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    Kreis MYKKreis MYK kauft 210.000 neue Mülltonnen

    Die Abfallwirtschaft im Landkreis steht vor einer Mammutaufgabe: 210 000 Mülltonnen müssen beschafft werden, damit ab dem 1. Januar 2016 das neue Abfallkonzept auch funktioniert. Nun hat der Kreistag bei einer Enthaltung (Die Linke) beschlossen, die Beschaffung der Behälter europaweit auszuschreiben. Man geht von einem Auftragsvolumen von 7,6 Millionen Euro aus.

    Ab Mitte 2015 erhalten die MYK-Bürger neue Mülltonnen.
    Ab Mitte 2015 erhalten die MYK-Bürger neue Mülltonnen.
    Foto: Heinz Israel

    Von unserem Redakteur Albrecht Kahl

    Was ändert sich ab 2016? Bisher werden die Behälter für Rest- und Bioabfälle sowie Papier von der Firma Sita gestellt. Sie erledigt im Auftrag des Landkreises die Abfallentsorgung, für die Abfallbehälter zahlt der Kreis eine Miete. Nach dem neuen Abfallwirtschaftskonzept werden die Mülltonnen künftig Eigentum des Landkreises sein. Dieser übernimmt auch das Behältermanagement, also die Auslieferung, den Austausch und die Reparatur.

    Künftig erhält jedes Grundstück grundsätzlich drei Behälter (Restabfall, Bioabfall, Papier). Diese werden mit einem Identifizierungschip ausgestattet, weil sich die Gebührenhöhe auch daran bemisst, wie oft die Behälter geleert werden.

    Wie werden die Behälter aussehen? Alle Behälter sollen einen einheitlich grauen Korpus haben. Die Abfallarten werden durch farbige Deckel unterschieden: grauer Deckel (Restmüll), brauner Deckel (Biomüll) und blauer Deckel (Papier, Pappe, Kartonage). Für Mehrparteienhäuser zum Beispiel gibt es Vier-Rad-Behälter mit Flachdeckeln in den verschiedenen Farben.

    Wie funktioniert der Austausch der alten gegen die neuen Mülltonnen? Heute wird der Müll in zwei Abfallgefäßen gesammelt, künftig werden es drei sein, weil die Biotonne hinzukommt. Werden die MYK-Bürger in der Umtauschphase fünf Tonnen vor ihren Häusern stehen haben? Das will die Kreisverwaltung vermeiden. Daher wurde mit der Firma Sita folgendes Prozedere abgestimmt: Die Mekam-Tonne für Bio- und Restmüll wird unmittelbar im Anschluss an eine Leerung eingezogen. Gleichzeitig werden die beiden neuen Mono-Tonnen für Bio und Restmüll ausgeliefert. Die Bürger haben damit erstmals die Drei-Tonnen-Ausstattung vor der Haustüre stehen (Restmüll neu, Bio neu und Papier alt). Bei der darauf folgenden regulären Leerung der Papiertonne an dem Grundstück wird die alte Papiertonne gegen die neue getauscht. Der Austausch der Gefäße soll im zweiten Halbjahr 2015 erfolgen. Sita ist laut Kreisverwaltung technisch in der Lage, die neuen MYK-Gefäße zu leeren, somit ist die Abfuhr weiterhin bis zum Vertragsende am 31. Dezember 2015 gewährleistet.

    "Wir sind voll im Zeitplan für die Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzeptes", sagte Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth (CDU). Er machte auch deutlich, dass die Verwaltung jetzt mit den Arbeiten für die "Gebührenbedarfsplanung 2016 bis 2018" beginnt.

    Dabei geht es um die Frage, ob mit der Finanzierung und Refinanzierung des Abfallwirtschaftskonzeptes auch eine damit verbundene Gebührensenkung verbunden sein wird. Das war stets Ziel von Verwaltung und Kreistag. Nauroth zeigte sich zuversichtlich, dass die Gebühren sinken können, wenn die Soll-Annahmen bezüglich der Abfallmengenziele erreicht werden.

    Die Behältergrößen

    Für Restabfall und Papier gibt es 120-, 240-, und 1100-Liter-Tonnen; für Bioabfall 60-, 120-, 240-, 660-Liter-Tonnen. Für Eigenkompostierer werden 40-Liter-Gefäße angeboten. Diese sind jedoch nicht Gegenstand der aktuellen Ausschreibung. Die Kreisverwaltung beabsichtigt, noch in diesem Jahr alle Eigentümer anzuschreiben und Vorschläge zu machen, welche Behälter - entsprechend der Haushaltsgröße - Sinn machen. Wenn der Eigentümer einverstanden ist, muss er nichts tun. Wenn er andere Behältergrößen möchte, kann er sich melden. atk

    Software anschaffen

    Neue Gebührengrundlage, neue Organisation der Abfallabfuhr, eigenes Behältermanagement, neue Leistungen - um das neue Abfallwirtschaftskonzept umzusetzen, muss auch eine neues Computerprogramm angeschafft werden. Der Kreistag hat daher die Verwaltung einstimmig beauftragt, gemeinsam mit dem Abfallzweckverband eine neue Abfallwirtschaftssoftware und eine für die Finanzbuchhaltung anzuschaffen. Die Software ist eines der Kernelemente, um das Abfallwirtschaftskonzept gut zu meistern und zu organisieren. atk

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