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  • Kunsthistorisches Kleinod retten: Spay steckt viel Geld in Peterskapelle

    Spay. 44.000 Euro gibt die Gemeinde Spay für die Maßnahmen zum Erhalt der Peterskapelle aus. Und auch vom Friedhof gibt es Neuigkeiten.

    Die Peterskapelle in Spay ist ein kunsthistorisches Kleinod. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat, dass um die Kapelle eine neue Drainage angelegt werden soll – hin und wieder dringt Feuchtigkeit in das Gemäuer ein.
    Die Peterskapelle in Spay ist ein kunsthistorisches Kleinod. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat, dass um die Kapelle eine neue Drainage angelegt werden soll – hin und wieder dringt Feuchtigkeit in das Gemäuer ein.
    Foto: Peter Karges

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Die Peterskapelle in Spay, am Ortsausgang Richtung Boppard gelegen, ist nicht nur wegen ihrer Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert ein kunsthistorisches Kleinod. Der Spayer Gemeinderat hat nun in seiner jüngsten Sitzung einige Maßnahmen beschlossen, damit dieses Kleinod, das in einer Urkunde aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt wurde, auch kommenden Generationen bestens erhalten bleibt.

    So soll rund um die Kapelle eine neue Drainage installiert werden, damit das Regenwasser besser abgeleitet wird. „Wir haben zurzeit das Problem, dass mitunter Feuchtigkeit in die Kapelle dringt“, erklärt Ortsbürgermeister Peter Heil im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem müssen einige Steine, die aus dem Gesims gefallen sind oder nicht mehr richtig sitzen, ersetzt werden. Für diese Arbeiten hat der Gemeinderat insgesamt 44 000 Euro veranschlagt. „Man wird dann sehen, welche Summe die Denkmalpflege hiervon übernimmt“, sagt Peter Heil. Die historischen Wandmalereien, die jahrhundertelang übermalt waren und 1931 zum ersten Mal richtig freigelegt und restauriert wurden, zeigen unter anderem den heiligen Christophorus als einen Riesen, der das Jesuskind auf seinen Schultern trägt.

    Zudem beschloss der Rat, auf dem Spayer Friedhof ein Kissengrabfeld anzulegen. Dabei handelt es sich um ein Grabfeld, das drei verschiedene Formen der Urnenbestattung ermöglicht. Bei der ersten Variante wird eine Platte in die Wiese an der Stelle gesetzt, an der die Urne bestattet wurde. Bei der zweiten Variante wird an einer zentralen Stele vermerkt, dass der Tote in dem Grabfeld ruht. Und bei der dritten Form wird die Urne ohne Hinweis auf den Verstorbenen in der Wiese bestattet. „Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt, und wir kommen mit dem Kissengrabfeld den Wünschen der Bürger entgegen“, meint Heil. Ort des Kissengrabfeldes ist ein ehemaliges Reihengrabfeld, deren Gräber, wie der Ortsbürgermeister betont, abgelaufen waren. Zudem plant die Gemeinde eine Art Waldfriedhof für sogenannte Baumbestattungen. „Wir sind in entsprechenden Gesprächen über ein Grundstück oberhalb von Spay“, blickt Peter Heil voraus.

    In Gesprächen ist man in Spay auch mit der Deutschen Bahn, und dies im Hinblick auf den Bahnhofsvorplatz. „Wir würden diese Fläche, die nicht sehr einladend aussieht, gern etwas aufwerten. Allerdings ist es nötig, dass sie zuerst einmal in den Besitz der Gemeinde Spay übergeht, und deshalb sind wir zurzeit in Gesprächen, um das Grundstück zu erwerben“, sagt Peter Heil abschließend.

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