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  • Koblenz kritisiert Vallendars Windkraft-Pläne

    Koblenz/Vallendar. Die Errichtung von neuen Windrädern auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Vallendar könnte auch in Koblenz ins Auge fallen - und das nicht im positiven Sinn. Davon ist jedenfalls die Stadtverwaltung überzeugt und gibt eine negative Stellungnahme zu den bisherigen Plänen der VG ab. Der Stadtrat hat sich dieser in der Sitzung am Donnerstag mehrheitlich angeschlossen, bei Gegenstimmen der Grünen und der Linken.

    Vom Deutschen Eck könnte man die Vallendarer Windräder sehen, die Verwaltung fürchtet Nachteile für den Tourismus.
    Vom Deutschen Eck könnte man die Vallendarer Windräder sehen, die Verwaltung fürchtet Nachteile für den Tourismus.
    Foto: Dr. Sprengnetter und Partner

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Hauptgrund für die Ablehnung der Planung: "Nach Einschätzung des Amts für Stadtentwicklung und Bauordnung würde dies zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbilds führen und die Attraktivität der Rheinanlagen für den Tourismus deutlich schmälern." Das machen vor allem einige Visualisierungen deutlich, Fotomontagen, die zeigen, wie sehr man die Windräder in Vallendarer Gemarkung vom Deutschen Eck, dem Schloss Stolzenfels oder dem Fort Konstantin sehen würde.

    In einer Landschaftsbildanalyse wird klar, dass die Windräder gut sichtbar wären, was in der Analyse zwar als verträglich bewertet wird, nicht aber in Koblenz. Hier wird die Planung gerade auch mit Verweis auf den Welterbe-Status des Oberen Mittelrheintals kritisch gesehen. Dem Vorschlag der VG zufolge könnten 12 Prozent der VG-Fläche als Konzentrationszonen ausgewiesen werden, das Land strebt 2 Prozent an, die Stadt Koblenz hält lediglich 0,6 Prozent ihres Gebiets für geeignet. "Eine mögliche Reduzierung der Flächengröße würde die visuellen Beeinträchtigungen für die Stadt Koblenz vermutlich deutlich mindern", heißt es in Richtung Vallendar.

    Auch die meisten Fraktionen fürchten eine "Verspargelung" der Landschaft und negative Folgen für den Tourismus. Die Grünen hingegen fordern, die Alternativen dagegenzuhalten, etwa ein Mehr an Kohle- und Atomstrom. "Das wollen wir nicht", betont Uwe Diederichs-Seidel. Außerdem sei es nicht belegt, dass Windräder negative Auswirkungen auf den Tourismus hätten.

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    Nina Borowski

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