beide Ohren. Jetzt sind die anderen Gruppenmitglieder dran. Nachdem jeder allein ein Kunststück gezeigt hat, geht es an die Doppeltricks. Dabei hängt Alfons mit am Trapez. Gekonnt hängt er sich ein, und schwingt über die Manege bis über die ersten Zuschauerreihen. Es scheint, als könnte er die Sterne am Zelthimmel berühren. Er schwingt zurück und greift im Artistengriff eines der Kinder. Das Doppelgespann schwingt erneut gen Zelthimmel. Aber mit bloßem Schwingen ist es hier nicht getan. Jedes der Kinder macht noch eine zusätzliche Figur dazu. "Es ist ein total tolles Gefühl, wenn man da oben schwingt. Man darf aber keine Höhenangst haben", erzählt Chiara und strahlt über das ganze Gesicht. Bis zur großen Galavorstellung heißt es für die Nachwuchsartisten nun: üben, üben und noch mal üben.

    Die Vorstellungen sind am Freitag, 12. Oktober, um 17 Uhr und am Samstag, 13. Oktober, um 11 Uhr an der Grundschule in Weißenthurm. Karten kosten für Erwachsene 7 und für Kinder 5 Euro und sind an der Zirkuskasse erhältlich.

    Nina Borowski

    Koblenz
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