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  • Kuriose Versteigerung in Urmitz: Ein Wassergrundstück zu Weihnachten?

    Urmitz. Haben Sie schon ein passendes Weihnachtsgeschenk für Ihre Liebsten? Wie wäre es in diesem Jahr einmal mit etwas Exklusivem, zum Beispiel einem Wassergrundstück direkt am Rhein? Zufällig gibt es ein rund 755 Quadratmeter großes in Urmitz, das einen neuen Besitzer sucht und am 10. Dezember von einem Berliner Auktionshaus versteigert wird. Das Mindestgebot liegt bei 6000 Euro. Ein verlockendes Angebot!?

    Unmittelbar an der Urmitzer Brücke befindet sich das 755 Quadratmeter große Grundstück, das demnächst in Berlin versteigert wird. 
    Unmittelbar an der Urmitzer Brücke befindet sich das 755 Quadratmeter große Grundstück, das demnächst in Berlin versteigert wird. 
    Foto: Damian Morcinek

    Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Urmitzer Rheinbrücke mit tollem Ausblick aufs Schloss Engers. Es besteht laut Exposé des Auktionshauses Karhausen aus zwei wild bewachsenen Flurstücken (32/4 und 33/4) direkt am Rheinufer. Lediglich ein Radweg trennt das Grundstück vom Uferbereich. Rückseitig gibt es eine direkte für Fahrzeuge geeignete Zuwegung und obendrein es befinden sich verschiedene Bootsrampen beziehungsweise Slipanlagen im unmittelbaren Einzugsgebiet, heißt es weiter in den Auktionsunterlagen.

    Norbert Bahl, Ortsbürgermeister von Urmitz, hätte durchaus Interesse an dem Grundstück. Aus der Gemeindekasse zahlen würde er dafür aber nichts. Denn: "Es kann kein Mensch etwas damit machen", betont Bahl. Das bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung auch das Auktionshaus Karhausen. "Auf dem Grundstück kann man nichts bauen", sagt Mitarbeiter Mario Schadenberg. "Doch auch solche Grundstücke werden ersteigert", ergänzt der Experte.

    Wie der Urmitzer Ortschef zu berichten weiß, wurde das Grundstück von einem früheren Besitzer einst als "Bauerwartungsland" angepriesen. "Ein ausländischer Käufer hatte daraufhin angebissen und wollte das Grundstück einzäunen und ein Häuschen draufstellen. Er hatte echt gedacht, er hätte ein Schnäppchen gemacht", spricht Norbert Bahl ein Telefonat an, dass er vor gut drei Monaten mit der Übersetzerin des Grundstückbesitzers geführt hat. "Ich verstehe gar nicht, warum sich die Leute nicht vordem Kauf erkundigen."

    Tatsächlich gibt es für diesen Bereich nämlich keinen Bebauungsplan, wie die Verbandsgemeindeverwaltung in Weißenthurm auf RZ-Anfrage mitteilt. Für die Flurstücke gilt zudem der Paragraf 35 des Baugesetzbuches, dessen oberste Intention es ist, das Bauen im Außenbereich grundsätzlich zu unterbinden. Aus Sicht des Ortsbürgermeisters gibt es eigentlich nur eine vernünftige Lösung: "Die sollen das Grundstück abgeben, dann kümmert sich die Gemeinde darum." Der Bereich, in dem die Brombeerhecken hochwachsen und sich die Ratten tummel, ist ihm nämlich schon lang ein Dorn im Auge. "Wer sein Liegestuhl mitbringen und sich an den Rhein setzen will, kann das ja auch überall am Urmitzer machen", sagt Norbert Bahl mit einem Lächeln.

    Wer an der Auktion teilnehmen möchte, muss dafür nicht nach Berlin reisen. Bieten kann man auch telefonisch oder schriftlich. Mehr Infos unter Tel. 030/890 48 56 und im Internet unter  www.karhausen-ag.de

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

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