40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Koblenz: Kuba steht am Weltgebetstag im Mittelpunkt
  • Koblenz: Kuba steht am Weltgebetstag im Mittelpunkt

    Koblenz/Kreis MYK. Zu wissen, dass nahezu zeitgleich auf der ganzen Welt Frauen (und auch Männer) die gleichen Texte lesen, die gleichen Lieder singen, sich mit den gleichen Themen beschäftigen, das schafft schon ein Zusammengehörigkeitsgefühl, sagen die beiden Koblenzerinnen Barbara Horn und Helga Schiffer. Sie gehören mit zu den Organisatorinnen des Weltgebetstags in Koblenz.

    Auf den Straßen Kubas fahren noch uralte, aber oft sehr gut erhaltene Autos. Mit dem Leben in Kuba beschäftigen sich morgen weltweit christliche Gottesdienste.
    Auf den Straßen Kubas fahren noch uralte, aber oft sehr gut erhaltene Autos. Mit dem Leben in Kuba beschäftigen sich morgen weltweit christliche Gottesdienste.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    In Vorbereitungstreffen haben sich knapp 100 Christinnen mit dem diesjährigen Schwerpunktland Kuba beschäftigt. Jetzt sind sie als Multiplikatorinnen in ihren Heimatgemeinden aktiv, bereiten mit den anderen die Gottesdienste für Freitag, 4. März, vor.

    Denn die Weltgebetstagsgottesdienste sind immer etwas Besonderes. Szenen aus dem Alltagsleben werden gespielt, für uns fremde Lieder gesungen, die Texte meist im Wechselspiel mit der Gemeinde gesprochen. Die Kirche ist fast überall besonders dekoriert, mit Fahnen, Musikinstrumenten, Früchten. Der Gottesdienst wird in vielen Gemeinden im Halbrund gehalten, im Anschluss gibt es Essen und Trinken, und man feiert eine Weile zusammen.

    Die Waren in den Läden in Kuba sind häufig sehr überschaubar. In manchen Punkten ist der sozialistische Staat aber topp, zum Beispiel in Sachen Bildung. Mit dem Leben in Kuba beschäftigen sich morgen weltweit christliche Gottesdienste.
    Die Waren in den Läden in Kuba sind häufig sehr überschaubar. In manchen Punkten ist der sozialistische Staat aber topp, zum Beispiel in Sachen Bildung. Mit dem Leben in Kuba beschäftigen sich morgen weltweit christliche Gottesdienste.

    Das verbindet. Nicht nur die Gemeinden, evangelische wie katholische, die in der Regel abwechselnd die Gottesdienste in ihren Kirchen ausrichten, sondern auch Christen von Mennoniten bis Alt-Katholiken weltweit, die sich alle mit einem bestimmten Land beschäftigen. In diesem Jahr ist das Kuba - und Helga Schiffer sowie Barbara Horn würden beide sofort hinreisen, schwärmen sie. Dabei hat die Insel zwischen Mexiko und den USA beileibe nicht nur Sonnen-, sondern auch Schattenseiten. "Wir haben oft daran gedacht, wie es früher in der DDR war", sagt Barbara Horn. Denn noch heute gibt es in Kuba Lebensmittelkarten, und im Laden gibt es nur, was gerade da ist - es sei denn, man kann nicht nur mit der offiziellen Währung zahlen, dem kubanischen Peso, sondern auch mit dem Peso convertible. Auch das ist vergleichbar mit der Ex-DDR: Da konnte man in Intershops, in denen es alles gab, nur mit Westgeld oder speziellen Schecks bezahlen.

    Andere Facetten haben die Frauen als sehr positiv wahrgenommen: So spielt Bildung in Kuba eine ganz große Rolle, und auch die Gesundheitsversorgung ist gut ausgebaut - bis auf die Tatsache, dass es besondere Medikamente dann wieder eher in Kliniken gibt, die sich vor allem auf Schönheits- oder Zahnoperationen bei Patienten aus Florida spezialisiert haben.

    Dass sich Kuba nun den USA öffnet, wird allgemein sehr positiv gewertet - aber es kann auch Schattenseiten haben, sagt Barbara Horn. Denn es wird befürchtet, dass viele Menschen künftig lieber in amerikanischen Fabriken arbeiten als in der heimischen Landwirtschaft. Schon heute ist es so, dass manche lieber als Tour Guide arbeiten als als Lehrer, berichtet Helga Schiffer aus den Vorbereitungstreffen. Frauen und Männer sind in Kuba weitgehend gleichberechtigt, ebenso wie Weiße und Eingeborene und alles dazwischen - zumindest in der Theorie.

    Das Christentum spielt in dem sozialistischen Staat naturgemäß keine extrem große Rolle. Streng unterdrückt wurden Christen aber auch nicht, weil der Staat schnell gesehen hat, dass von den Gemeinden immer auch karitative Aufgaben übernommen wurden. Exakte Zahlen gibt es nicht, aber man schätzt, dass von den rund 11 Millionen Kubanern etwa 44 Prozent Christen sind, 25 Prozent Spiritisten und 31 Prozent Atheisten. Häufig mischt sich das Christentum auch mit der Santeria-Religion, einer Art Naturreligion.

    Geprägt ist das Leben in Kuba durch Musik. Überall wird getanzt, gesungen, "und das ist einfach mitreißend", schwärmt Barbara Horn. Und das wird sicher auch bei vielen Gottesdiensten zu erleben sein, die morgen zum Weltgebetstag gefeiert werden.

     

    Ökumenische Gottesdienste in Koblenz und der Region

    Anlässlich des ökumenischen Weltgebetstages der Frauen, der morgen begangen wird, werden (so weit bekannt) folgende Gottesdienste gefeiert:


    Gottesdienste in Koblenz
    Arenberg, Immendorf, Niederberg: Infos über Land und Leute im Jugendheim Niederberg, 15 Uhr; St. Pankratius (Niederberg), 17.30 Uhr, Pfarrkirche St. Pankratius
    Arzheim: St. Aldegundis, 16.30 Uhr, anschließend Agape
    Bubenheim: St. Maternus, 16 Uhr
    Güls: evangelische Kirche, 15.30 Uhr, anschließend Beisammensein
    Horchheim: St. Maximin,
16 Uhr
    Innenstadt: Christuskirche/Café Atempause, 16 Uhr, Infos zum Land und Einsingen; 17 Uhr Gottesdienst, anschließend Beisammensein bei Tee, Saft und Gebäck
    Lützel, Neuendorf, Wallersheim:
    St. Peter (Neuendorf), 15.30 Uhr, Infos im Pfarrheim über Land und Leute, 17.30 Uhr; Gottesdienst in St. Peter
    Kesselheim: evangelische Kirche, 17 Uhr
    Metternich: 16 Uhr, Pfarrheim St. Johannes
    Pfaffendorf: Clara-Schumacher-Haus, 16 Uhr
    Rübenach: evangelisches Gemeindezentrum, 17 Uhr, anschließend Beisammensein bei Tee und Speisen aus Kuba

    Gottesdienste in der
Region
    Bendorf: evangelische Kirche, 15 Uhr, anschließend Kaffee im Pfarrheim
    Brey, Spay: Bürgerhaus Brey, 18 Uhr, (ausgerichtet von der kfd Brey und der kfd Spay; Frauen aus Spay wird ein Fahrdienst angeboten); anschließend Beisammensein bei landestypischen Speisen
    Rhens: Alter Kindergarten, 15 Uhr
    Weitersburg: Donnerstag, 10. März, 8.30 Uhr, Morgenlob in der Pfarrkirche, anschließend Frühstück im Pfarrheim

    Vallendar: Samstag, 5. März, 17 Uhr, Kreuzkirche
    Winningen: evangelisches Gemeindezentrum, 19 Uhr

    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Koblenz bei Facebook
    Wetter
    Donnerstag

    14°C - 25°C
    Freitag

    11°C - 20°C
    Samstag

    10°C - 18°C
    Sonntag

    8°C - 17°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige