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    KoblenzKoblenz wird Schaltstelle des Sanitätsdienstes

    Für die Garnisonsstadt Koblenz beginnt am 2. Oktober eine neue Ära. An diesem Tag - einem Dienstag - wird das neue Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr am Deutschen Eck im feierlichen Rahmen offiziell seine Arbeit aufnehmen. Schon jetzt steht fest: Trotz Verringerung der Truppenpräsenz gehört das Oberzentrum zu den wenigen Standorten in Deutschland, die im Zuge der Bundeswehrreform ihre exponierte Stellung behalten.

    Die Rheinkaserne wird Heimat des neuen Kommandos.
Foto: Archivbild Frey
    Die Rheinkaserne wird Heimat des neuen Kommandos.
    Foto: Archivbild Frey - Thomas Frey

    Insgesamt 2500 Angehörige des Sanitätsdienstes der Bundeswehr werden in die Rheinkaserne und in naher Zukunft auch in der Falckenstein-Kaserne einziehen. Der bisherige Standort des Heeresführungskommandos wird derzeit noch vom Heer genutzt und wird erst schrittweise freigegeben. Die von der Bundeswehr angegebene Stärke ist somit eine Zielgröße. Das eigentliche Kommando wird etwa 600 Dienstposten umfassen und Kompetenzen erhalten, die weit über diejenigen des bisherigen Koblenzer Sanitätsführungskommandos hinausgehen. Denn dem neuen Kommando werden direkt die fünf Bundeswehrkrankenhäuser und die Zentralen Institute des Sanitätsdienstes unterstellt. Darüber hinaus ist die neue Einrichtung vorgesetzte Dienststelle des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, des Kommandos Regionale Staatsdienstliche Unterstützung und die Sanitätsakademie in München. Das heißt: Neben den Einrichtungen des Sanitätsdienstes in der bayerischen Landeshauptstadt, zu denen auch das "Gesundheitsamt" der Bundeswehr gehört, sind auch die Kommandos in Weißenfels in Sachsen-Anhalt und Diez der neuen "Schaltzentrale" in Koblenz unterstellt. Und sogar das Ministerium gibt Kompetenzen ab. Mehrere Mitarbeiter werden von Bonn in die Rheinkaserne umziehen.

    Ranghöchster Repräsentant der Bundeswehr am Standort Koblenz wird Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke sein, der von 2006 bis 2011 stellvertretender Befehlshaber des Sanitätsführungskommandos war. Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr stellte sich und seine Pläne am Donnerstag den Medien vor. Der erste Eindruck: Der Generaloberstabsarzt hat einen guten Draht zum Ministerium und konnte den Verteidigungsminister sogar von den Qualitäten des Standortes Koblenz überzeugen, der nicht nur die geeignete Infrastruktur hat, sondern mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus auch ein Klinikum mit einem hervorragenden Ruf besitzt. Diese Vorteile sollen dem ärztlichen Nachwuchs zugutekommen. Denn die Bundeswehr will die Aus- und Weiterbildung verbessern. Sogar ein Ausbildungs- und Simulationszentrum soll eingerichtet werden.

    Ein wichtiges Ziel des neuen Kommandos ist es, Ärzte und Sanitäter von bürokratischem Aufwand zu befreien. Wie Ingo Patschke ausführte, hat die Bundeswehr schon jetzt den Ruf, Ärzten zu ermöglichen, sich voll auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Das motiviert Mediziner zunehmend, sich trotz möglicher Einsätze in Krisengebieten bei der Bundeswehr zu bewerben. Auch immer mehr Frauen steigen gern ein. Ihr Anteil bei den Ärzten liegt schon jetzt bei knapp 30 Prozent - Tendenz steigend.

    Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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