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  • Malu Dreyer in Kettig: Bildung muss gebührenfrei bleiben

    Kettig. Gebührenfreie Kitas, die drittniedrigste Arbeitslosenquote unter den Bundesländern, hohes ehrenamtliches Engagement der Bürger im Land - kurzum Rheinland-Pfalz geht es gut: So lautete das Credo von Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch der Förder- und Wohnstätten gGmbH in Kettig am späten Dienstagabend.

    Malu Dreyer versprach, dass eine SPD-Regierung in den kommenden fünf Jahren 500 Millionen in Landesstraßen investieren werde.
 
    Malu Dreyer versprach, dass eine SPD-Regierung in den kommenden fünf Jahren 500 Millionen in Landesstraßen investieren werde.  
    Foto: Peter Karges

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Ein besonderer Tenor in der Rede der 55-jährigen SPD-Politikerin lag dabei auf der Bildungspolitik. Der CDU warf sie unter anderem vor, Gebühren für die Kitas einführen zu wollen und eine Phantomdebatte über das Thema "Schreiben nach Gehör" zu entfachen, um die Eltern zu verunsichern.

    "Wir haben im Land fast 1000 Grundschulen, und davon haben sich 16 in Absprache zwischen Eltern und Lehrern dafür entschieden, in den ersten beiden Jahren der Grundschule das Modell ,Schreiben nach Gehör‘ einzuführen. Aber auch dort lernen die Kinder, wie in allen anderen Grundschulen auch, die Rechtschreibregeln", sagte die Ministerpräsidentin.

    Was die Betreuung von Kindern betrifft, so hob die studierte Juristin hervor, dass mittlerweile jede zweite Schule im Land eine Ganztagsschule sei. Zudem plane die SPD, künftig die Betreuung von schulpflichtigen Kindern auch auf die Ferienzeiten auszuweiten. Und hinsichtlich der Ausbildung im Handwerk versprach sie, dass eine SPD-geführte Regierung sich für eine Meisterausbildung ohne Gebühren einsetzen werde.

    Natürlich blieb während ihrer gut einstündigen Rede auch das politische Megathema dieser Tage nicht unerwähnt: die Flüchtlingskrise. Es sei klar, dass man die Zahl der Flüchtlinge reduzieren müsse, aber man dürfe deshalb nicht das freizügige Europa opfern, betonte Malu Dreyer. "Wir dürfen den freien Binnenmarkt nicht gefährden, indem wir Zäune hochziehen", sagte die Ministerpräsidentin, die vor ihrem Jurastudium kurz ein Studium der Anglistik und der katholischen Theologie begonnen hatte. Und was die Menschen betreffe, die nach Deutschland kommen, sei es ihr sehr wichtig, dass diejenigen, die eine langfristige Bleibeperspektive hätten, schnellstmöglich integriert würden. Gleichfalls müsse man diejenigen, die nicht bleiben dürften, auch zurückschicken, sagte Dreyer. Im vergangenen Jahr sei es Rheinland-Pfalz gelungen, 6000 abgelehnte Asylbewerber zur freiwilligen Rückkehr in ihr Land zu bewegen.

    Bezüglich ausländerfeindlicher Vorfälle und rechtsextremer Gewalt in der jüngeren Vergangenheit forderte Malu Dreyer die Bürger auf, eine Kultur des Widerspruchs zu leben, wenn irgendwo gegen Ausländer gehetzt werde. Vor der Rede der Ministerpräsidentin, die musikalisch von der Band der Förder- und Wohnstätten gGmbH eingerahmt wurde, hatte die SPD-Direktkandidatin Karin Küsel-Ferber zu den Zuhörern gesprochen. Auch sie hob hervor, dass Bildung von der Kita bis zum Einstieg in den Beruf weiterhin im Land gebührenfrei bleiben müsse.

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    Nina Borowski

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