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  • Konzept: Niederberger Sportpark soll Mehrzweckhalle sein

    Niederberg. Sportheim oder Umbau zur Mehrzweckhalle? Dieser Frage müssen sich derzeit die Niederberger Vereine stellen. Denn die Ära der Ausnahmen geht für den Sportpark unwiderruflich zu Ende. So viel steht bereits fest: Der Turn- und Sportverein kann eventuell notwendige Veränderungen nicht alleine stemmen. Soll die Halle im Stadtteil als Treffpunkt für alle Bürger erhalten bleiben, sind gemeinsame Anstrengungen nötig.

    So sieht der Sportpark Niederberg seit der Generalsanierung und Erweiterung seit 2003 aus. Foto: Reinhard Kallenbach
    So sieht der Sportpark Niederberg seit der Generalsanierung und Erweiterung seit 2003 aus.
    Foto: Reinhard Kallenbach - Reinhard Kallenb

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

     

    Boule, Fußball, Krafttraining, Tischtennis und Turnen sowie Walking und Jogging: Diese Sportarten bietet der TuS Niederberg an. Rund 700 Mitglieder wissen diese Bandbreite zu schätzen. Und für die anderen Vereine im Stadtteil ist die Halle ein idealer Standort für die eigenen Veranstaltungen. Die Narren feiern hier, Chöre laden hier zu größeren Veranstaltungen ein. Damit das so bleiben kann, muss investiert werden. Der TuS kann das allein nicht stemmen.

    Wie Vorsitzender Jürgen Frensch bei einem Treffen der Niederberger Vereine am Freitagabend herausstellte, drückt den TuS eine Schuldenlast von 65 000 Euro. Das bedeutet: Alle Vereine müssen sich an der Finanzierung der Umwandlung in eine Mehrzweckhalle beteiligten. Die jüngste Versammlung zeigte, dass die Bereitschaft hierfür grundsätzlich besteht. Es bleibt die Frage nach dem Wie, da eine komplette Finanzierung durch die Stadt ausgeschlossen ist. Allerdings hat Oberbürgermeister Joachim-Hofmann Göttig einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Bis zum 1. April wollen die Niederberger Vereine Vorschläge über das weitere Vorgehen präsentieren.

    Die rechtliche Situation ist eindeutig: Das 1933 eröffnete, später immer wieder erweiterte und modernisierte Sportheim ist eben keine Mehrzweckhalle, zumal die Baumaßnahmen von der Stadt im Rahmen des Goldenen Plans in sechsstelliger Höhe bezuschusst wurde. Entscheidend ist jedoch, dass die Sicherheitsstandards für maximal 199 Personen ausgelegt sind. Dabei zählen die beteiligten Aktiven mit. Bei den närrischen Sitzungen und anderen größeren Veranstaltungen sind jedoch Kapazitäten von 300 bis 450 Personen erforderlich. Hierfür hat die Stadt bislang unter Auflagen Sondergenehmigungen erteilt, aber gleichzeitig signalisiert, dass dies kein Dauerzustand sein können. Seit der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade 2010 zeichnet sich jedoch ab, dass die Kommunen schon allein aus Gründen der Haftung genauer hinschauen - auch beim Sportpark Niederberg, dessen Erweiterung und Generalsanierung erst 2003 abgeschlossen wurde. Jürgen Frensch erinnerte daran, dass seinerzeit die beteiligten Ämter und die Feuerwehr mit dem Ergebnis hoch zufrieden waren. Die schärferen Anforderungen bei einer Fremdnutzung sind seinerzeit offenbar zu wenig bedacht worden. Deswegen muss nun in Sachen Fluchtwege, Barrierefreiheit und Brandschutz nachgerüstet werden. Alles ist mit der Stadt abgestimmt. Dadurch gelang es, den ursprünglichen Kostenansatz von 50 000 auf 35 000 Euro zur reduzieren, was auch daran liegt, dass Architekt Walter Braukmüller auf ein Honorar verzichtet.

    Spenden können auf das TuS-Konto DE05570900006510360000 bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein überwiesen werden

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