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    KoblenzKoblenz: Johanniter-Unfall-Hilfe bietet jungen Flüchtlingen ein Zuhause

    Die Johanniter-Unfall-Hilfe will sich verstärkt für Flüchtlinge einsetzen. Geplant ist eine Einrichtung für betreutes Wohnen, in der künftig bis zu drei unbegleitete, minderjährige Asylbewerber untergebracht werden können.

    Von der neuen Regionalgeschäftsstelle am Bahnhofplatz aus wollen sich Christian Görg, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, die stellvertretende Sachbereichsleiterin Kinder- und Jugendhilfe Silke Schmitt (links) und Pressesprecherin Lisa Reichert (rechts) verstärkt um jugendliche Flüchtlinge kümmern.
    Von der neuen Regionalgeschäftsstelle am Bahnhofplatz aus wollen sich Christian Görg, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, die stellvertretende Sachbereichsleiterin Kinder- und Jugendhilfe Silke Schmitt (links) und Pressesprecherin Lisa Reichert (rechts) verstärkt um jugendliche Flüchtlinge kümmern.
    Foto: Katharina Demleitner

    Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

    Möglich gemacht hat das Zuhause auf Zeit für ausländische Jugendliche die Gründung der neuen Regionalgeschäftsstelle am Bahnhofsplatz. Im bisherigen Standort in der Kardinal-Krementz-Straße steht daher nun Wohnraum für die jungen Flüchtlinge zur Verfügung. Erweitern wollen die zehn Mitarbeiter zudem die Kinder- und Jugendhilfe.

    Ein neues und sicheres Zuhause für "jugendliche Ausländer, die ihrem Heimatland aus Angst um Leib und Leben den Rücken gekehrt haben", soll in der Goldgrube entstehen. "Die Unterbringung und Versorgung gerade dieser jungen Menschen ist eine Herausforderung, der wir uns stellen möchten", sagt Christian Görg, Vorstand des Regionalverbandes Mittelrhein der Johanniter-Unfall-Hilfe. In Absprache mit dem Jugendamt sollen Mitte März bis zu drei Jugendliche in die frisch renovierte Wohnung einziehen. Bislang waren dort die Büros der Koblenzer Geschäftsstelle untergebracht. In unmittelbarer Nähe des Brüderhauses verbleibt nach dem Umzug an den Bahnhofsplatz lediglich die hiesige Johanniter-Rettungswache.

    Pädagogische Fachkräfte werden den minderjährigen Asylbewerbern stundenweise bei der Strukturierung des Alltags, Sprachkursen, aber auch Schul- und Berufsfragen helfen: "Die Unterstützung reicht vom Einkaufen bis zu Behördengängen und Ausbildungsfragen mit dem Ziel, die Jugendlichen fit zu machen für ein selbstständiges Leben in Deutschland", erklärt Christian Görg. Daher wird auch keine Betreuung rund um die Uhr angeboten. Neben der pädagogischen soll es in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachkräften auch psychologische Unterstützung für die jungen Leute geben. "Diese Hilfe wird ganz individuell abgestimmt, abhängig davon, ob beispielsweise Traumatisierungen festgestellt werden oder in anderen Bereichen Bedarf ist", betont Pressesprecherin Lisa Reichert. Bereits untergebracht hat der Johanniter-Regionalverband Mittelrhein zwei Flüchtlinge in der intensivpädagogischen Jugendwohngruppe in Liesenich im Kreis Cochem-Zell. Jetzt muss die Koblenzer Wohnung nur noch möbliert werden, dann können junge Asylbewerber dort einziehen.

    Weiterer Schwerpunkt der zehn Mitarbeiter in der Koblenzer Regionalgeschäftsstelle ist die Kinder- und Jugendhilfe. Der Verband leistet ambulante Hilfen zur Erziehung. "Hier geht es vor allem um Integrationshilfe für seelisch-geistig beeinträchtigte Kinder", erklärt die stellvertretende Sachbereichsleiterin Silke Schmitt. In erster Linie autistische Kinder, aber auch Jungen und Mädchen, die an Aufmerksamkeitsdefiziten leiden, werden während ihres gesamten Schulalltags begleitet und so unterstützt, dass der Besuch einer Regelschule möglich ist.

    Außerdem leistet der Verein als Erziehungsbeistand individuelle Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die mit Entwicklungsproblemen kämpfen. Der Nachwuchs, aber auch die Eltern werden intensiv beraten und begleitet: "In enger Zusammenarbeit mit den Jugendämtern sowie mit Eltern und Kindern wollen wir auf diese Weise Familien helfen, mit emotionalen, sozialen und ökonomischen Schwierigkeiten besser umzugehen", sagt Silke Schmitt.

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