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    Kandidatenporträt Wahlkreis 9: Stephan Wefelscheid tritt für Freie Wähler an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Stephan Wefelscheid kandidiert für die Freien Wähler

    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Koblenz. Die Freien Wähler legen ihren Blick auf tatsächliche Probleme und Lösungen, haben keine dogmatischen Fesseln, sagt Stephan Wefelscheid. Genau das mache sie so attraktiv, wirbt der Kandidat für den Wahlkreis 9. "Wir können sozialistisch sein, wenn es um Mindestlohn geht, weil es vernünftig ist, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Gleichzeitig können uns aber in punkto Sicherheit auch für Bodycams zur Überwachung bei Polizeieinsätzen aussprechen, weil wir jede einzelne Frage pragmatisch angehen."

    Das Leib- und Magenthema des 37-Jährigen ist die Stärkung von Polizei und Justiz. Bei Letzterer spürt der Rechtsanwalt die Auswirkungen des "katastrophalen Versagens der Politik" selbst: "Wenn zu wenig Rechtspfleger da sind, können Eintragungen ins Vereinsregister oder Grundbuch nicht erfolgen, wenn es zu wenig Richter gibt, dann kommt es zu solchen Situationen wie vor ein paar Wochen, als Drogendealer auf freien Fuß gesetzt werden mussten." Einfache Delikte wie Diebstahl oder Sachbeschädigung würden eingestellt, für die Bürger eine unhaltbare Situation.

    Und bei der Polizei sieht es ähnlich aus, sagt Wefelscheid. "Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, geschützt zu werden." Wie bei Rettungskräften und Feuerwehren auch müsse es eine Zeitvorgabe geben, innerhalb derer Polizeikräfte an Ort und Stelle sein müssen, wenn sie gerufen werden, fordert der Jurist.

    Dass er jetzt als Landesvorsitzender der Freien Wähler und Spitzenkandidat der Bezirksliste 1 für die Landtagswahl antritt, macht dem 37-Jährigen merklich Spaß. Bereits seit 2009 sitzt er im Stadtrat für die BIZ, die als Bürgerinitiative Zentralplatz (heute Bürgerinitiative Zukunft) von ihm 2007 mitgegründet wurde. Sein politisches Interesse reicht allerdings viel weiter zurück und speist sich aus ganz anderen Wurzeln, berichtet Wefelscheid bei einer Tasse Kaffee. Schon als Schüler haben ihn ganz besonders Freiheitsbestrebungen und politische Zusammenhänge interessiert, sagt er. Relativ klar war ihm nach dem Abitur am Eichendorff-Gymnasium, dass er Latein-Lehrer werden wollte. Doch die Bundeswehr kam dazwischen, und ein Vorgesetzter attestierte dem bei der Dienststelle für Reisekosten und Trennungsgeld eingesetzten Soldaten Wefelscheid ein "Verhältnis zum Recht".

    RZ-Wahlfragebogen: Stephan Wefelscheid antwortet

    ",Warum nicht?", habe ich gedacht'", erinnert sich der gebürtige Koblenzer. Im Jura-Studium in Konstanz traf er auf viele gleich Gesinnte, die ebenfalls Lust hatten, sich politisch zu engagieren. Die FDP wurde ihre Heimat, sie reaktivierten den Kreisverband der Jungen Liberalen.

    Nach dem Staatsexamen ging es zurück nach Koblenz: Die Großmutter brauchte Betreuung, und der Mittzwanziger zog zum Referendariat wieder in seine Heimatstadt. Der ist er treu geblieben - der FDP nicht, auch wenn er anfangs auch in Koblenz aktiv war. "Aber die alten Geschichten wollen wir nicht wieder aufwärmen, das ist Schnee von gestern."

    Die Freien Wähler wurden für den in der BIZ Aktiven eine interessante Alternative zu einer der etablierten Parteien. "Aber wir waren anfangs auch Sammelbecken für allerlei skurrile Gestalten, die sich jetzt in der AfD befinden", sagt er. Auch das ist jetzt fast Schnee von gestern. Aktuell bleiben die Forderungen der Freien Wähler nach einer besseren Ausstattung von Schulen, einer Sanierung der Verkehrsinfrastruktur und der Brücken. Dass kein Geld da sei, das sei ein Totschlagargument, sagt Wefelscheid. "Man muss eben an anderen Stellen sparen, zum Beispiel an den Umweltagenturen." Die Kommunen seien klar zu schlecht ausgestattet: "Im Bund versagt Schwarz-Rot und im Land Rot-Grün."

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