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    KoblenzKoblenz: Bundeswehr will sich den Bürgern zeigen

    Koblenz ist immer noch die zweitgrößte Garnisonsstadt in Deutschland - doch viele Einwohner wissen kaum, was die knapp 7000 Mitarbeiter der Bundeswehr, die hier im Einsatz sind, eigentlich genau machen. Einen direkteren Kontakt und Dialog will man deshalb nun am "Tag der Bundeswehr" aufnehmen, der zum 60-jährigen Bestehen der Wehr und 25 Jahren "Armee der Einheit" am 13. Juni gefeiert wird - unter anderem auch in Koblenz.

    Am "Tag der Bundeswehr" wird den Besuchern viel Programm geboten - auf dem Zentralplatz und dem Gelände der Falckenstein-Kaserne in Lützel.
    Am "Tag der Bundeswehr" wird den Besuchern viel Programm geboten - auf dem Zentralplatz und dem Gelände der Falckenstein-Kaserne in Lützel.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    An insgesamt 15 Orten in Deutschland will die Bundeswehr an diesem Tag zeigen, wer sie ist, was den jeweiligen Standort ausmacht, warum es sie überhaupt gibt. Sie will sich offen zeigen, mit den Bürgern ins Gespräch kommen und sich auch als Arbeitgeber präsentieren. "Das ist kein Tag der offenen Tür, an dem sich die einzelnen Dienstellen vorstellen - es geht um das große Ganze, darum, uns selbst zu zeigen", erklärt der Kommandeur des Zentrums Innere Führung, Jürgen Weigt.

    An zwei Orten in der Stadt wird es an diesem Tag Programm und Gelegenheiten zum Fragen geben: am Zentralplatz und auf dem Gelände der Falckenstein-Kaserne an der Von-Kuhl-Straße in Lützel. Ab 10 Uhr gibt es auf dem Zentralplatz Musik mit dem Heeresmusikkorps und Django Reinhardt, ein Film über 60 Jahre Bundeswehr und den Standort Koblenz wird erstmals gezeigt, und Manfred Gniffke spricht über das Verhältnis von Koblenz zu seinen Soldaten. Im Mittelpunkt steht eine Podiumsdiskussion ab 14 Uhr, bei der unter anderem Innenminister Roger Lewentz (SDP) und die Landesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner, über die Frage diskutieren, wozu man die Bundeswehr braucht. In der Falckenstein-Kaserne können Besucher - auch Familien mit Kindern - den ganzen Tag über Einblicke in die praktische Arbeit der Bundeswehr bekommen, Dinge ausprobieren und sich informieren. Diverse Dienststellen zeigen unter anderem Panzer und andere Fahrzeuge, Feldküchen und Versorgungszelte. Eine Teddy-Ambulanz gibt es ebenso wie Fitnesschecks, Bogenschießen oder Uniform-"Modenschauen".

    Insgesamt aber ist es nicht gerade leicht zu zeigen, was die Bundeswehr an ihrem Großstandort Koblenz macht. Denn hier rollen eben nicht die Panzer, sondern ein großer Teil der Beschäftigten sitzt am Schreibtisch, viele davon in Zivil. Kann man sich unter dem Sanitätsdienst der Bundeswehr, der mittlerweile seinen Mittelpunkt in Koblenz hat, noch etwas vorstellen, so ist das beim Zentrum Innere Führung oder dem früheren Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, das mittlerweile den Namen "Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr" trägt, schon schwieriger. Vieles ist gleich geblieben, vieles hat sich aber auch geändert. "Die Bundeswehr ist ein Teil der Koblenzer Tradition", sagt Dr. Ingo Patschke, Inspekteur des Sanitätsdienstes - verweist aber auch darauf, dass mittlerweile 70 Prozent der Soldaten pendeln und damit weniger präsent in der Stadt sind als früher. Und haben Soldaten früher beim Hochwasser oder auch bei Rhein in Flammen angepackt, so ist die Stadt heute eher ein "intellektuelles Zentrum", so Jürgen Weigt. Und was in diesem passiert, will man den Koblenzern nun zeigen.

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